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10 Dinge, die ihr diesen Herbst in Salzburg tun solltet

Wenn sich die Blätter färben und alles einfach schöner wird.

Und plötzlich war der Herbst da! Um euch den Abschied vom Sommer zu versüßen, haben wir eine kleine Bucketlist für den Herbst zusammengestellt. Wenn ihr damit fertig seid, kann der erste Schnee kommen!

#1 Sturm trinken

Herbstzeit ist Sturmzeit. Also nicht der starke Wind, sondern der süße Jungwein, den wir uns wieder reinleeren dürfen, bis wir … naja, ihr wisst es eh! Richtig guten, qualitativen Sturmwein gibt es zum Beispiel beim Ökohof Feldinger im Rochushof.

#2 Auf den Rupertikirtag gehen

Rupertikirtag
Foto: wildbild/Altstadtmarketing

Im September findet das heimliche Jahreshighlight vieler Salzburger*innen statt: der Rupertikirtag in der Altstadt. Bierzeltgaudi, Lebkuchenherzen, Karussell und Unmengen an Stiegl Bier ziehen hier hunderttausende Lederhosen- und Dirndl-Träger*innen an. Ein Besuch ist absolute Pflicht!

#3 Das Hexenloch in Aigen suchen


Wenn sich die Blätter verfärben und es im Wald dämmrig wird, lädt der Aigner zum Grusel-Spaziergang ein. Hier befindet sich nämlich das Hexenloch, eine kleine Felshöhle, die unter Esoterikern als Kraftplatz gilt. Angeblich haben die Illuminati schon im 18. Jahrhundert beim Hexenloch Versammlungen abgehalten. Überzeugt euch selbst!

#4 Elektroboot fahren

Zum Schwimmen ist es jetzt bald zu kalt, aber das heißt noch lange nicht, dass ihr euch vom Wasser trennen müsst! Wir schlagen vor, ihr lasst eure Kindheitserinnerungen wieder aufleben und unternehmt eine Tour mit dem Elektroboot. Für alle, die es noch nicht wissen: Das sind jene elendslangsamen Teile, die schon vor Elron Musks Tesla voll auf Elektromobilität gesetzt haben und bei denen man immer über Bord springen möchte, um von außen anzuschieben. Ausleihen kann man Elektroboote zum Beispiel am Mattsee, wo eine Stunde 10 Euro kostet. Allerdings passen in ein Boot auch vier Personen, also gar nicht mal so teuer!

#5 Das Take The A-Train-Festival besuchen

Eines jener Dinge, die in Salzburg unserer Meinung nach fehlen, sind Walking Concerts. Das sind Konzerte bei denen ein Musiker mit seinem Publikum durch die Stadt wandert. Ihr könnt euch darunter nichts vorstellen? Dann nutzt die Gelegenheit und schaut euch beim Take the A Train Festival am 13. bis 16. September das Treiben am Bahnhof an.

#6 Die Herbstküche auf der Schranne entdecken

Salzburgs größter Wochenmarkt geht mit der Saison. Wenn man dem Herbst also Einzug in die eigene Küche gewähren will, schlendert man donnerstags am Vormittag durch die Standln, verköstigt zwischendurch Sturm und Most und lässt sich von Kürbis und Co zu neuen Kreationen inspirieren. Das ist gsund, regional und saisonal und mehr kann man das Karma eigentlich gar nicht verlangen.

#7 Kastanien und Früchte sammeln

kastanie

Man muss schon ein seltsamer Mensch sein, wenn man beim Anblick der ersten Kastanie des Jahres am Boden nicht irgendeine Art von sentimentaler Rührung verspürt. Wer kein Herz aus Stein hat, hat mehrere Optionen: Entweder aufklauben und im Hosensack herumtragen, bis der Findling ganz ausgetrocknet und verschrumpelt ist, oder irgendetwas daraus machen: Waschmittel zum Beispiel. Das kann übrigens wirklich jeder Depp, weil es so einfach ist: Einfach 5-10 Kastanien sammeln, mit dem Messer vierteln, mit 300ml Wasser in einem Gurkenglas ansetzen, acht Stunden stehen lassen, fertig. Wer will, dass das Waschmittel duftet, der kann ein paar Tropfen ätherisches Öl dazugeben. Wer mit den Kastanien vor dem Verschrumpeln noch eine Deko fürs Eigenheim herstellen möchte, drapiert sie mit Eicheln, Kastanien, Haselnüssen und kleinen Kürbissen in einer Schale. Hat schon Mama früher immer so gemacht.

#8 Sich in Bücherwelten verziehen

Panoramabar in der Stadtbibliothek Salzburg

Seid ehrlich! Ihr seid auch von diesem Schlag Mensch, der Bücher lieber kauft, statt liest. Bücher, die ihr unbedingt haben musstet, aber nie gelesen habt, aber zu eurem Image als intellektuelle Yuccie, Hipster oder sonstwas beitragen. Was eignet sich besser dazu in fremde Welten abzutauchen, als ein verregneter, nasser Herbsttag? Und wenn ihr schon dabei seid: Sortiert eure Bücher im Regal gleich mal nach Farben – so ein Regenbogen im Zimmer hebt die Stimmung und lenkt vom Sauwetter ab. Wer etwas mehr Abwechslung will oder alle Bücher tatsächlich ausgelesen hat (Lügner!), dem sei ein Besuch in der Panoramabar im Obergeschoß der Stadt:Bibliothek in Lehen empfohlen. Von dort aus lässt es sich optimal auf die farbige Stadt hinunterblicken.

#9 Einen Herbstspaziergang machen

Kastanien Sammeln, durchs Laub stapfen und danach einen warmen Kakao im Kaffeehaus trinken – all das ist nie schöner, als im Herbst. Zum Beispiel entlang der Hellbrunner Allee, am Gaisberg oder in Großgmain nach Wolfschwang. Wir haben ein paar schöne Routen für den gepflegten Herbstspaziergang für euch zusammengefasst, die ihr hier findet.

#10 Im leeren Almkanal spazieren gehen

Einmal im Jahr wird der Salzburger Almkanal zur traditionellen „Almabkehr“ trockengelegt und gereinigt. Das ist meistens im September. Dann kann man das Erdreich in Gummistiefeln erkunden und vom Autoreifen übers Fahrrad bis zum Einkaufswagerl alles mögliche entdecken. Die Tour ist abenteuerlich, jedoch nichts für Menschen mit Platzangst.

Matthias Gruber

Matthias Gruber ist ein Ur-Salzburger, der auszog, um Italien und Wien zu erobern. Gern ist er wieder zurückgekommen und macht für das Fräulein Flora wunderschöne Fotos der “Nicht-Nur-Mozartstadt”, die von witzigen Texten begleitet werden.