Kultur

AniSekai: Salzburg bekommt seine erste Anime-Convention

Japanisches Lebensgefühl im Odeïon Salzburg.

Obwohl Salzburg nicht gerade groß ist, passiert es uns immer wieder, dass sich Dinge gänzlich außerhalb unseres Sichtfensters abspielen. Ein gutes Beispiel dafür ist die AniSekai, bei der am 18. und 19. Mai 2019 hunderte bis tausende Anime-Fans aus ganz Österreich erwartet werden. Ihr hört davon zum ersten Mal? Dann geht’s euch so wie uns!

Organisiert wird die AniSekai maßgeblich von den drei jungen Salzburger Comic-Fans Christian, Julian und Lisa. Die drei sind aktive Mitglieder des Vereins Animix, in dessen Rahmen sie ihr Hobby mittlerweile seit mehreren Jahren ausleben. In ihrem konkreten Fall heißt das: Sie treffen sich regelmäßig mit ihren Vereinskollegen, um gemeinsam über Anime und japanische Jugendkultur zu fachsimplen, um Kostüme zu basteln … und mal eben so eine fette Convention in Salzburg zu veranstalten. Wir haben die drei zum Interview getroffen und den Japan-Fans ein paar Fragen gestellt.

Kurze Begriffserklärung: Was ist Anime, Manga und Cosplay?

Als Anime bezeichnet man in Japan produzierte Zeichentrickfilme, die mittlerweile weltweit Fans und Anhänger haben. Manga sind das Comic-Gegenstück am Papier. Cosplay wiederum bezeichnet das Basteln, Kaufen und Tragen von Verkleidungen, die häufig dem Universum von Computerspielen, Serien oder Filmen entstammen. Das müssen nicht unbedingt Mangas oder Anime sein, denn beliebt bei Cosplay-Fans sind zum Beispiel auch das Star Trek Universum (kennen wir aus Big Bang Theory) oder Serien wie Game of Thrones.

Was tut sich bei der AniSekai?

Ihr könnt euch noch immer nicht vorstellen, wen oder was man auf so einer Convention zu erwarten hat? Dann ist es am Besten, ihr stattet der AniSekai einfach einen Besuch ab. Fürchten muss man sich jedenfalls nicht, denn die Veranstalter haben uns versprochen, dass sich ihr Event nicht nur an Insider richtet, sondern ganz gezielt an alle Salzburger*innen, die sich einen Eindruck von den japanischen Kunstformen und der vielfältigen Fanwelt drumherum verschaffen wollen.

Vor Ort werdet ihr nicht nur zahlreiche Verkleidete treffen, es gibt auch ein aufwändiges Rahmenprogramm mit Workshops, Ständen, Lesungen, Wettbewerben, Theateraufführungen vom Flying Sushi Theatre und als Highlight einen Auftritt vom japanischen Jodler und Internetstar Takeo Ischi. Den kennt ihr als Meme, auch wenn ihr nicht wusstet, dass ihr ihn kennt.

So kommt ihr an Tickets für die AniSekai

Wer Lust hat, sich das anzuschauen, der sollte einfach am Samstag oder Sonntag vorbeikommen und sich vor Ort ein Ticket kaufen. Der Tageseintritt kostet am Samstag 17 und am Sonntag 14 Euro, ein Pass für die ganze Convention 23 Euro. Solltet ihr ein Kostüm besitzen, würden wir an eurer Stelle nicht davor zurückschrecken, es anzuziehen. Und wenn nicht, dann werdet ihr bei der AniSekai vielleicht zum Cosplay Fan und seid dann einfach nächstes Jahr kostümiert am Start.

Matthias Gruber

Matthias Gruber ist ein Ur-Salzburger, der auszog, um Italien und Wien zu erobern. Gern ist er wieder zurückgekommen und macht für das Fräulein Flora wunderschöne Fotos der “Nicht-Nur-Mozartstadt”, die von witzigen Texten begleitet werden.