5 gute Gründe, warum wir uns aufs Literaturfest 2024 freuen

Und zwar sehr

Bei einem Picknick im Park Literatur und Musik genießen, vergessene weibliche Autor*innen kennenlernen oder bis spät in die Nacht bei Lesungen versumpfen. Von 22. bis 26. Mai gehört die Stadt der Literatur!

Titelfoto: Erika Mayer

Das Literaturfest Salzburg gibt es schon lange. Ganz genau sind es heuer 16 Jahre. Aber seit sich der stadtbekannte Kulturhackler Josef Kirchner mit seinem Team und wechselnden Gastkurator*innen  (heuer: Anna Weidenholzer) um Organisation und Programm kümmert, kommt man daran irgendwie nicht mehr vorbei. Was vielleicht daran liegt, dass sich das Fest-Team alle Mühe gibt, ein Programm für alle zu machen, das auch außerhalb der gewohnten Orte Sichtbarkeit für Literatur schafft.

Literatur für alle!

Das ist auch beim diesjährigen Literaturfest gelungen. Da wird im Park gelesen und musiziert, da werden bei Stadtspaziergängen Geschichten erzählt und Themen behandelt, die unter den Nägeln brennen. Kurz gesagt: Beim Literaturfest wird fünf Tage lang sichtbar, wie vielfältig, lebendig und relevant Literatur ist. Fünf unserer Highlights aus dem Programm 2024 haben wir hier für euch herausgesucht:

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#1 Weibliche Stimmen (wieder)entdecken

In den letzten Jahren hat sich viel getan in der Literaturbranche. Doch es ist noch nicht so lange her, dass schreibende Frauen und ihre Themen in der Öffentlichkeit ignoriert, verlacht und an den Rand gedrängt wurden. Umso schöner, dass es beim diesjährigen Literaturfest eine Programmschiene gibt, die diesem Umstand Rechnung trägt. Bei Twinni – Texte zum Teilen stellen Autorinnen wie Birgit Birnbacher oder Gudrun Seidenauer vergessene oder verdrängte Autorinnen vor, die ihnen aus unterschiedlichen Gründen am Herzen liegen. Das ganze findet in ungezwungener Picknick-Atmosphäre im Kurgarten statt. Ihr habt also die einmalige Gelegenheit, auf einen Streich grandiose Literat*innen der Gegenart und der Vergangenheit kennenzulernen. Jackpot!

Twinni: Freitag, 16 Uhr und Samstag, 14 Uhr, Festzentrum im Kurgarten. Mit Reservierung.

#2 Bei der langen Lesenacht aus dem Vollen schöpfen

Die lange Lesenacht ist, wie der Name verspricht: lang! Sie dauert im besten Fall von 19 Uhr bis Mitternacht. Angst vor Langeweile braucht man aber keine haben, denn erstens gibt es Pausen zum Bier holen und zweitens hat es das Programm wie immer in sich! Besonders freuen wir uns bei der diesjährigen Nacht auf zwei Künstler*innen, die schon lange zu unseren Lieblingsautor*innen gehören: Zum einen ist das die geniale Yael Inokai, die in ihrem neuesten Werk eine Welt beschreibt, in denen psychisch auffällige Frauen mit medizinischen Eingriffen behandelt werden. Zum zweiten freuen wir uns sehr auf Elias Hirschl, der als Autor, Musiker und Satiriker eigentlich alles gut kann. Diesmal wird er aus seinem neuen Roman Content lesen, der ein wilder Ritt durch die dystopischen Landschaften der Start-up Economy ist. Außerdem gibt er mit seiner Band Das Gespenst ein Konzert … wir sagen es ja: Elias Hirschl kann alles. Außerdem mit ihren Romanen dabei: Die interantionalen Autoren Zoltán Danyi (Ungarn) und Jonathan Garfinkel (Kanada).

Lange Lesenacht: Samstag, 19 Uhr, Toihaus Theater, Eintritt frei

Jetzt Karten einheimsen!

Wir sind uns vermutlich einig, dass ihr da hin wollt. Gute Entscheidung! Viele Veranstaltungen sind sowieso kostenlos, für manche braucht man eine Reservierung, andere kosten ein bisserl was. Wenn ihr euch mit allem den nicht auseinanderstzten wollt, holt euch einfach das Festivalticket um 30 €. Da ist alles dabei. Außerdem gibt es auch Geschenkboxen mit netten Gimmicks. Zum Beispiel für die buchaffine Freundin oder den fernsehsüchtigen Freund. Hier gehts zum Ticketshop.

#3 Das Patriarchat aus den Angeln heben

… naja, schön wärs. Für den Anfang freuen wir uns, dass es literarisch zum Thema gemacht wird. Bei einem Abendprogramm mit den beiden Autorinnen Eva Reinsinger rund Christina Clemm, deren neue Bücher sich auf unterschiedliche Weise mit gesellschaftlichen Ungerechtigkeiten und möglichen Alternativen auseinandersetzen. Wir gehen davon aus, dass das schnell ausreserviert sein wird. Also besser schnell sein.

Gegen Frauenhass / Männer töten: Donnerstag, 18 Uhr, ARGE. Eintritt frei

#4 Im Festzentrum vorbeischauen

Wobei „im“ hier eigentlich das Falsche Wort ist, das Festzentrum ist nämlich ein Kubus aus Holz, der für die Dauer des Festivals im Kurgarten steht und dort von Musiker*innen und Autor*innen bespielt wird. Heißt für euch: Dosenbier einkaufen, Picknickdecke mitnehmen, im Gras platznehmen und den Künstler*innen bei der Arbeit zuschauen. Mit dabei sind unter anderem die Autor*innen Gudrun Seidenauer, Frieda Paris, Sophia Lunra Schnack und Matthias Gruber sowie die Musiker*innen Benjamin Lageder und Blissis. Gut für Feierabend!

Festzentrum im Kurgarten: Do-Sa, ab ca. 14 Uhr, Kurgarten

#5 Das Toihaus beehren

Sollte man sowieso öfter machen, aber beim Literaturfest bietet es sich doppelt an, denn Salzburgs Haus für Performancetheater  bietet anlässlich des Literaturfestes eine eigene Produktion. Die großartige Salzburger Autorin Anna Stadler hat einen Text geschrieben, der das Stück LEAK von Toihaus-Künstlerin Cornelia Böhnisch literarisch aufgreift. Aus diesem Wechselspiel der Medien und Eindrücke entsteht eine spannende Performance für alle Sinne.

LEAK: Donnerstag, 20.30, Toihaus. Eintritt: 20 €

Foto: Siegrid Cain

Oh, das waren schon fünf?

Wir hätten aber noch viel mehr. Zum Beispiel: Terézia Mora liest aus Muna oder die Hälfte des Lebens, Karl-Markus Gauß feiert runden Geburtstag und geht spazieren. Ach so und kennt ihr schon den großen Eröffnungsabend? Also husch, husch das ganze Programm studieren und Karten holen.

www.literaturfest-salzburg.at

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