Schöner Essen gehen in Salzburg

Salzburg ist bekanntlich ein teures Pflaster. Meistens ernähren wir uns deshalb von Tütensuppen und Streetfood. Für Tage, an denen es mal schick und nobel sein soll, haben wir eine empfehlenswerte Auswahl getroffen.

Paradoxon

Wer das Paradoxon besucht, wird jedes Mal überrascht sein, was sich Mastermind Martin Kilga wieder Neues einfallen hat lassen. Einmal hat es sogar einen Barber-Shop beherbergt. Essenstechnisch gilt: einfache Zutaten und kreative Umsetzung im Geschmack. Manchmal bedeutet das auch, dass zusammengeführt wird, was auf den ersten Blick nicht zusammenpasst. Und das beste? Eine riesige Gin-Bar, bei der Gin, Tonic Water und Dekor nach Lust und Laune selbst zusammengestellt werden können.

Zugallistrasse 7

Das Köchelverzeichnis

Die Küche im Köchelverzeichnis ist klein, hat aber ordentlich was am Kasten. Die täglich wechselnden Menüs sind ein bisserl italienisch angehaucht und werden jeden Tag fein säuberlich auf einer Tafel vor dem Lokal niedergeschrieben. Beispiele gefällig? Zucchinirisotto mit Mandeln und Kürbiskernöl oder Schokomousse mit Orangensalat. Aber auch Antipasti, eine Perlhuhnterrine, Steinpilzravioli mit Maroni oder Rotweinbirnen mit Zimtobers. Bitte mehr davon!

Steingasse 27

Aso und: Warum der Name Köchelverzeichnis? Googelt es mal und ergänzt eure Suche um das Stichwort "Mozart".

Gasthof Überfuhr

Schöne Erkenntnis: In Salzburg haben wir ein paar Einser-Nachwuchskandidat*innen, wenn’s um die Gastro geht. Lukas ist so einer: Mit seinen Anfang 30 hat er einem alten Wirtshaus neues Leben eingehaucht. Wo früher der Radtreff am Überfuhrsteg war, wird jetzt auf Restaurant-Niveau gekocht. Gemütlich ist es immer noch. Und überhaupt: Wenn das Schnitzel mit Petersilkartoffeln zum Gedicht wird, wisst ihr, wo man uns sonntags findet.

Ignaz-Rieder-Kai 43

Restaurant Auerhahn

Wer auf der Suche nach guter, bodenständiger Küche ist, bekommt beim Anblick der Speisekarte im Gasthof Auerhahn feuchte Augen. Backhendl auf Vogelbeer-Kartoffelsalat mit Kürbiskernöl oder Filet vom Styriabeef mit Eierschwammerl: Hier bekommt jede Speise das gewisse Extra verliehen. Dafür sorgt der Inhaber höchstpersönlich, der im Auerhahn den Kochlöffel schwingt. Unbedingt die Nachspeisen probieren! Besonders die Topfenknödel mit Preiselbeerschaum sind eine kleine Berühmtheit.

Bahnhofstraße 15

Flavour

In der Imbergstraße gibt es einen Ort mit Geschmack. Wie passend, dass das Restaurant „Flavour“ heißt. Das Angebot an Köstlichkeiten ist umfangreich: Gin & Tonic en masse und dazu oder danach oder währenddessen: gutes Essen. Wirklich liab ist übrigens die Location selbst: In Lila-Licht getaucht sitzt man entweder in der Felsenkaverne oder im urbanen Gastgarten. Ajo, hätten wir fast vergessen: Das Flavour ist auch eine Weinbar, dementsprechend werdet ihr nicht lange nach einem guten Tropfen suchen müssen.

Imbergstraße 21

Restaurant Mühlbacher

So, wo fangen wir an? Vielleicht hier: Im Restaurant Mühlbacher geht’s drum, dass man sich wohl fühlt. Dafür machen Patrick und sein Team so gut wie alles. Ein herrliches Ambiente schaffen, zum Beispiel. Dazu gibt’s bestes Essen und zwar mit Fokus auf Regionalität. Wir fassen also zusammen: junge, moderne und ideenreiche Kulinarik in ungezwungener Atmosphäre. Oke, der Satz kommt nicht von uns, sondern von der Mühlbacher-Website. Aber besser könnten wir es auch nicht formulieren.

