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Salzburgs beste Kaffeeröstereien

Ihr werdet nie wieder etwas anderes trinken wollen!

Ein bisschen peinlich ist er uns ja selbst, dieser Hipster Lifestyle: Da werden stinknormale Lebensmittel wie Bier, Kaffee oder Essiggurkerl zur Religion erhoben und plötzlich muss es statt dem blauen Eduscho-Volkskaffee ein Single Origin 100% Arabica sein und statt der guten alten Halben ein dreifach gehopftes Craft-Pils – nur echt vom Aussteiger/Braumeister mit Vollbart, Tattoos und Holzfällerhemd.

Andererseits gibt jede Menge Gründe, den Trend zu hochwertigen Lebensmitteln sehr gut zu finden: beispielsweise, weil es cool ist, wenn junge Leute ihr Ding durchziehen, anstatt bei der BayernLB hinterm Schalter zu versauern. Oder weil der Trend uns ein Stück weit die Werschätzung für unsere Lebensmittel zurückbringt. Nicht zuletzt: weil richtig gutes Bier und richtig guter Kaffee einfach viel viel besser schmeckt, als der Ranz aus dem Supermarkt.

Bei Kaffee trifft das ganz besonders zu, denn hier zeigt sich der Unterschied zwischen Qualität und Masse wie bei kaum einem anderen Lebensmittel. Da werden selbst gläubige “Mit Milch und Zucker” Trinker plötzlich zu Espresso Fans und da schmeckt der Cappuccino zuhause plötzlich besser, als jener im Kaffeehaus. Wie das in Salzburg geht? Zeigen wir euch!

Darauf kommt es an bei gutem Kaffee

Das Wichtigste zuerst: Um guten Kaffee zu machen, ist es absolut nicht notwendig, viel Geld auszugeben!  Zwei preiswerte und absolut geile Zubereitungsarten sind beispielsweise die AeroPress oder die Chemex. Aber auch mit dem alten Filteraufsatz von Oma könnt ihr hervorragenden Kaffee zubereiten. Kurz gesagt, wenn nicht Nespresso draufsteht, könnt ihr eigentlich nix falschmachen. Absolut unverzichtbar ist allerdings eine ordentliche Mühle. Die Preise sind hier nach oben offen, aber um ca. 100 Euro seid ihr als Einsteiger dabei!

Ja und dann wäre da noch das Wichtigste: Der Kaffee. 100 Prozent aus Arabicabohnen muss er bestehen, das ist klar. Allerdings ist dieses Merkmal mittlerweile so allgegenwärtig, dass es zum Marketinggag verkommen ist. Es sagt nämlich rein gar nichts über die Röstung aus. Und auf die kommt es bei gutem Kaffee an. Unser Vorschlag ist deshalb: Kauft euren Kaffee bei einer Salzburger Mikro-Rösterei und lasst euch vor Ort von den Experten beraten. Klarerweise werdet ihr so in Summe ein paar Euro mehr für euren heißgeliebten Espresso oder Cappuccino ausgeben. Andererseits: Schon mal augerechnet, was ein Kilo Nespresso-Kaffee kostet?

Diese Mikro-Kaffeeröstereien findet ihr in Salzburg

220Grad

Sie sind die Local Heroes der Salzburger Kaffeekultur, dabei hat alles klein angefangen: Als Traum von Margret und Alois Macheiner, die ihre Leidenschaft für guten Kaffee mit Salzburg teilen wollten. Mittlerweile ist das erste 220Grad Café viel zu klein geworden und deshalb gibt es den hausgerösteten Kaffee an drei Standorten: im Nonntal, in der Chiemseegasse und im neuen Rösthaus in der Maxglaner Hauptstraße. Dort kann man auch regelmäßig an Workshops teilnehmen, um die richtige Zubereitung von Kaffee zu erlernen. Können wir nur empfehlen!

220 Grad in Salzburg

Kaffee Alchemie

Das Kaffee Alchemie ist streng genommen keine Rösterei. Es hat aber einen sehr großen Anteil daran, dass sich in Salzburg eine zeitgemäße Kaffeekultur durchsetzen konnte. Schließlich brachte Chef-Barista und Geschäftsführer John Arild Stubberud das nordische Know-How in Sachen Kaffee mit nach Salzburg und zeigt seitdem in seinem kleinen Lokal, wie guter Kaffee geht. Beim Kaffee Alchemie gibt es alles, was ihr braucht, also nicht nur Bohnen aus der Rösterei Wildkaffee, sondern auch Mühlen, Kannen und Kaffeemaschinen. Die tolle Beratung gibt es gratis dazu.

Kaffee-Alchemie

Röstzimmer 15

Im Röstzimmer in der Wolf-Dietrich-Straße 15 befindet sich nicht nur ein nettes, kleines Café, sondern wie der Name schon sagt auch die Rösterei von Chefiza Erna Reichinger. Sie hat sich auf sogenannten Urkaffee spezialisiert, der aus dem Regenwald Äthiopiens stammt, biologisch angebaut, fair gehandelt und schließlich in Salzburg mit viel Liebe geröstet wird. Außerdem in der Vitrine: Schololaden, hübsche Mehrwegbecher, Öle und Gebäck.

Röstzimmer 15

Herr Werner

Im Halleiner Vorort Oberalm hat sich der Herr Werner häuslich eingerichtet. Aber nicht wie die meisten anderen hier: mit Rasen mähen und am Sonntag Auto waschen, sondern, um die Nachbarschaft mit richtig gutem Bio Kaffee zu versorgen. Dazu gibt es in Herr Werners Kaffeewelt nicht nur großartig geröstete Bohnen, sondern auch Maschinen, Beratung, Workshops zur richtigen Zubereitung und sonstigen Klimbim.

Naturkaffee

Ein echter Geheimtipp ist nach wie vor Naturkaffee. In Eugendorf angesiedelt, hat sich Röstmeister Christoph Hellermann auf die schonende Verarbeitung von allerbesten Sorten spezialisiert. Dabei ist die wichtigste Zutat neben ausgezeichnetem Kaffee die Zeit. Das Ergebnis kann sich sehen und schmecken lassen. Außerdem gibt es im Geschäft in Eugendorf allerlei Zubehör, das ihr zur Zubereitung gebrauchen könnt: von der Chemex bis zur Cold Brew Kanne.

Naturkaffee-Salzburg

Matthias Gruber

Matthias Gruber ist ein Ur-Salzburger, der auszog, um Italien und Wien zu erobern. Gern ist er wieder zurückgekommen und macht für das Fräulein Flora wunderschöne Fotos der “Nicht-Nur-Mozartstadt”, die von witzigen Texten begleitet werden.