Rausgehen

Salzburgs schönste Gratis-Badeplätze

Natur pur fernab von Menschenmassen.

Gratis baden fernab von Menschenmassen? Einmal hier entlang, bitte.

Bei sengender Hitze ist nichts besser, als ein Sprung ins kühle Nass fernab von überteuerten Strandbädern. Weil wir wissen, dass viele von euch kein Auto besitzen, sind wir (fast) überall selbst mit dem Rad hingefahren und haben die Zeit gestoppt. Das war zumindest für uns unsportliches Gesindel nicht immer die beste Idee. Bei manchen Plätzen tut ihr euch vielleicht doch besser zu motorisierten Fahrgemeinschaften zusammen … aber seht selbst.

Der Wilde: Baden bei der Taugl

Entfernung zur Stadt Salzburg mit dem Fahrrad: ca. 1 Stunde (zur Google-Maps Karte)

Zwischen den Salzburger Gemeinden Bad Vigaun und Kuchl fließt die Taugl – ein wilder Gebirgsbach, der sich seit tausenden Jahren seinen Weg durch die Felsen gräbt und dabei wunderschöne Schluchten ausgewaschen hat. Das freut vor allem die lokale Jugend, die an der Taugl seit Generationen ihre Sommertage verbringt: badend, Bier-trinkend, Gitarre-spielend und knutschend versteht sich. Falls auch ihr an einer der genannten Freizeitaktivitäten Interesse habt, solltet ihr die Taugl besuchen. Tipp: Falls es euch auf den Sandbänken flussabwärts zu voll wird, orientiert euch stromaufwärts in Richtung der engeren Schluchten. Dort trifft man deutlich weniger badende Kinder und Senior*innen.

Der Abenteuerliche: Felsenbad in Faistenau

Entfernung zur Stadt Salzburg mit dem Fahrrad: 1,5 – 2 Stunden (zur Google-Maps Karte)

Ähnlich abenteuerlich wie an der Taugl geht es im Felsenbad Faistenau zu. Auch hier bildet ein Gebirgsbach auf dem Weg durch die Felsen Becken und Wasserfälle, die wunderbar zum Abkühlen taugen. Wer mit dem Fahhrrad ins Faistenauer Felsenbad und wieder zurück gelangen will, braucht schon einen halben Tag Zeit und ordentlich Schmalz in den Oberschenkeln – es geht nämlich mehrmals kräftig bergauf.

Der Klassiker: Baden an der Königsseeache

Entfernung zur Stadt Salzburg: 20 – 40 Minuten (zur Google-Maps Karte)

Hier haben Generationen von Salzburger*innen ihre Jugend verschwendet – wir waren übrigens auch dabei! Was die Königsseeache besonders reizvoll macht, sind die vielen versteckten Buchten in der Aulandschaft nahe der Salzachmündung. Grillen und abendliches Biertrinken wird hier seit einigen Jahren sehr ungern gesehen bzw. ist verboten. Wer über Nacht bleiben will, orientiert sich also besser an den Tipps weiter oben. Wem die Ache zu ungemütlich ist, der kann ins nahegelegene Waldbad Anif ausweichen. Das fühlt sich auch ziemlich stark nach Natur an.

Abkühlung zwischendurch: Baden im Almkanal

Distanz zur Stadt: 0-10 Minuten (zur Google-Maps Karte)

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Ja, wir wissen es: Über den Almkanal haben wir schon tausendmal geschrieben. Das liegt daran, dass wir ihn einfach so gern haben. In diesem Artikel wollen wir ihn trotzdem ein allerletztes Mal (versprochen!) erwähnen. Warum? Weil er sich unmittelbar in der Stadt befindet, von fast überall in Salzburg erreichbar ist und somit genau als richtige Adresse für eine schnelle Abkühlung zwischendurch taugt. Unsere Lieblingsplätze sind die Wiese beim Sternhofweg in Gneis und die Uferböschung bei der Leopoldskroner Allee zwischen Donnenbergpark und Gärtnerei Zmugg.

Verkehrsberuhigt Baden im Hintersee

Entfernung zur Stadt Salzburg mit dem Fahrrad: 2-2,5 Stunden (zur Google-Maps Karte)

Im Gegensatz zu anderen Seen ist das Baden am Hintersee an mehreren Stellen gratis. Außerdem bleibt der See auch im Sommer von Menschenmassen vergleichsweise verschont. Wir fahren am liebsten zum Badeplatz, der direkt bei der Brücke über die Taugl liegt. Dort müsst ihr von Faistenau kommend direkt nach der Brücke scharf rechts abbiegen und mehrere Meter durch den Wald fahren.

Große Freiheit für Hunde und ihre Besitzer*innen: Baden am Wiestalstausee

Entfernung zur Stadt Salzburg mit dem Fahrrad: 1,5 Stunden (Zur Google-Maps Karte)

Der Wiestalstausee wurde zwar künstlich angelegt, hier winkt aber trotzdem die große Freiheit – zumindest für Hunde-Besitzer*innen und ihre Tiere. Am Wiestalstausee darf man nämlich im Unterschied zu den meisten anderen Seen mit Hunden baden gehen. Entlang der Wiestal Landstraße gibt es zahllose Buchten, an denen ihr schwimmen, bootfahren, angeln und übernachten könnt – ganz egal ob mit Hund oder ohne. Das nennen wir Freiheit! 

Matthias Gruber

Matthias Gruber ist ein Ur-Salzburger, der auszog, um Italien und Wien zu erobern. Gern ist er wieder zurückgekommen und macht für das Fräulein Flora wunderschöne Fotos der “Nicht-Nur-Mozartstadt”, die von witzigen Texten begleitet werden.

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