Ausgangssperre_Virtual Escape
Aus dem Magazin

Tipp: Online-Fluchtspiel von Virtual Escape

Einen Todesfall aufklären kann man jetzt auch von zuhause aus.

Seit wir vor etwa einem Jahr zum ersten Mal bei Virtual Escape vorbeigeschaut haben, hat sich einiges getan. Die Salzburger Firma ist gewachsen, umgezogen und hat inzwischen viel, viel mehr Escape-Räume für euch zur Auswahl. Weil in Zeiten der Corona wenig bis nix geht, gibt es jetzt ein Fluchtspiel für zuhause. Und wir habens ausprobiert.

First things first: Virtual Escape ist kein gewöhnliches Room Escape-Spiel. Zahlenschlösser, dekorierte Räume und anderen Schnickschnack sucht man hier vergebens. Denn das Rätsellösen und Ausbrechen funktioniert über eine Virtual Reality-Brille und eine Art Joystick, mit der man in der virtuellen Welt einen Avatar lenkt. Alles, was man über das Konzept von Virtual Reality wissen muss, haben wir in einem dazugehörigen Blogbeitrag für die Nachwelt festgehalten. Jetzt erzählen wir euch aber etwas über den neuesten Virtual Escape-Clou: Ein Fluchtspiel, das aus der Not heraus entstanden ist und passenderweise den Titel “Ausgangssperre” trägt.

Rätsellösen von zuhause aus

Beim Online-Fluchtspiel “Ausgangssperre” kann man alleine oder gemeinsam mit Freund*innen, die auch alle zuhause sitzen, einen Todesfall aufklären. Die Geschichte ist wie immer sehr mysteriös: Sieben junge Menschen haben keinen Bock mehr auf Corona und übersiedeln für ein gemeinsames Partywochenende in ein Ferienhaus. Dort wird gebechert, was das Zeug hält. Am nächsten Tag wachen alle mit einem ordentlichen Kater auf – bis auf einen, der ist nämlich tot. Eure Aufgabe ist es herauszufinden, wie er gestorben ist. Mit ein paar Hilfsmitteln, die ihr zur Verfügung gestellt bekommt und jeder Menge Hirnschmalz solltet ihr das hinbekommen. Zeitlimit gibt es keines, auf die Uhr schauen könnt ihr aber trotzdem.

Klingt cool, was brauch ma alles?

– Internet (eh klar)
– einen Computer oder Laptop
– ein Handy
– eine Mailadresse
– einen Facebook-Account
– einen Zugriff auf Instagram (ein eigenes Profil ist nicht zwingend notwendig)
– Papier und Stift für Notizen

Wer kein Facebook hat, für den gibt es ebenfalls eine alternative Lösung. Jetzt fehlen nur noch eure Detektiv-Kollegas aka. eure Mitspieler*innen. Mit denen connected ihr euch am besten über Skype, Zoom, Facetime oder ähnliches. Dann könnt ihr gemeinsam spekulieren und euch dabei auch sehen. Der Raum ist außerdem jederzeit spielbar – die Online-Terminvergabe dient nur als Platzhalter.

Jetzt noch kurz zu den Kosten: Je mehr Spieler*innen man anmeldet, desto günstiger wird es. Bei 5 oder 6 Personen zahlt man insgesamt 34,99 Euro – also rund 6 Euro pro Nase. 3-4 Spieler*innen zahlen 29,99 Euro und wer alleine oder zu zweit spielen mag, legt insgesamt 24,99 Euronen in den digitalen Warenkorb.

virtual-escape

Fazit und Tipps

Wir waren insgesamt drei Spieler*innen verteilt auf zwei Wohnungen und hatten jeweils zwei Bildschirme (Laptop und Stand-Bildschirm). So konnten wir uns über zoom unterhalten und gleichzeitg am großen Bildschirm den Fall bearbeiten. Empfehlen würden wir übrigens eine Gruppengröße von 3-4 Personen. So behält man den Überblick und hat mehrere Hirne zur Verfügung, um bei den Rätseln weiterzukommen. Apropos weiterkommen: Versteift euch nicht zu sehr auf die klassische Taktik, dass euch die gelösten Rätsel schon irgendwie von einem zum nächsten bringen werden.

Das tun sie zwar schon, ihr solltet aber das Ziel des Spiels – nämlich die Aufklärung des Todesfalls – nicht aus den Augen lassen. Prüft am besten mithilfe der Hinweise step by step alle potenziellen Todesursachen und eventuellen Mörder*innen – frei nach Cluedo. Mehr verraten wir aber nicht. Nur so viel, dass es wirklich sehr, sehr kniffelig ist und wir eeewig gebraucht haben. Dafür ist das Spiel saugeil und kreativ gemacht und steht einem “echten” Escape Room um nichts nach. Hilfe oder Denkanstöße gibt es natürlich auch – die kann man jederzeit in Anspruch nehmen. Wer jetzt neugierig ist, kann sich das Spiel hier nochmal genauer anschauen. Oder am besten gleich losspielen. Sagt’s uns gerne, wie es euch gegangen ist!


Schleichwerbung, nein danke

Wir bekommen für unsere Freizeittipps natürlich kein Geld und die Meinung ist wie immer unsere eigene. Schleichwerbung gibt es auf Fräulein Flora prinzipiell nicht. Es gibt zwar bezahlte Werbung, die ist aber immer gekennzeichnet und ganz bewusst so selten, dass sie nicht lästig wird. In diesem Fall haben wir einen Gutscheincode für das Spiel bekommen und sagen Danke, dass wir unser Hirnschmalz wieder mal ein bisschen fordern durften.


Titelbild: (c) Virtual Escape

Miriam Kreiseder

Miriam hat ihre Zelte in Wien, Kufstein und Porto aufgeschlagen, bevor es sie wieder nach Salzburg gezogen hat. Am liebsten schreibt sie über Musik und Alltagsgeschichten.