biertrinken im freien
Essen & Trinken Rausgehen

Die schönsten Orte zum Biertrinken im Freien

Bier + frische Luft = Geil.

Tausche Gastgarten gegen schönen Platz im Freien.

Zum Glücklichsein im Alltag braucht es eigentlich nicht viel: ein Bier, noch ein Bier, ein lauschiges Plätzchen und nette Gesellschaft. Und damit dieses Glück auch alle ganz einfach erfahren können, hier eine Liste der schönsten Plätze fürs Afterwork-Bier in Salzburg.

Die alte Pulvermühle

Hierher wären wir als Kinder gerne mit dem Fahrrad gefahren und hätten uns stundenlang in Entdeckerspielen verloren. Aber da wir dieser Zeit mittlerweile entwachsen sind, bleibt uns nichts anderes übrig, als die alte Pulvermühle beim Wilhelm-Backhaus-Weg für ihren Abenteurercharme zu lieben. Ganz gemächlich fließt der Almkanal neben der Mühle her und man möchte die computertastaturgeschundenen Hände am liebsten in das ruhige Wasser stecken und vom erfrischenden Wasser umschmeicheln lassen. Bei der alten Pulvermühle kann man das auch: Die Location wird nur ab und an von wohlgesinnten Walker*innen und Hundebesitzer*innen durchkreuzt, die aber, wie auch jede*r, beim Anblick des plätschernden Almkanals eh nicht anders können, als einen freundlich anzulächeln.

Der Torbogen bei der Mittelstation der Festungsbahn

Wo sich Mönchsberg und Oskar-Kokoschka-Weg scheiden, ist die Mauer, die den Aufstieg zur Festung begleitet, nicht mehr hoch. Gerade so hoch, dass man noch mühelos raufklettern und dem Tag beim Schwinden zuschauen kann. Mit der Festung im Rücken und Salzburg unter den Füßen lässt es sich auch am schönsten Seele und Beine baumeln lassen. Vor allem abends, wenn sich die Festungsbesucher*innen wieder in die Ebene der Stadt verzogen haben und ihr fernes Menschenmurmeln die abendromantische Szenerie unaufdringlich abrundet. Dann mutiert das Salzburg unter den Füßen zu einem kitschigen Meer aus Lichtern, das jedes nichtige und weniger nichtige Alltagsproblemchen in der friedfertigen Geräuschkulisse zum Schweigen bringt.

Der Bürglstein

Früher ist hier Salzburgs Dekadenz über präparierte Wege flaniert. Die Hände eines Kunstgärtners haben im 19. Jahrhundert einen Englischen Garten aus dem bescheidenen Stadthügel gezaubert. Diese Zeiten sind vorbei, heute wuchern hier wilder Wald und Wiese. Und das ist auch gut so: Weil er aus dem kollektiven Gedächtnis der Salzburger beinahe verschwunden ist, ist der Bürglstein neben dem Unfallkrankenhaus ein Insidertipp und gerade richtig für die oft eintretende Menschenscheue nach einem langen Arbeitstag.

Passt’s mal auf: Wir appellieren wie immer an euren Hausverstand, euren Müll nicht wie komplette Asis einfach liegen zu lassen. Bitte alles zamsammeln und auch wieder mitnehmen!

Anstrengend ist es keineswegs, den bescheidenen Gipfel über einen schmalen Pfad zu erklimmen und der Blick Richtung Festung und Altstadt ist, weil etwas verwachsen, beinahe mystisch. Wer auf Zauberwälder steht, wird dieses Plätzchen lieben.

Der Tierpark bei Leopoldskron

Dass das Schloss Leopoldskron in Sound of Music stolze Filmkulisse und Salzburgs größter Hollywoodexport ist, stellt den herzigen Tierpark beim Wolfgang-Schaffler-Weg oft etwas in den Schatten. Aber vielleicht ist das auch besser so, denn so können die etwas blassen Flamingos sich ungestört ihrem tierischen Dasein widmen. Wer nach Arbeitsende ohnehin keine Touristenscharen in Memoriam Familie Trapp sehen mag, sondern eh lieber lustige rosarote Vögel, wird sich dort wohlfühlen. Völlig gleichgültig gegenüber allem Geschehen wird in dem kleinen Teich geschnattert, gestackst und geflattert. Und allein Zeug*in dieser Unbeschwertheit zu werden, macht den Kopf gleich leichter.

Der Glanspitz

Etwas sportlicher geht es am Glanspitz her. Dort, wo Glan und Salzach bei der Sohlstufe Lehen zusammenlaufen, treffen sich abends Inlineskater*innen, Slackliner*innen und Kampfkünstler*innen und nutzen den kleinen Park als willkommene Bühne. Ganz umrandet von Bäumen kommt man hier durchaus auch in Outback-Stimmung. Bänke und Tische gibt es zur Genüge und Einsamkeit kommt inmitten der geselligen Freizeitsportler*innen auch keine auf. Am gemütlichsten finden wir es aber direkt an der Glan, wo wir unser Bier im Wasser kühlen. Wer aber die dritte Runde aus dem Wasser fischen will, gebe gut Acht: Die Böschung ist steil und etwas matschig und unseren Übermut haben wir mit nassen Füßen büßen müssen.

Der Überfuhrsteg

Am Überfuhrsteg fühlen sich die Wasserliebhaber*innen unter euch wahrscheinlich am wohlsten, die, weil Arbeit und Verpflichtungen, nicht eben mal schnell ans Meer fahren können. An Sonnentagen ist der Beton in der Stegmitte angenehm erwärmt und auch ganz gemütlich. Mit warmem Arsch lässt es sich ohnehin viel besser Fernweh zelebrieren.

Veronika Ellecosta

Veronika Ellecosta wohnt, studiert und arbeitet mittlerweile in München, ist aber nach wie vor in Salzburg und einen Salzburger verliebt. Gerne ist sie auch zuhause jenseits des Brenners. So fährt sie halt viel Zug und hat bemerkt, dass man dabei eigentlich auch ganz gut schreiben kann.