Aus dem Magazin

Ehrenamtlich arbeiten in Salzburg

So macht ihr mehr aus eurer Freizeit!

Aus eigener Erfahrung können wir sagen: Kaum etwas ist so spannend und bereichernd, wie freiwilliges Engagement. Egal, ob es beim Kochen für Obdachlose oder beim Deutschlernen mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen ist: Wer freiwillig arbeitet, hinterlässt eine Spur im Leben eines anderen Menschen, die oft ein ganzes Leben lang nachwirkt. Wir haben einige Möglichkeiten unter die Lupe genommen.

Mit minderjährigen Geflüchteten arbeiten

Flucht ist in vielen Fällen ein traumatisches Erlebnis, vor allem für Kinder und Jugendliche. Das SOS-Clearing-house ist eine Einrichtung für unbegleitete, minderjährige Flüchtlinge. Etwa 50 Jugendliche zwischen 14 und 18 werden hier betreut. Immer gerne gesehen sind Freiwillige, die auf unterschiedlichste Art unterstützen: etwa bei Ausflügen und Spaziergängen, beim gemeinsamen Kochen oder Musizieren. Wichtig ist nur die Regelmäßigkeit, wobei man als Freiwillige*r selbst entscheiden kann, ob man wöchentlich oder monatlich Zeit hat.

Kinder beim Lernen unterstützen

Nachhilfeunterricht und Lernbetreuung ist schweineteuer – vor allem für Kinder, die ohnehin schwierige Startbedingungen haben. Für sie kann es im Leben einen entscheidenden Unterschied machen, ob es jemanden gibt, der bei Hausübungen hilft, gemeinsam auf Tests lernt, oder einfach mal geduldig zuhört. Im Lerncafé der Caritas passiert genau das. Als Freiwillige*r begleitet ihr ein Mal pro Woche Kinder beim Lernen, Basteln oder bei Ausflügen.

Mit Senior*innen musizieren

Die Caritas Altenpension ist ein spannender Ort: Hier finden ältere Menschen ab 45 mit psychiatrischen Beeinträchtigungen ein Zuhause. In kleinen Wohngruppen gestalten die Bewohner*innen ihren Alltag so weit wie möglich selbst: Es wird gemeinsam gekocht, gegessen und natürlich auch gesungen. Damit die sehr beliebte Singrunde auch in Zukunft gemeinsam trällern kann, braucht es musikalische Freiwillige, die alle vierzehn Tage mit den Bewohner*innen musizieren. The stage is yours!

Kochen für obdachlose Menschen

Das Haus Franziskus ist eine Notschlafstelle, in der Obdachlose einen Schlafplatz, eine warme Mahlzeit und andere Unterstützung erhalten. Immer wieder werden Freiwillige gesucht, die den Kochlöffel schwingen und für die Klient*innen der Notschlafstelle kochen. Das geht auch in der Gruppe, zum Beispiel als Freundeskreis oder Pärchen. Der Zeitaufwand dafür beträgt ca. drei Stunden, etwa einmal im Monat. Also Hobbyköch*innen dieser Welt: Zeigt, was ihr könnt!

Ehrenamtlich arbeiten in Salzburg

Jungen Eltern zur Seite stehen

Kommt ein Kind auf die Welt, kann das ganz schön herausfordernd sein. Vor allem, wenn ein Partner erkrankt oder ein Elternteil alleinerziehend ist. Das Projekt Calimero bietet in solchen herausfordernden Situationen Unterstützung an. Eine Freiwillige unterstützt die Familie ein bis zweimal pro Woche zuhause: Sie betreut das Neugeborene, spielt mit den Geschwisterkindern, begleitet die Mutter zu Arztterminen oder Ähnliches. Die Unterstützung durch Freiwillige bewirkt, dass erschöpfte Eltern sich erholen und sich danach wieder positiv gestimmt ihrem Kind widmen können. Falls ihr Lust habt, euch ein- bis zweimal wöchentlich zu engagieren, dann seid ihr bei Calimero richtig.

Noch nix dabei?

Ein hervorragendes Tool zur Suche eurer ehrenamtlichen Tätigkeit ist die Freiwilligenbörse, die ihr unter Salzburg Volunteerlife findet. Dort findet ihr auch alle Angebote aus diesem Artikel!


Dieser Artikel ist zuerst im QWANT. Magazin 3/2018 erschienen.

Photo by Jonas Jacobsson on Unsplash

Matthias Gruber

Matthias Gruber ist ein Ur-Salzburger, der auszog, um Italien und Wien zu erobern. Gern ist er wieder zurückgekommen und macht für das Fräulein Flora wunderschöne Fotos der “Nicht-Nur-Mozartstadt”, die von witzigen Texten begleitet werden.