Neu in Salzburg: Wurzeln finden (und essen) bei Roots

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Bowls, Porridge, Kaffee und das alles in vegan

Die Auflage vom Vermieter war, dass wir den Nahversorger-Charakter aufrecht erhalten, erzählt Lisa. In Mülln, neben dem Orinoco, da wo früher der Müllner Nahversorger war, ist sie seit Ende Mai die Shopmanagerin vom „Roots“ – oder auf Deutsch: Wurzeln. Über den Namen hat Lisa lange nachgedacht: Die eigenen Wurzeln sollen im Laden Eingang finden, aber auch die, die man aus der Erde gräbt. Eine schöne Geschichte, die perfekt umgesetzt wurde.

Eigentlich ist es simpel: Bei Roots ist grundsätzlich alles vegan, aber wer tierische Produkte will, kann diese auch haben – und zwar in hoher Qualität. So serviert Lisa Frühstück (warmes Porridge), Mittagessen (Bowls, zum Beispiel und Curry), Brote mit Aufstrich und köstliche Kuchen. Kochen tut das Ganze Norkys, die aus gesundheitlichen Gründen Veganerin wurde und immer noch geflasht davon ist, wie gut und wie variationsreich diese Küche ist. „Letztens habe ich Mozzarella aus Cashewnüssen ausprobiert, ich hab vorher nicht mal gewusst, dass das geht“, erzählt sie.

Superfood aus der Heimat

Im Roots wird (optionaler) Veganismus mit Regionalismus kombiniert. „Wir schauen drauf, dass wir Getreide aus Österreich nehmen“, sagt Lisa. Davon gibt es nämlich genug: Rollgerste zum Beispiel oder Quinoa – angebaut in Niederösterreich. Gemüse und Obst wird saisonal verkocht, der Fokus liegt auf Wurzeln – eh klar, deswegen auch der Name. Pastinaken, rote Rüben und Superfood, das nicht importiert werden muss: geschrotete Leinsamen oder auch Hanfsamen landen in den Gerichten. Wer sich mit dem Essen an die Salzach verziehen will, kann sich übrigens eine Picknick-Decke und ein Essgeschirr ausleihen – so wird Verpackungsmaterial gespart.

Nicht nur Fertiggekochtes, sondern auch hochwertige Lebensmittel zum Selberkochen

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Der Nahversorger ist wie versprochen geblieben: Es gibt zwar keine Eier mehr zu kaufen und auch das Leberkässemmerl musste weichen, dafür sind in die Regale geile Sirupe eingezogen – und sogar die könnten von der Wiese nebenan kommen: Spitzwegerich steht auf der Flasche oder Löwenzahn. „Die spritzen wir mit Soda auf“, sagt Lisa, „und das schmeckt richtig gut.“ Reis, Mehl, Getreide, das alles könnt ihr bei Roots kaufen. Aso, und selbstgemachte Eistees, Chai, goldene Milch, undundund.

Es muss nicht jeden Tag Fleisch geben

Bevor Lisa bei Roots gearbeitet hat, war sie in einer Arztpraxis angestellt. „Ich kam irgendwann an den Punkt, wo ich mich nicht mehr so viel mit Krankheit, sondern mehr mit Gesundheit befassen wollte“, sagt sie. Und einen riesigen Anteil an Gesundheit hat Ernährung, LEBENsmittel halt. Im Zuge dessen ist sie auch drauf gekommen, dass wir gar nicht so viel Tierisches essen müssen, „früher“, meint sie, „gab es auch nur selten Fleisch. Warum wir jetzt jeden Tag eines auf den Tisch tun müssen, verstehe ich nicht.“

Eigene Kaffeeröstung für pflanzliche Milch

Bei Roots gibt es aber nicht nur Salziges. Die Kuchen (wir haben vier Stück ausprobiert) sind heeerrlich: Zitronenkuchen, Karottenkuchen, Schokokuchen und der vierte fällt uns nicht mehr ein, war aber auch gut – alle vier vegan. Gebacken hat sie Norkys, die begeistert erzählt, dass das Topping vom Karottenkuchen nicht nur komplett vegan ist, sondern viel besser schmeckt, als der übliche Frischekäse-Batz. Kaffee ist aus dem Hause „Da Salzburger“ und da wurde etwas ganz Besonderes überlegt: Weil die pflanzliche Milch oft ein bissi süßer ist, als Kuhmilch (gibt es im Roots auch), ist die Kaffeeröstung angepasst worden. Gute Idee eigentlich! Vielleicht auch ein Tipp für Veganer*innen mit Siebträger-Maschine.

Liaber, schattiger Gastgarten

Im Roots gibt es übrigens auch einen kleinen, feinen Gastgarten, wo man die Speisen gleich schnabeln kann. Der ist schattig und nett zum Sitzen, mit einem kleinen Buddha in der Ecke.

Roots Salzburg
Müllner Hauptstrasse 36
5020 Salzburg

Öffnungszeiten:
Mo-Sa 7:30 bis 19:00 Uhr

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