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10 Tipps für ein Winterwochenende am Hochkönig

Zwei Tage im Pow Pow-Wunderland

Mit der Region Hochkönig verbinden uns viele Erinnerungen: der erste Skikurs, der erste gebrochene Arm beim Snowboarden und im Sommer die erste große Bergtour. Allerdings haben wir noch nie mehrere Tage in der Region verbracht. Vor Kurzem waren wir mit einer Gruppe an Blogger-Kollegen für ein ganzes Wochenende am Hochkönig und haben festgestellt: Übernachten zahlt sich aus. Unsere zehn Lieblingstipps haben wir für euch zusammengefasst.

Übernachten im Hotel Sepp

Das vielleicht beste Argument, nach einem Skitag nicht gleich nach Hause zu fahren, ist das Hotel Sepp. Es hat erst vor wenigen Monaten aufgesperrt und ist ohne Übertreibung eines der coolsten Häuser, in denen wir bisher geschlafen haben. Das beginnt schon beim Checkin. Die Rezeption sucht man im Erdgeschoß vergeblich, in diesem Hotel spielt sich nämlich alles am Dachboden ab. Und der ist extrem gemütlich. Auch das Freiluft-Pool ist am Dach, und die Sauna befindet sich in einem umgebauten Streamline-Camper und die Zimmer sind nicht nur wunderschön, sie kommen alle mit verspielten Extras daher. Unser Raum hatte zum Beispiel einen Plattenspieler mit fettem Soundsystem, andere haben eine Leinwand mit Videobeamer. Preislich ist das Sepp kein Schnäppchen, aber wenn ihr ein bisschen was auf der hohen Kante habt, dann gönnt es euch. Ihr werdet es nicht bereuen.

Hotel Sepp

Gin probieren in der Hochkönig Edelbrennerei

Wir sind ja normalerweise keine ausgebildeten Schnapstrinker. Will heißen: Gin wird bei uns mit massig Tonic vermischt und der billige Whiskey, den wir uns normalerweise leisten können, reimt sich auf Cola. Dementsprechend kam unser Weltbild ins Wanken, als wir zum ersten Mal die Hochkönig Edelbrennerei Grünegg betreten haben. Im hinteren Teil des urigen Erbhofes hat sich die Familie Rainer eine Brennerei eingerichtet. Die Brände des Hauses werden bei Wettbewerben immer wieder ausgezeichnet und wer den High King Gin probiert, der möchte dieses edle Getränk nie wieder mit Tonic verpantschen.

Brennerei Hochkoenig

Die Königstour fahren

Wir finden es ja immer ein bisschen peinlich, wenn Skigebiete mit ihren Pistenkilometern angeben. Der Hochkönig ist da aber eine Ausnahme. Bei der sogenannten Königstour geht es nämlich nicht um die Frage, wer den größten hat, sondern, wer am längsten kann. Die Runde führt über sechs Gipfel auf 35 durchgehenden Pistenkilometern und 7.500 Metern Höhenunterschied rund um den Hochkönig. Wer das an einem Skitag schaffen will, der sollte in der Hütte besser nicht zu viele Germknödel essen. Einsteigen kann man in die Runde ganz einfach von Maria Alm, Mühlbach oder Dienten.

Skifahren Hochkoenig

In der tom Almhütte einkehren

Wer es beim Skifahren gern gemütlicher angeht, der sollte unbedingt in der tom Almhütte bei der Bergstation der Natrunbahn einkehren. Maskottchen des Hauses ist der Mops Choupette. Punkten kann der sympathische Betrieb aber auch mit einer sehr coolen Architektur und einer außergewöhnlichen Speisekarte. Extrem stattlich ist dabei das vegane Angebot. Wobei wir schon beim Thema wären: In der Region Hochkönig wird viel Wert darauf gelegt, dass auch vegane Gäste auf ihre kulinarischen Kosten kommen. Deshalb gibt es ein eigenes Siegel namens „Hochkönig vegan“, das nur an Hütten verliehen wird, die mind. ein veganes Gericht und Getränk anbieten.

… und danach bei der Deantnerin vorbeischauen

Wenn man die tom Almhütte erwähnt, darf auch die Deantnerin nicht verschwiegen werden. Die moderne Hütte ist nicht nur extrem schön gestaltet, auch die Mitarbeiter sind mega freundlich. Wer Hüttenwirt*innen bisher als grantelnde Zeitgenossen erlebt hat, wird hier eines Besseren belehrt. Besonderes empfehlen können wir die Kaspressknödelsuppe. Übrigens kann man bei der Deantnerin auch heiraten.

