10 schöne Platzl zum Entspannen und Biertrinken im Freien

Zum Glücklichsein im Alltag braucht es eigentlich nicht viel: ein kaltes Getränk, ein lauschiges Plätzchen und nette Gesellschaft. Und damit dieses Glück alle erleben können, haben wir eine Liste der gmiatlichsten Platzerl im Freien für euch zusammengestellt.

Der Überfuhrsteg: Salzburger Betonliebe

Das Knacken von Bierdosen, der süßliche Duft von Gras und das meditative Strömen der Salzach sind eure ständigen Begleiter, wenn ihr euch am Überfuhrsteg niederlasst, einem gemütlichen Stück Erde, das schon Generationen von Salzburger*innen als Treffpunkt dient. Vor allem an Sommerabenden ist hier immer viel los. Der Name stammt übrigens vom früheren Fährbetrieb an dieser Stelle.

Foto: Raffael Stiborek

Der Almkanal: Freund der Jugend

Der Almkanal ist Salzburgs blaue Ader zum Baden, Surfen, Schlauchbootfahren und Spaß haben an heißen Tagen. Renitente Senior*innen und quietschende Kleinkinder trifft man hier eher selten, dafür nutzt Salzburgs Jugend das kühle Nass an vielen Stellen zum Schwimmen. Man muss aber nicht reingehen, bei einem Bier am Ufer sitzen und die Füße im Wasser baumeln lassen, ist eine absolut vernünftige Alternative. Besonders beliebt sind die Abschnitte am Santnerweg oder zwischen Leopoldskron und Donnenbergpark.

Foto: Raffael Stiborek

Der Sperrbogen bei der Mittelstation der Festungsbahn: Historisch wertvoll

An der Mittelstation der Festungsbahn ist die Mauer, die den Aufstieg zur Festung begleitet, nicht mehr hoch. Gerade so hoch, dass man noch mühelos raufklettern und dem Tag beim Schwinden zuschauen kann. Mit der Festung im Rücken und Salzburg unter den Füßen lässt es sich auch am schönsten entspannen. Vor allem abends, wenn sich die Festungsbesucher*innen wieder in die Ebene der Stadt verzogen haben und ihr fernes Menschenmurmeln die abendromantische Szenerie unaufdringlich abrundet. Dann mutiert das Salzburg unter den Füßen zu einem kitschigen Meer aus Lichtern, das jedes nichtige und weniger nichtige Alltagsproblemchen in der friedfertigen Geräuschkulisse zum Schweigen bringt.

Der Bürglstein: Geschichtsträchtiger Geheimtipp

Der Bürglstein hat eine bewegte Geschichte. Ganz früher soll sich hier ein römischer Friedhof befunden haben. Die Hände eines geschäftstüchtigen Kunstgärtners haben dann im 19. Jahrhundert einen Englischen Garten aus dem bescheidenen Stadthügel gezaubert. Diese Zeiten sind vorbei, heute wuchern hier wilder Wald und Wiese. Und das ist auch gut so: Weil er aus dem kollektiven Gedächtnis der Salzburger*innen beinahe verschwunden ist, ist der Bürglstein neben dem Unfallkrankenhaus ein Insidertipp und gerade richtig für die oft eintretende Menschenscheue nach einem langen Arbeitstag.

Sonnenuntergang Bürglstein

Ein wichtiger Hinweis

Schöne Plätze bleiben nur schön, wenn alle sich an die Basics halten: Keinen Müll liegen lassen, auf die Natur und die Anrainer Rücksicht nehmen, sich nicht wie ein Arschloch aufführen! Wissen wir eh … und halten uns bitte auch daran!

Der Tierpark in Leopoldskron: Flamingos und andere Vögel

Dass das Schloss Leopoldskron in Sound of Music stolze Filmkulisse und Salzburgs größter Hollywoodexport ist, stellt den herzigen Tierpark beim Wolfgang-Schaffler-Weg oft etwas in den Schatten. Aber vielleicht ist das auch besser so, denn so können die etwas blassen Flamingos sich ungestört ihrem tierischen Dasein widmen. Wer nach Arbeitsende keine Touristenscharen in Memoriam Familie Trapp sehen mag, sondern eh lieber lustige rosarote Vögel, wird sich dort wohlfühlen. Völlig gleichgültig gegenüber allem Geschehen wird in dem kleinen Teich geschnattert, gestackst und geflattert. Und allein Zeug*in dieser Unbeschwertheit zu werden, macht den Kopf gleich leichter.

