Anbandlerei: Das Offline-Tinder aus Salzburg

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Wer genug hat vom Swipen, heuert bei der Anbandlerei an

Fanden wir einfach süß: In Salzburg gibt es drei Frauen, die Claudia, Teresa und Andji heißen. Alle drei hatten (und haben noch immer) die Nase bummvoll vom Tindern. Und sehnten sich in die gute alte Zeit zurück, in der es ein bissi weniger um Oberflächlichkeit und ein bissi mehr um einen echten ersten Eindruck ging. Weil dieses Jahr eh schon alles wuascht ist, wurde die Enttäuschung übers Online-Daten gleich in ein produktives Projekt umgewandelt. 

Corona gab den Anstoß. Wie lernt man eigentlich jemanden kennen, wenn man seine Abende nicht einsam swipend vor dem Handyscreen verbringen will und vertrottelten Nachrichten von deppaten Tinderprofilen verzichtbar findet? Die Antwort, die Claudia, Teresa und Andji gefunden haben, scheint dodleinfach und dennoch oft nicht naheliegend. „Man muss sich im echten Leben treffen, etwas gemeinsam unternehmen und abtesten, was mit dem anderen so geht“, sind sich die drei einig.

Dazu kommt, dass alle drei Single sind und keinen Bock mehr drauf hatten. Deswegen waren sie sehr fleißig. Konzept schreiben, beim Online-Startup-Weekend im Sommer mitmachen, Projektnamen von „Love is in the air“ in Anbandlerei ändern, Feedback einarbeiten und schließlich … äh … loslegen. Zwischen den Corona-Wellen ist die Sache übrigens schon super angelaufen.

(c) Die Anbandlerei

Was ist jetzt diese Anbandlerei?

Die Anbandlerei ist ein Projekt, das ganz viele tolle Veranstaltungen anbietet, bei denen sich Singles näher kennenlernen und (auch wenn’s nicht romandisch wird), einfach eine gute Zeit haben können. Damit das auch so ist, gibt es ganz unterschiedliche Anbandel-Formate für – nona – unterschiedliche Interessensgebiete. Es wird gemeinsam am Berg gegangen, gekocht, es werden neue Lokale gemeinsam ausprobiert und und und. Irgendwann, sagt Claudia, wäre es natürlich cool, wenn die Anbandlerei Events mit hunderten Love Birds veranstalten könnte. Derweil sagt  Corona no. Wuascht, weiterdenken darf man auch jetzt schon.

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So funktioniert die Anbandlerei!

Schritt 1: Corona lässt Treffen wieder zu
Schritt 2: Ihr schaut euch das Angebot von der Anbandlerei an
Schritt 3: Ihr bucht euch ein individuelles Angebot (das kostet unterschiedlich viel, je nach Aktivität)
Schritt 4: Ihr geht zum Treffpunkt und lernt die anderen kennen
Schritt 5: Ihr lasst euch auf das seltsame Spiel namens Liebe ein und findet vielleicht jemanden, mit dem*der ihr mehr Zeit verbringen wollt.

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Wie werden die Treffen kurariert?

Die Zusammensetzung der Teilnehmer*innen hat die drei Gründerinnen lange beschäftigt und ganz fertig sind sie mit dem Durchdenken noch nicht. Eine Balance zwischen Männern und Frauen soll gewährleistet sein, sexuelles Interesse (als wen man denn überaupt finden möchte) kann im Vorfeld im Kontaktformular angegeben werden. Was die drei absichtlich nicht kuratieren, ist das Alter. Warum? Weil die Liebe kein Alter kennt. Das wissen wir alle vom Lugner.

Jetzt wird’s persönlich: Wer sind denn die drei Anbandlerinnen?

Claudia, Teresa und Andji kennen sich schon lange. Teresa ist Claudias Tochter und Andji Teresas beste Freundin. Als quasi „Adoptiv-Tochter“ machen die drei viel miteinander, haben sogar schon einmal im selben Unternehmen gearbeitet. Wenn sie gerade nicht mit der Anbandlerei beschäftigt sind, ist Claudia Coach, Teresa Eventmanagerin und Andji arbeitet daran, Juristin zu werden.

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an|ban|deln

mit jemandem eine [nicht ernsthafte] Liebesbeziehung anknüpfen

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Leider ist es ja so, dass im November keine Treffen stattfinden können. Aber: Falls das Offline-Tinder was für euch ist, könnt ihr der Anbandlerei schon mal auf Facebook oder Instagram folgen. Wer weiß, was Teresa, Claudia und Andji in der Zwischenzeit noch einfällt.


Schleichwerbung, nein Danke!

Wir bekommen für unsere Tipps natürlich kein Geld und im Normalfall wissen die Leute gar nicht, dass wir da waren, außer sie wundern sich über unsere bescheuert große Kamera. Schleichwerbung gibt es auf Fräulein Flora prinzipiell nicht. Bezahlte Werbung gibt es, aber sie ist immer gekennzeichnet und ganz bewusst so selten, dass sie nicht lästig wird. In diesem Fall waren wir einfach voll interessiert an der Liebe. Gutes Gelingen, den Anbandlerinnen.

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