Essen & Trinken International

Pizza essen in Salzburg

Auf der Suche nach der besten Pizza Salzburgs.

Wir haben Salzburg auf der Suche nach der besten Pizza durchstreift und dabei ein paar Varianten entdeckt, mit denen ihr das Warten auf den nächsten Sommer im Süden locker überbrücken könnt.

Organic Pizza: Der Hipster unter Salzburgs Pizzen

Unseren Salzburger Pizza-Giro beginnen wir im Andräviertel. Genauer gesagt in der Franz-Josef-Straße 24, wo das Organic Pizza seine Heimat hat. Von außen ist das Lokal ziemlich unscheinbar und wirkt eher wie ein größerer Imbiss. Dieser Eindruck täuscht gewaltig, denn das Organic Pizza hat die Kunst der guten Pizza zur Religion erhoben. Chef Murat Akyol ist ein echter Pizza-Fanat, der sich mit dem Lokal einen Traum erfüllt hat und hier mit Leidenschaft an seinen Kreationen bastelt.

Wie der Name schon vermuten lässt, kommen im Organic Pizza ausschließlich Bio-Produkte auf den Tisch. Eine weitere Besonderheit des Hauses ist die vegane Pizza, die es in drei verschiedenen Varianten gibt. Außerdem ist Murat ein außergewöhnlich freundlicher Zeitgenosse und hat für jeden, der ihm bei der Arbeit über die Schulter schauen will, einen guten Tipp in Sachen Pizzamachen parat.

Wir entscheiden uns für eine nicht-vegane Variante mit Speck, Blauschimmelkäse und Rucola und sind begeistert. Auch preislich geht es hier fair zu: die Pizzen bewegen sich zwischen 7,50 und 9 Euro. Dazu gibt’s Fritz Cola und Club Mate. Somit gibt es von unserer Seite ein uneingeschränktes „Molto Bene“ für Murat und seine Organic Pizza.

Organic Pizza
Franz-Josef-Strasse 24
0664 597 4470
Di-Mi 16.00-22.00 Uhr, Do-Sa 12.00-22.00 Uhr

Antichi Sapori: Pizza & Amore

Wem Pizza nur in authentisch-italienischem Ambiente schmeckt, dem legen wir das Antichi Sapori ans Herz – unsere zweite Station am Salzburger Pizza-Giro. In der kleinen Osteria am Müllner Hügel geht es nämlich sehr italienisch zu. Geführt wird das Lokal mit ganz viel Liebe von Beniamino und Lorena. Weil das Restaurant so klein ist, sollte man vorab dringend reservieren. Wer einen Tisch ergattert hat, darf sich über authentisches Flair freuen, und natürlich eine Pizza, die allen Ansprüchen genügt. Wir wählen eine Capricciosa um sehr faire € 8,50.- und werden nicht enttäuscht. Von uns gibt es dafür einen verliebten Bacio für das Inhaber-Pärchen!

Antichi Sapori: Traditionelle italienische Feinkost
Müllner Hauptstraße 8a
0660 127 40 59

täglich außer Mittwoch: 11.30-14.00 Uhr und ab 17.30 Uhr 

Streitfrage für Zwischendurch

Sagt man auf Deutsch korrekt Pizzas oder Pizzen? Der Zwiebelfisch vom SPIEGEL meint, jede der zwei Varianten ist richtig. Wir finden, es klingt irgendwie beides komisch …

Il Padrino: Pizza essen wie im Film

Warum haben im Fernsehen eigentlich alle italienischen Restaurants karierte Tischdecken? Vielleicht hat Hollywood es sich im Il Padrino abgeschaut, denn auch hier sind die Tische durchgehend rot-weiß gekachelt. Das Lokal in der Jahnstraße 8 ist aber nicht nur wegen seiner Tischwäsche empfehlenswert. Extrem freundliche Kellner, gemütliche Wohnzimmer-Atmosphäre und faire Preise, die für eine Pizza irgendwo zwischen 7,50 und 12 Euro liegen. Dazu gibt es günstigen Hauswein aus der Karaffe und großzügige Antipasti. Wer keine Pizza mag, der sollte eines der hervorragenden Nudelgerichte probieren.