Freeriden in Dienten

Vor unserem Aufenthalt in Hochkönig hatten wir mit dem Feeriden eher wenige Berührungspunkte. Im Gegensatz zum Skitourengehen ist man dabei großteils mit Skiliften unterwegs, fährt dann aber abseits der gesicherten Pisten auf sogenannten Skirouten durch den Tiefschnee. Skirouten sind markierte, aber nicht präparierte Strecken für Freerider, sie werden auf Lawinengefahr überprüft und dementsprechend freigegeben oder nicht. Insgesamt sieben Skirouten gibt es in der Region. Die meisten von ihnen starten bei der Bergstation der Abergbahn. Achtung: Freeriden ist genauso wie Skitourengehen nur etwas für Geübte. Die Sicherheitsvorkehrungen (Lawinenpieps, Sonde, Schaufel …) sind unbedingt einzuhalten. Wenn ihr unsicher seid, könnt ihr euch am Hochkönig einen Tag lang von einem Guide begleiten lassen, der euch erklärt, wie es geht. Das Paket SKI AMADÉ – MADE MY DAY enthält Freerideausrüstung, den Guide und einen kulinarischen Ausklang auf der Scheppalm. Mit 149 Euro ist das Angebot nicht billig, aber ein ideales Geburtstags- oder Weihnachtsgeschenk für alle, die gern mal in das Thema Freeriden reinschnuppern möchten.

In der Gondel zu Abend essen

Eventtipp für Romantiker: Im Rahmen der Wein- und Skigenusswoche kann man am 22. März 2019 in der Gondel sein Abendessen schnabulieren: Von der Talstation der Natrunbahn in Maria Alm aus startet um 19 Uhr eine Gondel-Sonderfahrt, während der ein regionales 3-Gänge-Menü mit Weinbegleitung serviert wird. Bei jedem Durchlauf wird an der Bergstation der jeweilige Gang aufgetragen. Nach dem Hauptgang erwartet die Gäste in der tom Almhütte ein Flying Dessert mit Kaffee und Live-Musik. Der Gondel.Alm.Genuss kostet 99 Euro pro Person.

Tierli streicheln und Schlitten fahren am

Ein nettes Abendprogramm am Hochkönig ist die Wanderung hinauf zur Jufenalm. Von dort führt nicht nur eine sehr nette Rodelstrecke ins Tal, man kann auch allerhand Tierli beobachten und im Stall streicheln. Nach einem aggressionsgeladenen Tag im Büro gibt es bekanntlich nichts beruhigenderes, als ein kleines Lamm zu kraulen oder einem Zwergpony beim Liebsein zuzuschauen.

Hutessen auf der Jufenalm

Wer mit Tierli fertig ist, geht weiter zum Hutessen. Dabei handelt es sich um eine Mischung aus Raclette und Barbecue. Die dünnen Fleisch- oder Gemüsescheiben kommen auf ein kegelförmiges Metallstück und werden dort gebraten. Die Dynamik am Tisch entspricht jener beim Fondue: Am Anfang hat jeder Angst, nicht genug von ihren Bissen am Ofen unterzubringen, nach 20 Minuten sind alle voll.

Schneeschuhwandern

Schneeschuhwandern ist irgendwie der kleine Bruder vom Skitourengehen. Man genießt die gleichen wunderschönen Aufstieg – ohne die abschließende Abfahrt. Am Hochkönig gibt es mehrere ausgeschilderte Routen, in denen Schneeschuh-Einsteiger*innen gefahrlos durch das Winterwunderland walken können. Anfänger*innen starten am Besten beim Arthurhaus, wo man sich auch Schneeschuhe ausleihen kann (bitte vorher anrufen und reservieren).


Unsere Fellow-Blogger*innen bei der Bloggerreise in die Region Hochkönig gemeinsam mit dem SalzburgerLand waren übrigens die folgenden. Schaut’s auf jeden Fall auf ihren Instagram-Kanälen und Blogs vorbei.

Matthias Gruber

Matthias Gruber ist ein Ur-Salzburger, der auszog, um Italien und Wien zu erobern. Gern ist er wieder zurückgekommen und macht für das Fräulein Flora wunderschöne Fotos der “Nicht-Nur-Mozartstadt”, die von witzigen Texten begleitet werden.