In Salzburg gibt es einen Ort, an dem man – fest in einen Gurt geschnürt – Richtung Himmel aufsteigen kann. Die City Wall in der Glockengasse ist ein Klettersteig auf den Kapuzinerberg, der zum urbanen Kletter-Quickie ermutigt und von Anfängern und Könnern bestiegen werden kann. Wir haben’s ausprobiert und können gleich jetzt vorwegnehmen: Es ist das Geilste!

Weil wir in Sachen Klettern vollkommen unerfahren sind, haben wir uns gemeinsam mit dem Guide Helmut auf den Weg gemacht. Der kennt den Klettersteig nämlich wie seine Westentasche und ist als Chef der Salzburger Naturfreunde hauptverantwortlich dafür, dass man auch als Anfänger mitten in der Salzburger Altstadt klettern kann.

Turns out: ein bisschen Geduld braucht man vorm ersten Kletter-Abenteuer: für eine Sicherungs-Einführung, die Anpassung des Equipments und ein paar gute Ratschläge vom Profi. Dann kann’s losgehen!

Klettern in Salzburg an der City WallWas ist eigentlich ein Klettersteig?

Im Gegensatz zum eigentlichen Klettern ist man beim Klettersteig an einem Stahlseil gesichert, das man während des gesamten Aufstiegs nicht loslässt. Ganz im Gegenteil: Das Seil dient als Leitsystem und als Sicherung. Mit Hilfe der Karabiner, die am umgeschnürten Hüftgurt hängen, hantelt man sich dann Stück für Stück vor – und das macht ziemlich viel Spaß.

Unterschiedliche Schwierigkeitsstufen auf der City Wall

Beim Klettersteig in der Glockengasse hat man zwei Möglichkeiten, um ans Ziel zu kommen: Eine leichte und eine anspruchsvollere Route führen nach oben. Die anspruchsvollere beinhaltet eine Leiter, auf der stehend man einen Top-Ausblick über die Stadt und in eines der Büros bei Akzente Salzburg blicken kann. Wie unser Guide Helmut feststellt, sind wir ziemlich „gipfigeil“ und wollen deshalb gleich beim ersten Mal die schwierigere Route klettern.

Klettern in SalzburgTipps für den ersten Kletter-Quickie auf der City Wall:

#1 Equipment:

Equipment brauch man – im Vergleich zu anderen Sportarten – beim Klettersteig gehen sehr wenig. Wir haben es ausgerechnet: Mit rund 200 Euro Materialinvestition ist man absolut dabei. Die gute Nachricht: Kleidung und Schuhe braucht man zum Klettern keine Speziellen. Bewegen soll man sich gut können und die Schuhe sollen fest sein und ein gutes Profil haben. Übrigens: Die Naturfreunde verleihen auch an Nicht-Mitglieder alles, was man braucht. Einfach mal anrufen und nachfragen.

Die Bestandteile:

  • Helm (ab 35 Euro)
  • Gurt (ab 60 Euro)
  • Klettersteigset-Sicherung (ab rund 100 Euro)
  • Handschuhe (ab 20 Euro)

Zeugs das man zum Klettern braucht#2 Technik:

Wer noch keine Klettersteigerfahrung hat, sollte sich die Technik beim ersten Mal zumindest einmal von einem Profi erklären lassen. Bei der City Wall gibt es genau zu diesem Zweck einen Übungsbereich. Dort hievt man sich einmal durch und lernt dabei die Sicherungstechnik und Armhaltung. Geht eigentlich leicht, muss man aber einmal gesehen haben.

#3 Lernen:

Klettern ist nicht ganz ungefährlich. Deswegen muss man wissen, wie man sich am Seil verhält. Die Naturfreunde Salzburg teilen ihr Wissen gerne und zeigen auf Anfrage den ganzen Sommer lange die Grundlagen des Klettersteigens. Ab vier Personen werden Gruppen geführt, pro Person kostet das 36 Euro.

Sollen wir mal gemeinsam klettern gehen? Kurze Email an info@fraeuleinflora.at und wir organisieren einen Trip!

„Oben angekommen, ich schäme mich nicht, es einzugestehen, habe ich geweint.“ Achille Compagnoni & Eva Krallinger-Gruber (Bergsteiger & Salzburger Bloggerin)

Wer vom Klettern genauso angefixt ist, wie wir, kann sich einen Kletterreiseführer checken. Alle möglichen und unmöglichen Routen aus Salzburg sind darin von einem Profi beschrieben. Sicher gut zum Ausprobieren.