Essen & Trinken Neu in Salzburg

Ziemlich neu in Salzburg: Levantinisch essen im Furo

Richtig entspannt essen

Beste Bauchvölle im Andräviertel

Den Martin kennen wir schon von seinem Pop-up-Lokal MezzeMezze – damals im alten Hirschen. Schon da war es einfach nur genial, von unterschiedlichen Tellern zu essen, die uns Martin hingestellt hat: Hummus und selbstgemachte Sauerteig-Focaccia, lustige Brote und wilde Aufstriche. Jetzt hat seine levantinische Küche ein fixes Zuhause bekommen und auch einen eigenen Namen: das Furo in der Lasserstraße 19.

Schillernd schaut es aus, das Furo im Andräviertel. Logogefunkel wie der Schweif eines Einhorns, vorherrschende Farbe im Inneren ist ein Flieder-Lila, fast so wie unser Guten Guide. Als wir kommen, ist es kurz vor 14.00 Uhr – Ende der Mittagszeit und Martin macht schnell noch etwas zum Kosten für uns fertig. So viel, dass der Tisch nur knapp nicht beginnt, sich zu biegen.

Was steht da alles auf unserem Tisch?

Ganz ehrlich: Wir wissen es nicht mehr ganz genau. Aber mit dabei war auf jeden Fall ein sehr spannendes Brot: sieht schön aus, schmeckt außergewöhnlich gut. Man würde es niemals Sandwich nennen, wenn es nicht so in der Speisekarte stehen würde. Neben dem köstlichei Ei-on-top-Brot gab’s diese herrliche Sauerteig-Focaccia mit Trüffelpesto und Salzburger Bergkäse, Humus, Burrata mit Muhamarra und noch ein paar andere Sachen. Wir lügen nicht, wenn wir sagen: Alles hat einen ganz eigenen Geschmack und keiner davon ist verzichtbar.

Wie kommt das Furo ins alte Fasties?

Da, wo jetzt das Furo ist, war frühe die Fasties-Zentrale. Ihr wisst schon, mit den kleinen Tramezzini zum Mitnehmen. Nachdem das Fasties nicht mehr weitergeführt wurde, ist Martin mitsamt Furo eingezogen und versorgt uns mittags und abends. „Am Abend“, sagt er, ist das Lokal eigentlich so gut wie immer voll, da sollte man auf jeden Fall reservieren.“ Wer am Abend – so wie wir – um 20.00 Uhr schlafen muss, um am nächsten Tag überhaupt aufzukommen, gönnt sich das Furo zu Mittag. Da schaut ihr von Dienstag bis Samstag, 11.30 bis 14.00 Uhr hin und kriegt entweder das Mittagsmenü der Woche oder eines der schönen Sachen aus der Karte.

Und was heißt eigentlich furo?

Furo, das haben wir extra gegoogelt, hat viele Bedeutungen: Da findet man „wüten, rasen, toben“. Aber auch „leidenschaftlich verliebt sein“. Martin hat seiner Unternehmung seine ganz eigene Bedeutung gegeben: „Alles isst im Fluss“, steht da auf Instagram. Und irgendwie passt es perfekt zum Erlebnis vor Ort. Kein biederes Gängemenü, sondern viele kleine Gerichte in der Tischmitte, von denen man sich das schnappt, auf das man Lust hat. Gemeinsames Essen mit den Leuten, die man mag – ratschen, essen, eine schöne Zeit haben eben.

Furo zum Abholen

Eine voi coole Lösung fürs Take-away-Problem (Müll ohne Ende) hat Martin übrigens auch gefunden: Wer sich einen Happen Furo mitnehmen will, bringt entweder sein eigenes Geschirr mit. Das ist das leichteste. Wer es vergisst, kann sich bei Martin eines ausleihen. Damit das funktioniert, registriert ihr euch auf der Verleih-App, scannt den QR-Code des Tegerls ein und nehmt es kostenlos (das Tegerl, nicht das Essen) mit. Wenn ihr das nächste Mal kommt, bringt ihr es zurück. Ihr zahlt nix. Rein theoretisch könntet ihr die Teller auch bei anderen Lokalen zurückgeben, die mit dem selben System wie Martin arbeiten. Von denen gibt’s aber in Salzburg noch nicht so viele.

Furo Salzburg
Lasserstraße 19

Öffnungszeiten: 
Dienstag, 11.30 bis 14.00 Uhr
Mittwoch bis Samstag, 11.30 bis 14.00 Uhr & 18.00 bis 22.00 Uhr


Schleichwerbung, nein danke!

Wir bekommen für unsere Gastrotipps im Normalfall kein Geld. Schleichwerbung gibt es auf Fräulein Flora prinzipiell nicht. Bezahlte Werbung gibt es, aber sie ist immer gekennzeichnet und ganz bewusst so selten, dass sie nicht lästig wird. In diesem Fall sagen wir Danke für die Einladung zum Essen! Es war megamäßig! Die Meinung ist aber wie immer unsere eigene.

Eva ist eine richtige Ex-Exil-Salzburgerin. Frankreich, USA, Schweiz - aber nirgends ist es wie zuhause. Journalismus, Marketing (Kosmetik und dann Bier) und eigentlich redet sie auch ganz gern.

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