Regenwetterguide: Was ihr bei Schlechtwetter in Salzburg machen könnt

Salzburg und Regen – diese Kombi ist uns allen nur zu bekannt. Und dennoch sind wir immer wieder ein bisserl enttäuscht, wenn sich die Sonne über der Stadt verzieht und Platz für den Schnürlregen macht. Traurig sein hilft an dieser Stelle aber nix. Was her muss, sind ein paar gute Tipps, wenn es in Salzburg wieder mal wie aus Kübeln schüttet.

Für Tüftler*innen: ein paar Spiele in der Stadtbibliothek ausleihen

Wenn schon daheim sitzen, dann nicht bei der 1000. Partie Uno. In der Stadtbibliothek gibt’s seit kurzem gut 500 Brettspiele, die man sich kostenlos ausleihen kann, und zwar gleich 3 Stück pro Ausweis. Da wird euch nicht so schnell fad und einer Sache beugt ihr noch vor: einer wilden Ansammlung von selten gespielten Spielen, die Platz im Kasten verstopfen. 

Für Fleißige: Ausmisten

Stichwort „Kasten verstopfen“: Sich endlich wieder mal von jenen Dingen zu trennen, die ohnehin nur rumliegen und nie getragen oder verwendet werden steht längt auf der plagenden To-Do-Liste. Jetzt ist es endlich an der Zeit vom Planen ins Tun zu kommen und reinen Schrank zu machen. Zuvor noch die richtige Playlist erstellen und los geht’s. Alles was noch in Schuss und Form ist, darf gerne an Freund*innen weitergegeben oder gespendet werden. Die Caritas freut sich über Kleider- und Sachspenden. Dieses lästige To-Do endlich von der Liste streichen zu können fühlt sich übrigens grandios an.

Für Sportliche: Indoor-Klettern in der Boulderbar

Durchtrainierte, schöne Körper, coole Musik und jede Menge Platz: In der Boulderbar finden Anfänger*innen und Profis die passende Wand. Immerhin stehen euch 1.800 Quadratmeter zur Verfügung. Für alle, die vor dem Loskraxeln gerne wissen wollen, wie das mit diesem Bouldern überhaupt funktioniert, werden regelmäßig Kurse angeboten. Auch für Kinder ab drei Jahren! 

Für Vawoamte: ab 16. August ins Paracelsusbad saunieren gehen

Es.ist.passiert. Das Paracelsusbad sperrt wieder auf, so halb zumindest. Am 16. August sind alle ready, um den Saunabereich und den Außenpool zu öffnen, die restlichen Becken aka Hallenbad kommen im November dazu. Weil wir ja eher Sauna, statt Sonnenwetter haben, sind das die absoluten good news des Jahrzehnts. 

Wer noch bis Herbst Zeit hat: Zum Schwitzen fahren wir ganz gern auch ins Aqua Salza nach Golling. Hier gibt es jede Menge verschiedene Saunen und ein Sonnendeck mit Wasserbetten. Und als Bonus: Die Sauna-Mitarbeiter*innen, die sich um die Aufgüsse kümmern, sind nicht nur sehr nett, sondern auch witztig. Macht nach Renovierungsarbeiten im Herbst wieder auf.

Für Geldige: Stammgast der Zukunft bei der Vollpension Salzburg werden. 

Beim Stadtfest im Juni hat das Generationencafé Vollpension aus Wien Salzburger Luft geschnuppert. Und weil sowieso ganz viele Anfragen kommen, wann sie denn endlich raus aus Wien und rein in die Provinzen kommen, hat sich die Vollpension gedacht: Ja, probieren wir. Aktuell gehen sie der Frage nach, ob Salzburg überhaupt eine Vollpension möchte, ein soziales Café also, bei dem es um die Sichtbarmachung von Altersarmut geht. Und in dem sich Mitarbeiter*innen etwas zu ihrer kleinen Pension dazuverdienen, das Isolation im Alter verringert und in dem man sich ein neues supportsystem aufbauen kann. Wir sind Fans vom Konzept, aber: Damit die Vollpension nach Salzburg kommen kann, braucht es noch bissi über 100 Stammgäste der Zukunft, heißt: Leute, die jetzt in eine Crowdfunding investieren und dann die Freude an am Café haben. Mitmachen!

Für Kreative: Stricken in der Stadtbibliothek 

Die Neue Mitte Lehen in Salzburg ist ein Segen. In der Stadtbibliothek gibt es massig Bücher und andere Medien. Und außerdem Platz für Menschen, die unterschiedliche Dinge machen. Klavier spielen, zum Beispiel. Oder handarbeiten. Jeden Freitag von 14 bis 17 Uhr trifft man sich im Lesezimmer und handwerkt gemeinsam, ganz unverbindlich und kostenlos. Große Liebe!

Für Verliebte: Private Spa im Hotel Gerl

Das Hotel Gerl am Walserberg hat einen sehr edlen Spabereich, der auch privat gemietet werden kann. Und wir meinen damit wirklich nur für euch alleine. Ob ihr jemanden mitnehmen wollt, ist euch überlassen, aber auf jeden Fall erwarten euch 200 Quadratmeter Wellness mit Massage, finnischer Sauna, Ziegenmilchbad und allem, was dazugehört. Dafür müsst ihr im Hotel nicht einmal Gast sein. Perfekt für alle, die es gerne ruhiger angehen!

Für Neugierige: Was Neues lernen

Normalerweise suchen wir eh immer nach dem nächsten sozialen Kick. Zeit, um neue Dinge auszuprobieren kommt viel zu selten. Auch, weil ein Lernprozess dauert und zumindest anfangs wenig lohnend ist, Stichwort: kein schnelles Dopamin. Wir haben uns aber bewusst angeschaut, was man in Salzburg denn wo Neues lernen kann und pflichtbewusst diesen wunderbaren Übersichtsartikel geschrieben. 

Für Möchtegern-Kunstvermittler*innen: Kunst schauen – wir haben gescoutet

Kunst, finden wir, ist nicht einfach. Die muss man sich erarbeiten. Ein Motivationsschwung hat uns in die Residenzgalerie getrieben. Dort haben wir lang und intensiv mit der Ausstellung FACE TO FACE – österreichische Porträtmalerei im 19. Jahrhundert auseinandergesetzt und einen Beitrag dazu geschrieben. Große Empfehlung! Am Weg dahin kommt ihr (mit Regenschirm) auch an einem gigantischen Kunstwerk am Residenzplatz vorbei: Secret Garden von Jaume Plensa heißen die fünf riesigen Frauenköpfe, die sich da auf einem sehr männlich dominierten Platz tummeln. 

Für Zuhörer*innen: unseren lokaljournalistischen Podcast hören

Seit acht Folgen setzen wir uns mit Katja Ilnizki wöchentlich zusammen und erzählen uns die News der Woche. In unserer lokaljournalistischen Meinungsoffensive SALZBURG – WAS GEHT? reden wir über politische Themen, über Wirtschaft in Salzburg, über soziale Sachen und machen eine Einordnung der Geschehnisse der Woche. Hört euch an, was in Salzburg passiert – aufgenommen haben wir es sowieso. Dann wird’s nicht schlecht. 

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