Langlaufen-Faistenau
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Langlaufen lernen in Faistenau

Das Langlauf-Eldorado Faistenau bietet traumhafte Loipen für Anfänger und Fortgeschrittene.

Nur wenige Öffi-Minuten von Salzburg entfernt liegt das Langlauf-Eldorado Faistenau. Wir haben es gemeinsam mit Fräulein-LeserInnen besucht und jede Menge Tipps für Einsteiger gesammelt. Vom Skiverleih bis zur Wahl der richtigen Loipe für Anfänger: So geht Langlaufen in Faistenau.

Anreise: So kommt ihr kostenlos nach Faistenau

First things first: Wer nach Faistenau zum Langlaufen fahren will, braucht kein Auto. Mit dem Salzburg Verkehr kommt man von der Stadt mit Bus 150 oder 155 hin. Beide fahren vom Bahnhof oder Mirabellplatz weg – über die Uhrzeiten informiert die Salzburg Verkehr App. Und das Beste: Für Langläufer ist der Bus im Winter kostenlos. Ihr müsst nur dem Fahrer sagen, dass ihr in Faistenau Langlaufen geht, dann bekommt ihr ein Gratis-Ticket. Ziemlich nice!

Ausrüstung ausleihen

In Faistenau steigt ihr bei der Haltestelle Mechaniker Wörndl aus und geht ein paar Meter zum Sportgeschäft Sport Auer, wo ihr euch Langlaufski ausleihen könnt – sofern ihr noch keine besitzt. Der Verleih selbst dauert zwei Minuten und kostet zwischen 13 und 16 Euro, je nachdem, wie lange ihr fahren wollt. Jetzt müsst ihr euch entscheiden: Klassisch oder Skating. Wer noch nie auf Langlaufski gestanden ist, sollte mit klassischem Langlaufen beginnen, Skaten schaut nämlich voll super aus, ist aber auch ziemlich schwierig. Außer ihr seid ausgesprochen gute Eisläufer oder Rollerblader, dann könnt ihr euch gleich ans Skaten wagen. Habt ihr eure Wahl getroffen? Dann schnappt euch die Ski und steigt in die Loipe ein. Für Anfänger empfiehlt es sich, als Einsteigspunkt den Sportplatz hinter der Kirche im Zentrum von Faistenau zu wählen. Dort geht es etwas flacher los. Um dort hin zu kommen, müsst ihr einfach vom Sport Auer 5 Minuten Richtung Dorfzentrum spazieren.

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Langlauftechnik lernen

Gehört haben wir alle möglichen Gruselgeschichten übers Bergab-Fahren mit Langlaufskiern, über Doppelstockfahren und Einbeingleiten. Wovor wir aber beinharten Respekt hatten: dem Muskelkater am Tag danach. Damit der nicht so zach wird, hat uns Josef von Nordic Fun alle möglichen Aufwärmübungen machen lassen und uns die richtige Technik erklärt. In circa einer Stunde Coaching hat er uns alles beigebracht, was man für den Start in der Loipe wissen muss. Wer noch nie Langlaufen war, sollte dieses Training ernsthaft in Betracht ziehen. Man kann aber natürlich auch die Ski anschnallen und einfach loslaufen. Wie ihr wollt!

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Die richtige Loipe wählen

Fertig aufgewärmt? Dann könnt ihr jetzt loslaufen. Vom Einstiegspunkt bei der Schule gibt es fünf verschiedene Loipen, zwischen denen ihr wählen könnt. Es gibt sogar eine Nachtloipe, die bis 21 Uhr beleuchtet ist. Wir haben uns zum Einsteig an die 4,2 Kilometer lange Oberascher Loipe gewagt. Das war genau richtig für unser Niveau. Wenn euch das zu Kindergeburtstag ist, könnt ihr euch aber gleich an heftigere Routen wagen. Alle Loipen findet ihr im Detail beschrieben auf der Webseite von Faistenau.

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Après Ski

Ziemlich cool ist in Faistenau auch die post-sportive-Phase. Direkt beim Sportplatz, wo wir losgelaufen sind, gibt es einen Imbiss, bei dem ihr Bier, Radler, Kaffee und selbstgemachte Krapfen bekommt. Und das beste: Die Bierbänke an der Hauswand, auf denen man sich beim Wegdösen die Sonne ins Gesicht scheinen lassen kann. Es gibt keinen schöneren Ort.

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Fazit

Als wir diese Stadtflucht an unsere LeserInnen ausgeschrieben haben, waren wir nicht sicher, ob sich genug junge Salzburger für das Thema interessieren würden. Doch es war genau das Gegenteil der Fall: Wir hätten mit den Anmeldungen einen ganzen Bus füllen können und mussten leider vielen LeserInnen absagen (so sorry!!!). Was uns in der Annahme bestärkt, dass Langlaufen derzeit ziemlich abgeht. Auch in der Loipe bestätigt sich das: Alt und Jung wuseln in der Sonne herum, skaten, fetzen klassisch über den Schnee. Probiert es aus: It’s a thing!

Wo wir sonst so waren

Alle Fotos: Jasmin Walter Photography

Eva Krallinger-Gruber

Eva ist eine richtige Ex-Exil-Salzburgerin. Frankreich, USA, Schweiz – aber nirgends ist es wie zuhause. Journalismus, Marketing (Kosmetik und dann Bier) und eigentlich redet sie auch ganz gern.