Was passiert, wenn ich bei der AK-Wahl 2024 NICHT wähle?

Kurzantwort: Ihr schmeißt nicht nur euer Recht auf Mitbestimmung weg. Ihr verpasst auch die Gelegenheit, die Arbeiterkammer zu stärken. Denn je mehr Menschen hinter der AK stehen, desto stärker ist sie. Und eine starke AK ist immer wichtig und jetzt besonders. Schlussendlich müsst ihr mit den Konsequenzen leben, die im blödesten Fall auch negativ für euch ausgehen können. Wir erinnern uns an dieser Stelle gern an den blast from the past. Gewählt wird vom 26. Jänner bis 8. Februar 2024, ab sofort könnt ihr aber schon per Briefwahl loslegen (schaut’s ins Postkastl!).

Kleine Wiederholung in Sachen Arbeiterkammer-Wahl. Quasi alle, die nicht selbstständig arbeiten, sind Mitglieder der Arbeiterkammer. Die AK ist eure Interessensvertretung und möchte das Beste für euch als Arbeitnehmer*innen. Unterschiedliche Fraktionen haben aber unterschiedliche Einschätzungen, was das Beste für euch ist. Auf den jeweiligen Webseiten könnt ihr nachlesen, wofür sich die gewählten Kammerrät*innen einsetzen wollen. Und auf dieser Basis eine Wahlentscheidung treffen. Es gibt dabei kein falsches Kreuzerl, außer das, das nicht gesetzt wurde.

Weiter geht’s: Insgesamt werden in der AK Salzburg 70 Kammerrät*innen gewählt. Je mehr Stimmen eine Fraktion bekommt, desto mehr Plätze besetzen deren Kammerrät*innen in der Vollversammlung aka dem „Parlament der Arbeitnehmer*innen“. Sie sind es auch, die den oder die Präsident*in der Arbeiterkammer wählen.

Die letzte AK-Wahl fand 2019 statt. Kommt euch lange her vor? Eine Menge ist seitdem passiert. Eine Pandemie, zum Beispiel. Kriege, Lebensmittel-Preis-Sky-Rocketing, Energie-Höchstpreise, etc. Alles Ereignisse, deren Konsequenzen in der AK im Sinne der Mitglieder bearbeitet werden.  

Das Ergebnis der Wahl 2019 mit einer Wahlbeteiligung von 33,9 Prozent war folgendes:

So, was wollen wir von euch?

Eigentlich nicht viel. Außer dass ihr an der AK-Wahl 2024 vom 26. Jänner bis 8. Februar 2024 teilnehmt, solltet ihr wahlberechtigt sein. Ob ihr (so wie rund 4 Millionen andere Mitglieder) wahlberechtigt seid, könnt ihr hier checken. Mitmachen ist sehr einfach, auch, weil die AK-Wahl über einen längeren Zeitraum läuft. Für alle, die sich jetzt nicht mehr halten können: Ab Anfang Jänner 2024, also quasi jetzt, geht’s mit der Briefwahl los. Schaut’s ins Postkastl, da könnte schon der Wahlzettel drinnen liegen. Wenn ihr gern wohin geht, um ein Kreuzerl zu machen: Ihr könnt in vielen Fällen im  Betrieb wählen oder ihr kommt zwischen dem 26. Jänner und 8. Februar in die AK-Bezirksstellen (in Salzburg in der Markus-Sittikus-Straße 10) oder in den Europark. Und dann ist auch ein mobiles Wahllokal unterwegs. 

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Jetzt sollten wir wahrscheinlich noch besprechen, was die AK für euch tun kann, wenn ihr euch schon die Mühe macht, wählen zu gehen. 

Mein Gott, dieses Erwachsenwerden. Und schlimmer: das Erwachsensein. So viele Sachen muss man wissen, Fristen einhalten, Raten zurückzahlen, Dinge im Blick behalten. Ja, sogar Arzttermine sollen wir uns selbst ausmachen. Aber brav sein alleine reicht nicht. Auch bei den Steuern auskennen muss man sich. Arbeitsverträge kapieren und das geht immer so weiter und so fort.

Wir haben es lange nicht gewusst, weil unsere Eltern ein gut gehütetes Geheimnis daraus gemacht haben. Aber: Da gibt es Menschen, die sind auf eurer Seite. Die Mitarbeiter*innen der Arbeiterkammer kann man alles fragen, was einem selbst unangenehm werden könnte.

Konsument*innenschutz:

Ihr fahrt auf Urlaub in ein teures Ressort, legt’s ordentlich ab und nichts, aber schon gar nichts am Urlaubsort entspricht dem, was ihr gebucht habt? Fotos machen und dann zur Arbeiterkammer gehen. Irgendeiner will euch erklären, dass der Gutschein aber nur ein Jahr gültig ist? Gutschein nehmen und zur Arbeiterkammer gehen. Ihr seid Opfer eines Online-Abo-Schmäh geworden? Screenshot machen und zur Arbeiterkammer gehen. In der Arbeiterkammer sitzen Expert*innen, die sich sehr gut auskennen mit dem Warenaustausch. Für alle ist die Beratung kostenlos und die AK-Profis helfen euch, euer Problem zu regeln.

Arbeitsrechtsberatung:

Thema: All-In-Vertrag, Urlaubszeiten, Karenzzeiten, Pflegeurlaub, Kündigungen, etc: Ganz ehrlich, wer kennt sich da noch aus? Dabei gibt es sehr genaue Regeln für den Arbeitsplatz, die eure Arbeitgeber*innen zwar kennen sollten, aber es mit Sicherheit nicht tun. Zumindest nicht alle. Bei der Arbeiterkammer kann man nachfragen, Verträge prüfen lassen und wenn Unrecht passiert ist (z. B. dubiose Kündigungen) auch gegen Entscheidungen vom Arbeitgeber ankämpfen. Wenn es hart auf hart kommt, zieht die AK für ihre Mitglieder vor Gericht. Und das natürlich kostenlos.

Verhandlungen im Sinne der Mitglieder führen:

Sozialpartnerschaft klingt nach einem großen Wort. Im Grunde beschreibt es die Zusammenarbeit der großen wirtschaftlichen Interessensverbände Österreichs untereinander. Ihr kennt natürlich die alljährlichen Verhandlungen zu den Kollektivverträgen. Auch auf diesem Tisch nimmt die Arbeiterkammer neben den Gewerkschaften Platz und vertritt die Interessen aller Beschäftigten. Also auch eure, solltet ihr wo angestellt sein.

Nochmal zur Erinnerung: Bei der AK-Wahl 2024 wählen gehen. Vom 26. Jänner bis 8. Februar 2024. Direkt im Betrieb oder per Briefwahl.

Inhaltlich haben wir das Gefühl, dass ihr jetzt das Wichtigste wisst. Aber wie wir euch kennen, habt ihr es eh schon immer gewusst. Erinnern schadet nicht, vor allem, wenn wir immer alle so beschäftigt sind mit dem Leben an sich. Schaut’s in eure Postkastln, macht Gebrauch von eurer Stimme. Und dann schauen wir mal, was passiert. 

Schleichwerbung, nein Danke!

Wir nehmen für unsere redaktionelle Berichterstattung niemals Geld an. Werbung gibt es beim Fräulein, aber selten. Wenn wir Werbung machen, steht das außerdem ganz klar im Titel und nicht irgendwo versteckt – deswegen ist es uns wichtig, dass ihr wisst: Dieser Artikel ist in schöner Zusammenarbeit mit der AK Salzburg entstanden. Danke für euren Einsatz! 

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