Die Flamingos im Tierpark

Der Glanspitz: Vorstadtromantik am Wasser

Etwas sportlicher geht es am Glanspitz her. Dort, wo Glan und Salzach bei der Sohlstufe Lehen zusammenlaufen, treffen sich abends Inlineskater*innen, Slackliner*innen und Kampfkünstler*innen und nutzen den kleinen Park als willkommene Bühne. Ganz umrandet von Bäumen kommt man hier durchaus auch in Outback-Stimmung. Bänke und Tische gibt es zur Genüge und Einsamkeit kommt inmitten der geselligen Freizeitsportler*innen auch keine auf. Am gemütlichsten finden wir es aber direkt an der Glan, wo wir unser Bier im Wasser kühlen. Wer aber die dritte Runde aus dem Wasser fischen will, gebe gut Acht: Die Böschung ist steil und etwas matschig und unseren Übermut haben wir mit nassen Füßen büßen müssen.

Basteiweg am Kapuzinerberg: Ab in die Stadtwildnis

Noch so ein gemütliches Plätzchen mit Aussicht. Am Basteiweg am Kapuzinerberg trifft man am frühen Abend bis auf ein paar Wanderer und übermotivierte Jogger*innen eigentlich kaum jemanden. Ideal, um ein Lager aufzuschlagen und der Sonne beim Verschwinden hinter dem Mönchsberg zuzusehen.

Die Pallottinerwiese am Mönchsberg: Fürs romantische Date

Ein gemütliches Plätzchen mit Potenzial für spontane Heiratsanträge oder Liebesbekundungen ist die Pallottinerwiese in Mülln. Wenn nicht gerade Kühe weiden habt ihr hier im hohen Gras den besten Blick auf die untergehende Sonne. Das Bier kann man praktischerweise  im direkt unterhalb gelegenen Müllnerbräu besorgen.

Coole Rodelbahnen rund um Salzburg

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Maria Plain: Für Spirituelle

Bei einem Ausflug nach Maria Plain kann man schon ein bisschen ins Grübeln und Philosophieren kommen. Vielleicht liegt es an dem Naturfriedhof, der sich hier in den letzten Jahren ziemlich rasch ausdehnt. Oder an dem Vibe der Wallfahrtskirche mit Kreuzweg. Abgesehen davon ist Maria Plain auch ein wunderschönes Plätzchen, um hier bei einem Picknick seine Abende zu verbringen. Weil carpe diem und so.

Sonnenuntergang-Salzburg_Maria Plain

Die Geisterstadt Fürstenbrunn: Für Abenteurer*innen

Ok, bevor ihr jetzt allzu hohe Erwartungen habt: Die Geisterstadt am Untersberg ist weder besonders gruselig noch eine verlassene Stadt. Es handelt sich um ein stillgelegtes Steinbruchgelände, in dem die Natur langsam wieder ihr Reich zurückerobert. Auf den glatten Steinplatten lässt es sich aber herrlich lagern und entspannen. Allerdings müsst oder dürft ihr dafür eine kurze Wanderung in Kauf nehmen. Wie man in die Geisterstadt kommt, haben wir hier für euch zusammengeschrieben.

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Homestory: Zu Besuch bei der Musikerin Elisabeth Wirth

„Wow – ist der schööön!“ Mit diesen Worten starten wir in Homestory Nummer vier. Unsere Faszination gilt dem gefühlt längsten Esstisch, den wir je gesehen haben. Diesmal durften wir Elisabeth Wirth daheim besuchen. Sie ist Mama von zwei Buben, verheiratet mit einem Musiker – den hat sie, Überraschung!, während ihrem Instrumentalstudium kennengelernt. Beruflich ist sie als Lehrbeauftragte am Musikum und am Mozarteum tätig. Und im vergangenen Jahr, da hat sie, gemeinsam mit Anne-Suse Enssle und Franziska Wallner, den Verein Jede*r Frau gegründet. Eine Kulturinitiative, die sich für mehr Vielfalt und Geschlechtergerechtigkeit in der Kulturszene einsetzt.

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