Streetart made in Salzburg

Wer sich Zeit für einen Spaziergang durch die Salzburger Steingasse nimmt, stößt an der Fassade der verlassenen „Tändlerei“ auf ein außergewöhnliches Kunstwerk: Es zeigt ein junges Mädchen, ganz verträumt vor einer surreal anmutenden Häuserfront. Wir haben uns auf die Suche nach den Urhebern gemacht und die Street Artists JANA & JS kennengelernt.

Hinter dem Pseudonym stecken die beiden Künstler Jana Balluch und Jean-Sébastien Philippe. Seit 2007 sind die beiden als Duo unterwegs. Aber auch privat sind sie ein Paar und Eltern von zwei Kindern.

Wenn man die beiden fragt, wie sie sich kennengelernt haben, schieben sich sofort Bilder vom Erasmus-Filmhit “L’Auberge Espagnole” vor das innere Auge: In Madrid haben sie einen Auslandsaufenthalt absolviert – und dort auch gleich begonnen, miteinander zu arbeiten. „Damals sind wir noch in der Nacht losgezogen und oft davongerannt, wenn uns jemand beim Sprayen erwischt hat. Heute mit den Kindern läuft unser Arbeitsalltag natürlich ein bisschen organisierter ab“, erzählt Jana. Wenn es möglich ist, nehmen die beiden ihre Kinder zur Arbeit mit.

“Es ist schon vorgekommen, dass wir komische Blicke geerntet haben, wenn wir mit dem Kinderwagen und den Spraydosen unterwegs waren”, lacht Jana.

Nach einigen Jahren in Madrid und Paris leben und arbeiten die beiden nun in der Nähe von Salzburg und widmen sich hauptberuflich ihrer Kunst. Das war nicht immer so: JS etwa hat an einer renommierten Pariser Uni studiert und im Controlling gearbeitet, bevor er schließlich doch den Schritt zum freischaffenden Künstler gewagt hat.

Als Inspiration dienen den Beiden verlassene urbane Landschaften in Kombination mit selbstgemachten Portraits und Fotos. „Die Beziehung von Kunst und urbanem Raum ist mir wichtig“, betont JS. Mit ihren Kunstwerken sind die beiden mittlerweile in ganz Europa unterwegs – sowohl auf der Straße als auch in Galerien und Museen.

Auch in Salzburg haben sich die beiden jungen Künstler schon an zahlreichen Häusern verewigt. Besonders interessieren sie sich für Orte, die auf den ersten Blick wenig glamourös wirken, wie zum Beispiel das Lichthaus an der Salzach oder ein leer stehendes Abbruchhaus im Nonntal. In letzter Zeit haben die beiden auch den ländlichen Raum für sich entdeckt, zum Beispiel Wälder oder verlassene Zuggleise um Salzburg.

Streetart-Salzburg

Jana: „Die Reaktionen auf unsere Arbeiten sind meistens positiv. In Paris haben sich sogar mal Leute für unsere Arbeit bedankt.“


Naturgemäß ist den meisten Kunstwerken im öffentlichen Raum ein kurzes Leben beschert – einige halten sich aber allen Widerständen zum Trotz: zum Beispiel jenes in der Steingasse oder das Kunstwerk, das in der Franz-Josef-Straße die Fassade der Academy Bar schmückt.

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