Wir tun uns die bereits dritte Pizza des Abends an und essen diesmal eine pikante Camorra mit scharfer Salami und Blauschimmelkäse. Auch hier stimmt alles zusammen: Flaumiges Innenleben, knuspriger Rand, trotzdem nichts angebrannt! Um unsere pizzageschundenen Mägen zu versöhnen, spülen wir das ganze mit einem Ramazzotti runter. Passt!

Il Padrino
Jahnstraße 8
0662 870 879

Di-Sa 11.30-14.00 Uhr und abends nach telefonischer Reservierung

Da Giacomo: Der Leser*innenwunsch

Auf vielfachen Wunsch unserer geschätzten Leser*innenschaft darf auch das Da Giacomo in der Nonntaler Hauptstraße 47 nicht in dieser Liste fehlen. Und weil die Crowd meistens recht hat, können wir nach einer Vorort-Inspektion sagen: Ja, die Pizza bei Da Giacomo kann sich tatsächlich sehen lassen. Besonders zu empfehlen ist ein Besuch zu Mittag: Da gibt es von Montag bis Freitag eine etwas kleinere Pizza mit Suppe oder Salat um € 7,80. Genau richtig für alle, die sich gerne mal eine Woche lang jeden Tag eine andere Pizza gönnen wollen!

Ristorante Pizzeria da Giacomo
Nonntaler Hauptstraße 47
0662 834 760

täglich 11.30-14.30 Uhr und 17.30-24.00 Uhr

L’Osteria: Così fan‘ tutte

Nach längerem Überlegen entscheiden wir uns für einen Abstecher in die L‘Osteria. Aus irgendeinem Grund scheint die Filiale der internationalen Pizza-Kette nämlich mittlerweile Salzburgs bekannteste Pizzeria zu sein. Das Lokal ist deshalb eigentlich immer brechend voll und wer einen Platz ergattern will, sollte unbedingt reservieren. Was die Größe der Pizza betrifft, lautet das Motto hier „Alles ohne Maß … und viel!“: Die Pizzen sind so groß wie Wagenräder (ohne Scheiß!) und können eigentlich von einem normalen Magen nicht verdaut werden … Ramazzotti hin oder her! Deshalb empfiehlt sich in den meisten Fällen die Bestellung einer Pizza zu zweit, außer ihr seid wirklich verdammt hungrig oder schwer adipös. Wir teilen uns eine Caprese mit Kirschtomaten und Basilikum und sind positiv überrascht: Man kann gegen das Lokal sagen was man will, aber die Pizza schmeckt! Unser Fazit: wer sich für kleines Geld richtig viel Pizza reinschaufeln will, der ist in der L’Osteria richtig. Wer ungerne anderen Gästen beim Schlange stehen zuschaut oder selbst drin steht, der ist hier falsch.

L’Osteria
Dreifaltigkeitsgasse 10
0662 870 658 10

Mo-Sa: 11.00-24.00 Uhr, So: 12.00-24.00 Uhr

Bisschen Klugscheißerwissen: Wie war das noch gleich mit der echten Pizza?

Um sie von Fertigpizzas aus dem Supermarktregal zu unterscheiden, ist die Pizza Napoletana ein eingetragenes Warenzeichen innerhalb der EU. Es gibt sie traditionell nur in zwei Varianten: als Marinara mit Tomate, Olivenöl, Knoblauch und Oregano oder als Margherita, mit Tomaten, Olivenöl, Mozzarella und Basilikum. Gebacken wird sie in einem Holzofen, der mindestens 485° erreichen muss.

Matthias Gruber

Matthias Gruber ist ein Ur-Salzburger, der auszog, um Italien und Wien zu erobern. Gern ist er wieder zurückgekommen und macht für das Fräulein Flora wunderschöne Fotos der “Nicht-Nur-Mozartstadt”, die von witzigen Texten begleitet werden.