Essen & Trinken

10 Lokale, die sich einen (Vor)Namen gemacht haben

Das Kind äh Lokal beim Namen nennen

Warumheißen Salzburgs Lokale so, wie sie heißen? Vor Jahren haben wir mal eine Serie gestartet, um dem Ursprung der Lokalnamen auf die Schliche zu kommen. Heute sind wir mit der Fülle der Vornamens-Möglichkeiten so überfordert, dass es nur mehr für eine Übersichtsliste reicht.

#1 Der Josef aus der E-Vorstadt

Der Josef ist der zweitjüngste unserer Aufzählung. Aufgemacht hat das Pop Up-Restaurant mitten in der Corona-Hochzeit, letzten Sommer, ein bisschen aus der Not heraus. Im dazugehörigen Hotel Brunauer in der Elisabeth-Vorstadt kamen kaum Gäste, war ja alles nicht möglich. Also hat man sich auf die Salzburger*innen konzentriert. Im wunderschönen Garten, hinter dem Hotel, wurden zehn Tische aufgestellt und ein entspanntes Garten-Dinner ermöglicht. Was letztes Jahr ein Test war, wurde heuer Tradition. Der Outdoor-Josef hat den ganzen Sommer offen, dann übernimmt der Indoor-Josef. Und es zahlt sich aus, ihm einen Besuch abzustatten. Josef, der Name, kommt übrigens vom Namensgeber des Hotel Brunauer, der den selben Vornamen trägt.

Josef Indoor Restaurant

Open Air Restaurant by Josef
Elisabethstraße 45a
5020 Salzburg

#2 Der g’standene Xaver aus Salzburg Süd

In der Alpenstraße lopfen wir bei Xaver an. Der wohnt zwar in einem Einkaufszentrum, ist aber ansonsten ein Herr mit Stil: Das Lokal fällt ähnlich wie die Fuxn oder die Trumerei in die Kategorie „Modernes Qualitäts-Wirtshaus“. Will heißen: Im Xaver kann man sehr gut essen und trinken und das zu einem akzeptablen Preis.

Über die Herkunft des Namens klärt uns Wirtin Michaela Lindner auf. Eigentlich wollte sie das Lokal Franz nennen: nach ihrem Vater. Der Name war aber in Salzburg schon vergeben, also entschied sie sich kurzerhand für Xaver und zwar „weil ihr das gerade eingefallen ist und das auch ein schöner alter Name ist“. Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen.

Xaver: Café, Küche, Bar
Alpenstraße 107
5020 Salzburg

#3 Der Ludwig aus der Linzer Gasse

Wenn ein Lokal „Burger-Restaurant“ heißt, kann man davon ausgehen, dass es gute Burger gibt. Im Fall vom Ludwig stimmt das schon mal. Praktisch ist hier aber auch, dass man seine veganen und vegetarischen Freunde, Omas und Onkels mitnehmen kann. Weil beim Ludwig gibt’s auch Superfood und Baked Beans und Salate und Veggie-Burger. Hier setzt man auf Regionalität und bezieht z.B. Fleisch, Brioche-Buns und Käse aus der Region. Tipp: Zuerst den Bacon & Onion-Burger reinziehen und zum Abschluss ein Stück Cheesecake gönnen. Wir haben übrigens dort mal selber Burger gemacht und das wollen wir euch nicht vorenthalten.

Ludwig
Linzergasse 39
5020 Salzburg

#4 Der tierliebe GustaV aus dem Andräviertel

Wir ziehen weiter und besuchen GustaV. Der lebt vegan und hat sich im Andräviertel angesiedelt. In dem veganen Bistro sucht man vergeblich nach Dingen, die sich schon einmal in oder an einem Tier befunden haben. Dafür gibt es im GustaV Kaffee von 220°, köstliche Frühstücksvarianten und am Nachmittag Snacks und Kuchen. Zu den Besonderheiten des Hauses zählt das Peda Cola, das überhaupt nicht wie Cola aussieht und Vurst, die komplett ohne Fleisch auskommt.

Hinter GustaV steht übrigens Denise, die sich mit dem veganen Bistro einen Traum erfüllt hat. Wir haben sie nach dem Namen gefragt und eine naheliegende Antwort erhalten: Das V steht für Vegan und der Rest für den Gusta, den man mitbringen soll, wenn man zu ihr kommt! Einen Gustav kennt sie persönlich übrigens nicht.

gustaV_salzburg

GustaV – Café und Bistro
Wolf-Dietrich-Straße-33
5020 Salzburg

#5 Der fleischfressende Franz aus Bergheim

Wenn wir eines wissen, dann ist es, dass GustaV und Franz in diesem Leben keine Freunde mehr werden. Während nämlich im GustaV sogar die Wurst aus Gemüse ist, hat man im Franz vor lauter Fleisch-Hunger gleich noch eine Metzgerei ans Wirtshaus drangehängt. Haters gonna hate, alle anderen können vor den Stadtgrenzen Salzburgs völlig enthemmt ihrer Fleischeslust frönen – und das in gemütlicher Wirtshaus-Atmosphäre! Der Kellner erzählt uns, dass der Name Franz auf den seit Generationen überlieferten Vornamen der Inhaber zurückeht. Egal wann: bei den Gmachls hieß immer einer Franz. Auch hier beruft man sich also ganz dem Zeitgeist gemäß auf Alt-Überlieftertes.

