Open Mind Festival
Events Monatshighlights

5 Gründe, warum wir uns auf das Open Mind Festival freuen

Vom 14.-23. November sagt die ARGE besonders oft Bye Bye.

Alles hat ein Ende. Deshalb nimmt das diesjährige Open Mind Festival Abschied von der Welt. Natürlich nur thematisch, denn die Veranstaltung wird es auch in Zukunft noch geben. Trotzdem lautet das Motto heuer “Bye Bye Everything” und man beschäftigt sich vom 14. bis 23. November mit dem Abschied nehmen in all seinen gesellschaftspolitisch relevanten Facetten.

Bye Bye Demokratie! Bye Bye Rechtsstaat! Bye Bye Sozialstaat! Bye Bye europäische Wertegemeinschaft! Bye Bye Liberalismus! Bye Bye Humanismus! Bye Bye Meinungsfreiheit! Bye Bye Pressefreiheit! Bye Bye Freihandel! Bye Bye Wachstum! Bye Bye Privatsphäre! Bye Bye Wohlstand! Bye Bye Sicherheit! Bye Bye Ökosystem! Bye Bye Klimaschutz! Bye Bye Westen! Bye Bye Europa! Bye Bye stabile Weltordnung! Bye Bye Empathie! Bye Bye Anstand und Moral!

Beim Open Mind Festival geht es um die großen Themen – und das ist gut so. Die Schwerpunkte sind unbequem, aber immer brandaktuell und gesellschaftsrelevant. Was uns dieses Jahr besonders taugt, haben wir für euch zusammengefasst:

#1 Das Eröffnungskonzert von Get Well Soon

Auf welche Weise man sich mit dem Festivalthema am liebsten auseinandersetzt, kann man beim Open Mind Festival selbst entschieden. Wir bevorzugen eine Kombination aus Live-Musik und spannenden Diskussionen. Deshalb finden wir den Festivalauftakt besonders gut gewählt. Get Well Soon präsentiert am 14. November sein aktuelles Album “The Horror”, das sich mit Angst und Albträumen beschäftigt. Dabei geht es um den Horror in Form von gesellschaftlichem Abstieg, dem Verlust von Sicherheiten, vor Krieg, religiösem und politischem Wahn. Wie das klingt? Überzeugt euch selbst!

#2 Bye Bye Welt, wie wir sie kannten

Eines unserer Highlights in diesem Jahr ist die Lesung von Daniel Goffart aus seinem Buch “Das Ende der Mittelschicht”. Es betrachtet gesellschaftliche Wandlungsprozesse aus der Perspektive der Mittelschicht, warnt vor den Folgen der Digitalisierung und fragt nach der Zukunft des Arbeitsmarkts, der sozialen Sicherungssysteme und dem Fortbestand einer Gesellschaft, die auf Teilhabe und Wohlstand beruht. Er teilt sich dabei die Bühne mit dem Soziologen Harald Welzer, der fernab grauer Theorie Möglichkeiten aufzeigen möchte, um die Zukunft zu gestalten. Wie genau, das erzählt er uns in seinem Vortrag “Alles könnte anders sein.”

#3 Neu: Die Bye Bye Sessions

Für alle, die besonders tief eintauchen möchten: Eine noch intensivere Auseinandersetzung mit dem diesjährigen Motto ermöglichen die neuen “Bye Bye Sessions“. Das sind drei aufeinanderfolgende Blöcke, bei denen man sich einen Tag lang mit dem Festivalthema beschäftigt. Sie bauen aufeinander auf, können aber auch einzeln besucht werden. Es gibt Diskussionen, Musik, einen Film und als krönenden Abschluss ein Clubbing.

#4 Zwischendurch den Kopf auslüften

Bei so viel Information braucht es kreative Pausen. Auch dafür haben die Veranstalter*innen gesorgt. Beim Bye Bye Karaoke könnt ihr zum Beispiel Songs rund ums Abschied nehmen zum Besten geben – da gibt es ja jeden Menge. Das ARGE Beisl liefert mit HELLO- und BYE-BYE-Cocktails einen kulinarischen Beitrag zum Festival und beim Büchertisch gibt es viel Literatur zum Festivalthema.

#5 Im Anschluss weiter diskutieren

Neu in diesem Jahr ist auch der Open Mind Festivalstammtisch. Jeden Abend nach Veranstaltungsende lädt das ARGE Beisl zum Einkehrschwung ein. Hier könnt ihr weiter diskutieren, Eindrücke teilen oder euch einfach nur ein kühles Bier gönnen und den Abend ausklingen lassen. A runde Gschicht!

Add-on: Schüler*innen und Studis können Geld sparen

“Einmal alles, bitte.” Wer das All-in-one-Paket haben möchte oder ein leeres Börserl hat, kann Geld sparen. Und zwar als ARGEkultur-Mitglied, Schüler* in, Student*in oder Lehrling. Da erhält man nämlich im Vorverkauf 50 % auf den Festivalpass und zahlt statt 60 nur 30 Euro. Immerhin 10 % für die volle Dosis Open Mind Festival gibt es beim Kauf an der Abendkassa.


Titelbild: Remko Schnorr

Miriam Kreiseder

Miriam hat ihre Zelte in Wien, Kufstein und Porto aufgeschlagen, bevor es sie wieder nach Salzburg gezogen hat. Am liebsten schreibt sie über Musik und Alltagsgeschichten.