Sonnenuntergang-Salzburg
Rausgehen

Die schönsten Sonnenuntergangs-Plätze

Nicht nur was für Romantiker*innen.

Den Sonnenuntergang mag komischerweise jeder. Zumindest haben wir noch nie jemanden sagen gehört: „Na wäh, da mach ich immer die Augen zu!“ In Salzburg gibt es ein paar Platzerl, an denen man es sich bei schummrigem Abendlicht ganz besonders gemütlich machen kann. Wir haben ein paar Archiv-Fotos ausgegraben und zeigen euch unsere Lieblingsplätze zum Sonnenuntegang-Schauen.

Der Klassiker: Sonnenuntergang am Gaisberg

Es gibt zahllose amerikanische Filme und TV-Serien, in denen verknallte 17-Jährige zu irgendwelchen Liebesfelsen fahren, um im Auto ihrer Eltern rumzumachen. In Salzburg wäre dieser „Teenager-werden-Mütter-Felsen“ höchstwahrscheinlich der Gaisberg. Ganz oben am Gipfel, wo untertags die Paragleiter starten, wird es bei Sonnenuntergang besonders romantisch. Wahlweise mitzubringen sind: eine Decke, ein paar Flaschen Bier, eine nette Begleitung oder ein gutes Buch. Besonderer Bonus am Gaisberg: Man sieht hier über die gesamte Stadt und bis ins Tennengebirge. Tipp: Unbedingt eine warme Jacke mitnehmen. Am Gipfel vom Gaisberg wird es auch im Sommer relativ schnell kalt und keiner will sich die romantische Stimmung durch Frieren versauen.

Der Gemütliche: Sonnenuntergang am Mönchsberg

Die urbanere Alternative zum Gaisberg-Gipfel ist der Mönchsberg. Hier gibt es gleich mehrere Orte, an denen man der Sonne besonders gut beim Untergehen zusehen kann. Unser Favorit ist die Pallottinerwiese in Mülln. Von hier aus blickt man über die Salzburger Neustadt und es gibt haufenweise schöne Bankerl und Mauervorsrpünge, auf denen man es sich gemütlich machen kann. Die Wiese selbst muss man sich im Hochsommer mit einer Herde Kühe teilen. Tipp: Vor dem Aufstieg beim Müllnerbräu ein Sechsertragerl Bräustübl-Bier kaufen und eine Jause mitnehmen.

Der Außenseiter: Sonnenuntergang am Bürglstein

Sonnenuntergang-Salzburg-Bürglstein

Der Bürglstein war einst ein überlaufenes Sonntagsziel der Salzburger*innen. Heute fristet er ein einsames Dasein am Rande des Äußeren Steins. Mit seinen mickrigen 400 Metern Höhe wird ihm meistens nicht mal ein Platz unter Salzburgs Stadtbergen zugesprochen. Zu Unrecht, finden wir. Im Schatten des Kapuzinerbergs muss man den unscheinbaren Pfad zum Gipfel zwischen Volksgarten und Arenbergstraße erst einmal suchen. Hat man ihn gefunden, offenbart sich Salzburg zwischen Bäumen und Sträuchern. Der Blick fällt genau in den Westen – dahin, wo die Sonne untergeht.

Irgendwie gut zu wissen: Wann geht in Salzburg die Sonne unter?

Hätten wir spontan gar nicht beantworten können. Weil es aber nichts gibt, was es im Internet nicht gibt, haben wir eine Webseite namens Sunrise and Sunset gefunden, die genau diese Frage beantwortet – und zwar für jeden Tag auf die Minute. Zur Orientierung hier die ungefähren Zahlen für den Sommer:

April: 19.40-20.15 Uhr
Mai: 20.20-21.00 Uhr

Juni: 21.00-21.10 Uhr
Juli: 20.40-21.10 Uhr
August: 19.50-20.40 Uhr
September: 18.45-19.45 Uhr

Der Fernweh-Tröster: Sonnenuntergang an der Glan

Eine ganz besondere Kombination aus Romantik und Fernweh ermöglicht euch das einsame Bankerl an der Glan, ganz in der Nähe des Schwarzgrabenweges. Hier könnt ihr nämlich nicht nur der Sonne beim Untergehen zuschauen, sondern gleichzeitig auch den Flugzeugen beim Starten und Landen nachwinken. Ein traumhafter Ort für alle, die mal eben dem Alltag entfliehen wollen, denen aber grad nicht das notwendige Kleingeld für eine Fernreise fehlt. Tipp: Einfach mit dem Radl der Glan entlang rausfahren. Vielleicht eine der schönsten Radtouren Salzburgs.

Der Abenteurer: Sonnenuntergang am Rainberg

Eigentlich dürfen wir ja nicht über den Rainberg schreiben, weil es verboten ist, raufzugehen. Viele Salzburger Jugendliche sehen das traditionsgemäß anders und wagen sich trotzdem immer wieder auf den Berg. Oben wartet nämlich ein Stück Wildnis mitten in der Stadt. Am höchsten Punkt des Berges hat man außerdem einen traumhaft schönen Blick auf die untergehende Sonne. Achtung: Seit sich ein paar Unbekannte damit begonnen haben, Bierflaschen vom Berg zu werfen (sehr schlau!), kontrolliert die Stadt immer wieder recht streng am Berg – leider zurecht.

Der Spirituelle: Sonnenuntergang in Maria Plain

Sonnenuntergang-Salzburg_Maria Plain

Wie viele andere Salzburger Kinder wurden auch wir von unseren Eltern auf den Plainberg gejagt. Versöhnliches Ende dieser Sonntagsausflüge war dann immer das kleine mechanische Theater in der Auslage des verstaubten Souvenirgeschäftes. Das gibt es übrigens noch immer und mittlerweile gehen wir sogar wieder freiwillig nach Maria Plain spazieren. Ein Grund dafür ist die wunderschöne Wiese vor der Kirche, auf der man – ihr erratet es schon – einen spektakulären Sonnenuntergang zu sehen bekommt. Wenn man schon mal da ist, kann man sich übrigens auch gleich die Kirche mit dem berühmten Gnadenbild Maria Plain anschauen. Amen!

Der Entfernte: Sonnenuntergang am Ellmaustein

ellmaustein

Mit einem Blick auf die untergehende Sonne, Berge und einen See kann die Stadt Salzburg leider nicht dienen. Dazu muss man schon etwas weiter rausfahren. Nach Fuschl zum Beispiel, wo auf dem Ellmaustein ein Sonnenuntergang der besonderen Art auf euch wartet. Der Hausberg der Fuschler*innen ist bei knackigem Tempo in einer halben Stunde bezwungen und bietet einen herrlich-schönen Blick auf den Fuschlsee. Und auch so ist der Ellmaustein im Sommer ein nettes Ausflugsziel.

Matthias Gruber

Matthias Gruber ist ein Ur-Salzburger, der auszog, um Italien und Wien zu erobern. Gern ist er wieder zurückgekommen und macht für das Fräulein Flora wunderschöne Fotos der “Nicht-Nur-Mozartstadt”, die von witzigen Texten begleitet werden.

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