Franz: Das bierige Wirtshaus in Bergheim bei Salzburg
Dorfstraße 35
5101 Bergheim

#6 Der Weana Johann vom Bahnhofsviertel

Die Herren Nestroy, Krankl und Strauss werfen die Frage auf: Kann man als Wiener überhaupt anders heißen als Johann? Das haben sich offenbar auch die Besitzer des Café Johann am Salzburger Hauptbahnhof gedacht. Das Johann soll nämlich Wiener Kaffeehausfeeling nach Salzburg bringen. Dementsprechend stehen auf der Speisekarte Apfelstrudel, Einspänner, Tafelspitz und Würstl mit Gulaschsaft. Insgesamt fällt das Johann vermutlich nicht in die Rubrik Stammcafé, ist aber definitiv eine sehr gute Option, um die Wartezeit auf den nächsten Zug nach Wien zu verkürzen.

Johann: Wiener Café und Restaurant
Südtirolerplatz 1
5020 Salzburg

#7 Der Wolfgang vom Flughafen

Was hama gerade gehabt? Genau, den Johann. Der ist friends mit Wolfgang, den es seit kurz vor Corona am Flughafen gibt. Das ehemalige Self Service-Restaurant hat sich gemausert und ist jetzt ein Lokal mit Geschmack. Dieser ist in erster Linie mediterran, weil: Die Tapas vom Wolfgang sind wirklich sehr, sehr gut. Außerdem gibt es eine riesige Terrasse und einen Outdoor-Grill. Wer beim Wolfgang schmaust, zahlt fürs Parken nix – zur Info. Warum der Wolfgang Wolfgang heißt? Weil unser kleiner, geschätzter Flughafen der Wolfgang Amadeus Mozart-Flughafen ist. Und Amadeus wäre zu kitschig gewesen.

Das Wolfgang Panorama Lounge
Innsbrucker Bundesstraße 95/ 2.OG
5020 Salzburg

#8 Der Herr Leopold in der Altstadt

Der Herr Leopold thront mitten in der Altstadt und hat uns schon den ein oder anderen Sonntag ohne Kaffee gerettet. Und passt namensmäßig perfekt zum Wolferl und zum Johann. Wenn man so nachdenkt, wirkt das Ganze wie ein echter Wien-Kult. Zufall? Egal, im Leopold gibt es Kaffee, Kuchen und kleine Jausn, zum Drinnen- und Draußenessen. Für uns ganz wichtig: Der Leopold ist nicht faul und hat am Sonntag offen, von 9.00 bis 18.00 Uhr. Sollte man im Hinterkopf behalten, für den Fall der sonntäglichen Herbergssuche in Salzburg.

Herr Leopold
Wiener-Philharmoniker-Gasse 1
5020 Salzburg

#9 Hugo vom Hauptbahnhof

Ok, der Hugo heißt eigentlich nicht Hugo, sondern Hu:goes14 und ist die Rooftop-Bar vom Hotel ARTE, direkt beim Hauptbahnhof. Der Hugo hat viele Vorzüge, allen voran die Liftfahrt in den 14. Stock, dort, wo die Bar einen perfekten Ausblick auf Salzburg bietet – Festung, St.-Julien-Straße, alle Gutsies eben. Hu:goes14 hat einen berühmten Namensgeber, no na, und der hat 1920 die Salzburger Festspiele erfunden. Hat also nix mit möglichen Hugo-Varianten zu tun. Schade.

Hu:goes14
Rainerstraße 28
5020 Salzburg

#10 Die Josepha aus dem Badergäßchen

Josepha – ist das die Schwester vom Josef? Vielleicht weit entfernte Cousins, wer würde denn seine Kinder gleich nennen? So sind die beiden auch räumlich getrennt zu finden: Der Josef in der E-Vorstadt, die Josepha in der Altstadt, im Badergäßchen. Ehrlich gesagt haben wir die Josepha noch nicht kennengelernt, deswegen halten wir uns an dieser Stelle kurz. Auf der Webseite steht, dass es mehr als ein Heuriger ist: Spritzer, Brot mit Aufstrich, sehr gut. Wir sind auf jeden Fall gespannt aufs Kennenlernen.

Josepha

Badergäßchen 2
5020 Salzburg

Hat studiert, als man in der Uni noch rauchen durfte und macht seitdem immer irgendwas mit Medien. Bei Fräulein Flora hat er endlich einen Arbeitsplatz gefunden, an dem er sich nicht täglich heulend im Klo einsperren möchte. Und bleibt deshalb noch ein bisschen.

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