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Neu in Salzburg: Das Schrei

Von Hot Dogs mit Hauben und einem Lokal, in dem immer der Chef höchstpersönlich serviert.

Das Schrei macht ganz große Küche für alle

Könnt ihr euch an den kleinen Würstelstand an der Aiglhofkreuzung gegenüber vom Landeskrankenhaus erinnern? Die schlechte Nachricht: Den alten Würstelstand gibt es nicht mehr (RIP, oida). Die gute Nachricht: Es gibt dort jetzt etwas Neues, das die Idee des Imbissfensters mit viel Liebe ins neue Jahrtausend holt.

Schrei. so lautet der Name des neuen Pop-Up Restaurants, das in den leerstehenden Räumlichkeiten der alten Hauser Stub’n eingezogen ist. Hinter dem Konzept stehen die jungen Salzburger Köche Jakob Schmid und Daniel Reifecker. Vor einigen Jahren haben die beiden sich bei der Arbeit in der Sternegastronomie kennengelernt und danach gemeinsam Österreichische Top-Adressen abgeklappert. Dabei wuchs der Wunsch, in ihrer Heimatstadt Salzburg etwas Eigenes auf die Beine zu stellen. Vor ein paar Monaten war es dann endlich soweit. Ihre mutige Idee: Ein Imbissstand mit angeschlossenem Restaurant, in dem auf Spitzenniveau gekocht wird, ohne dabei abgehoben zu sein. Ein Ort für alle, die gerne gut essen, guten Wein trinken und die gerne etwas Neues ausprobieren.

Ein Hot-Dog auf Haubenniveau

Und so haben Jakob und Daniel für ihr Lokal die traditionelle Zweiteilung der Hauser Stub’n behalten. Das alte Imbissfenster gibt es immer noch. Wo früher Bosna über die Theke gereicht wurden, gibt es jetzt die hausgemachten Schrei-Hot Dogs. Und die haben es in sich: Vom Cole Slaw bis zur Wasabi Mayo ist alles hausgemacht. Würste, Fleisch und Brot kommen von Betrieben aus der Region. Besonders ans Herz legen möchten wir euch aber den vegetarischen Hot Dog, in dem der eigens erdachte Karfiol-Tofu eine extrem gute Figur macht. Die Hot Dogs sind mit 7,50 Euro kein Schnäppchen, aber die hochwertigen, selbstgemachten Zutaten rechtfertigen den Preis. Und: ein Schrei-Hot Dog ist als Hauptmahlzeit zu Mittag absolut ausreichend. Glaubt uns: man ist danach satt.

Vom Tschecherl zum Restaurant

Der Hot Dog ist aber noch längst nicht alles, was es im Schrei zu entdecken gibt. Wenn der Abend hereinbricht, verwandelt sich der Imbiss nämlich in ein Restaurant, in dem ihr entweder À la Carte oder mehrgängige Menüs schmausen könnt. Eine große Rolle spielt dabei der Wein, für den die beiden Köche besondere Leidenschaft hegen. Wer ganz eigene Vorstellungen hat, was ins Glas darf und was nicht, der kann gegen ein Stoppelgeld aber auch seinen eigenen Wein mitbringen.

Der Chef machts persönlich

In ihrem neuen Restaurant machen die beiden jungen Köche übrigens alles selbst: Vom Zubereiten der Gerichte über das Servieren der Speisen bis zum Tellerwaschen. Und das mögen Daniel und Jakob auch so. Sie schätzen den unmittelbaren Austausch und das Feedback der Gäste, das unter dem Motto „Chef’s Table“ auch international immer beliebter wird.

Stub’n Flair trifft Hipster-Feeling

Ein eigenes Highlight für sich sind die Räumlichkeiten des Pop-Up Restaurants Schrei: Mit viel eigenem Einsatz haben Jakob und Daniel die ehemalige Hauser Stub’n adaptiert, und dabei den Charme des alten „Tschecherls“ beibehalten. Die Holzvertäfelung und die Bar – alles erinnert noch an alte Zeiten, als hier Schnitzel, Bier und Obstler serviert wurden. Kulinarisch hat das Schrei große Sprünge nach vorne gemacht, die alten Gäste der Hauser Stub’n empfängt man trotzdem mit offenen Armen. „Wir wollen ein Ort für alle sein. Bei uns ist jeder willkommen, ob er jetzt ein Menü isst, oder ein knuspriges Hendl mit Gurkensalat und ein Bier dazu“. Diese Offenheit nimmt man den beiden ab und so kommen viele der alten Gäste gerne wieder.

Es tut sich was in Lehen

Was uns ganz besonders freut: Nach dem Café NarrenCastl ist das Schrei schon das zweite Lokal mit jungen, mutigen Besitzer*innen, das in der Rudolf Biebl-Straße aufgesperrt hat. Es tut sich so richtig etwas in Salzburgs urbanstem Viertel. Höchste Zeit, sich das mal anzusehen.

Das Schrei
Rudolf Biebl-Straße 3a

+43 664 1541 102
restaurant@das-schrei.at

Öffnungszeiten
Imbiss:
Dienstag – Samstag 11:30-16:30
Restaurant:
Dienstag – Samstag 18:30-22:30

Hat studiert, als man in der Uni noch rauchen durfte und macht seitdem immer irgendwas mit Medien. Bei Fräulein Flora hat er endlich einen Arbeitsplatz gefunden, an dem er sich nicht täglich heulend im Klo einsperren möchte. Und bleibt deshalb noch ein bisschen.