Lisa ist mit einem Truckerboy unterwegs
Aus dem Magazin

Die Truckerbraut: Viertausendundzehn Kilometer

Nach Wales und wieder zurück: Mein Leben als Truckerbraut

Ich mag Kaffee, ich trinke viel davon. Der Kaffee, den ich am liebsten trinke, kommt aus Äthiopien, wird in Italien geröstet und landet bei mir zuhause in meiner ebenfalls italienischen Bialetti.

Quasi alles, was ich im Laufe eines Tages konsumiere, benutze oder am Körper trage hat einen langen Weg hinter sich. Es ist durch wahrscheinlich tausende Hände gegangen, bis es bei mir als Endbenutzer angelangt ist. Mir als halbwegs reflektiertem Menschen ist das schon bewusst. Zumindest dachte ich das – bis ich Truckerboy kennengelernt habe.

Truckerboy ist seit Jahren als Fernfahrer bzw. Kraftfahrer im internationalen Fernverkehr tätig und hat mich von Anfang an regelmäßig mit Geschichten aus seinem Arbeitsalltag konfrontiert: Die irren Wege, die Produkte zum Teil zurücklegen, die unvorstellbar harten Arbeitsbedingungen, das einsame Leben hinterm Steuer.

Und als er mich eines Tages gefragt hat, ob ich mir nicht selbst ein Bild davon machen möchte,  wie die Welt, das Frachterbusiness, so funktioniert, ihn einmal begleiten möchte, von Salzburg nach Wales und wieder zurück, da habe ich einfach „Ja! Fix!“ sagen müssen.

Ich habe also 6 Tage, 24h täglich und über 4.000km lang als Truckerbraut gelebt – und das ist mein Tagebuch.

Lisa ist auf Truckertour

Ihr wollt die ganze Reise nachlesen? Do it!

#1 Prolog: Die Truckerbraut: Viertausendundzehn Kilometer

#2 Tag 1: Mit dem LKW von Salzburg nach Wales und zurück

#3 Tag 2: „Ums Verrecken könnt ich keine Tiere durch die Gegend fahren!“

# 4 Tag 3: “Jetzt wartets. I muss mi konzentrieren. Jetzt kommen die Nutten!“

# 5 Tag 4: „Weißt, ich bin ja echt einiges gewohnt. Aber das war die ekelhafteste Dusche meines Lebens!“

# 6 Tag 5: „Das machen sonst nur die im Uboot!“

#7 Tag 6: “Wer eine Warnweste trägt, gehört dazu!”

Lisa-Viktoria Niederberger

Die Quoten-Oberösterreichin im Team hat die Salzburger und das Schreiben in und über Salzburg lieben gelernt. Ob literarisch oder journalistisch ist zweitrangig, in einer Stadt, wo man die Inspiration quasi vor der Haustüre findet.