Franz-Josef-Straße 27

Update: Das Restaurant Mühlbacher zieht aktuell in eine neue Location um. Auf deren Website bleibt ihr immer am Laufenden.

Das Schrei

Die Köche Jakob und Daniel kennen sich aus der Sternengastro und wollten irgendwann was Eigenes. Ihre mutige Idee: Ein Imbissstand mit angeschlossenem Restaurant, in dem auf Spitzenniveau gekocht wird, ohne dabei abgehoben zu sein. Ein Ort für alle, die gerne gut essen, guten Wein trinken und auch manchmal was Neues ausprobieren wollen. Wer keine Zeit fürs Sitzen und Genießen hat, nimmt durchs Fenster einen g’schmackigen Hotdog mit. Kann man eigentlich nichts falsch machen, wenn man hingeht.

Rudolf-Biebl-Straße 3a

Huber’s im Fischerwirt

Heiratsantrag, Sponsion oder Date Night, anyone? Wer sich nicht zwischen highend und bodenständig entscheiden kann, geht zum Fischerwirt. Da gibt’s nämlich beides: perfekte Verköstigung und eine entspannte, wenn auch gehobene Atmosphäre. Der Fischerwirt liegt in Liefering und ist somit etwas versteckt. Wer den Weg hinfindet, wird sich aber über eine gute Zeit, den schönen Gastgarten und einen zufriedenen Magen freuen. Ajo, bringt’s ein wenig Geld mit und die Telefonnummer für ein Taxi (Weinbegleitung!). Aber das müssen wir in dieser Kategorie nicht extra betonen, oder?

Peter Pfenninger Straße 8

Pfefferschiff

Die Geschichte vom Pfefferschiff begann vor etwa 300 Jahren, als ein Geselle ein verschollenes Schiff kaufte, in der Hoffnung, dass es doch noch auftaucht. Das ist es dann auch – und zwar voll beladen mit wertvollem Pfeffer. Der Geselle wurde reich und baute zum Dank ein Kirchlein. Das dazugehörige Pfarrhaus ist heute das Restaurant Pfefferschiff. Hier wird auf Haubenniveau gekocht, während man die Qual der Wahl aus über 750 Weinen hat. Unsere Empfehlung: Auf Social Media folgen und die Specials abpassen.

Söllheim 3, 5300 Hallwang

Der Leser*innentipp: Jakob’s Esskultur

Hierhin haben wir es bis jetzt leider noch nicht geschafft, wenn es nach unseren Leser*innen geht, sollten wir das aber schleunigst nachholen. Die schwärmen nämlich von der Kulinarik bei Jakob und Elisabeth aka. Jakob’s Esskultur. Der Chef kennt sich in allen möglichen Bereichen der Gastro bestens aus, immerhin hat er von der Koch- bis zur Kellner- und Käsesommelierausbildung jegliche Stationen selbst durchlaufen. In seinem Restaurant in der Chiemseegasse spannt er einen Bogen von den Klassikern der österreichischen Küche zu Gerichten mit internationalem Touch. Das schaut dann so aus: Prosciutto Bagatto San Daniele trifft auf rosa gebratenen Hirschrücken. Oder Island Lachs auf Maronimousse.

Chiemseegasse 5

Auch in Sachen Weinauswahl lässt sich Jakob nicht lumpen. Und viele davon gibt es sogar glasweise, dann braucht ihr nicht gleich eine Flasche zu bestellen. Auch manchmal praktisch.

Titelbild: Jay Wennington / Unsplash

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Magdalena ist 17 Jahre alt und jetzt schon gscheider, als wir je sein werden. Das hat sicher viele Gründe, aber vielleicht auch, weil sie schon seit drei Jahren eine Lehre zur Köchin und Konditorin im Uniklinikum Salzburg macht. Wir haben sie allerhand Sachen gefragt und im Anschluss hat sie uns mitgenommen in eine Küche, in der täglich 7.000 Essen gekocht werden. Das haben wir noch nie gesehen.

Ihr wollt euch das anschauen? Gute Idee!

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