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Mit Flânage wird’s hygge in der Kaigasse

Lauralie und Thomas sind 27 und haben einen Shop in Salzburg eröffnet

Die wahrscheinlich deppatste Überschrift mit dem wahrscheinlich schönsten Inhalt


Es gibt in der Kaigasse einen Ort mit einem Namen, den es eigentlich nicht gibt. Wenn Franzosen und Französinnen „Flânage“ hören, stellen sich ihnen alle Haare auf, weil: „Flânage“ heißt erst mal gar nix. Flaner, ja, das kennen wir, herumstrawanzen, ziellos in der Gegend. Und Flânage ist das Hauptwort dazu, aber das gibt’s nur in Kanada.

Lauralie ist Kanadierin und hat in Frankreich den Österreicher Thomas beim Surfen lernen getroffen. Long story short: Die beiden waren irgendwann fix zam und haben sich überlegt, nach Salzburg zu ziehen. Und weil es nicht schon schwer genug ist, in einer neuen Stadt Fuß zu fassen, haben sie auch gleich noch einen Interior-Laden in einer pricy Gegend aufgemacht. Die beiden muss man einfach feiern.

hygge /ˈh(j)uːɡə,ˈhʊɡə/

noun: hygge a quality of cosiness and comfortable conviviality that engenders a feeling of contentment or well-being (regarded as a defining characteristic of Danish culture).

Was ist jetzt aber dieses Flânage?

Lauralie ist ursprünglich Produktdesignerin, kommt also von der kreativen Seite. Thomas und ihr gefällt der schlichte Skandi-Stil, wenige Produkte, dafür hochwertig und ausgewählt. Und genau das gibt es in ihrem Geschäft. Vasen, Möbel, Geschirr, aber auch Kosmetik von Marken, die beide überzeugen konnten. „Eigentlich“, erzählt Lauralie, „war Flânage als Möbel-Shop gedacht. Aber Stück für Stück haben sich dann auch andere Produkte dazugeschummelt, Dinge, die zwar keine Möbel sind, aber das Zuhause wunderbar gemütlich machen.

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Shops, die mitten in Corona aufsperren, sind die besten

Dann weiß man nämlich, dass es den Betreiber*innen wirklich ernst ist. So auch bei Lauralie und Thomas. Viele der Produkte, die sie im Shop haben, zieren auch ihr Zuhause. Von den Gesichtern hinter den Marken ihrer Artikel kennen sie die Geschichten und überlegen sich sehr genau, welches Interior-Stück es in ihren Laden schafft. Klare Strukturen – auch beim Einkaufen – sind Lauralie sehr wichtig. „Immer wieder fühle ich mich erschlagen in Shops, die so viel ausstellen. Da weiß man dann gar nicht, was man sich anschauen soll.“ Im Flânage sind ausschließlich handverlesene Produkte zu finden – und es kommen nach und nach neue dazu.

Hurray to Kaigasse: eine superfreundliche Nachbarschaft

Wie ihr Konzept in Salzburg aufgenommen wurde? „Viele Concept Stores mit unserem Schwerpunkt gibt es in Salzburg noch nicht“, sagt Thomas. Das war auch der Grund, dass die beiden sich diese Nische ausgesucht haben. Ob die Salzburger*innen diesen Wegen mögen würden, war anfangs nicht klar. Aber: Die Leute waren supernett, erzählt Lauralie, viele sind gekommen, einfach nur zum Schauen und zum Hallo sagen. Das könnt ihr übrigens ab sofort auch machen. Just saying.

Flânage
Kaigasse 18, Salzburg
@flanage_


Schleichwerbung, nein danke

Wir bekommen für unsere Shop-Berichte natürlich kein Geld und im Normalfall fällt gar nicht auf, dass wir da sind – außer die Veranstalter*innen wundern sich über unsere bescheuert große Kamera. Schleichwerbung gibt es auf Fräulein Flora prinzipiell nicht. Bezahlte Werbung gibt es, aber sie ist immer gekennzeichnet und ganz bewusst so selten, dass sie nicht lästig wird. Wir freuen uns über den Zuwachs in Salzburg und wünschen Thomas und Lauralie aaaalles Gute.

Eva ist eine richtige Ex-Exil-Salzburgerin. Frankreich, USA, Schweiz - aber nirgends ist es wie zuhause. Journalismus, Marketing (Kosmetik und dann Bier) und eigentlich redet sie auch ganz gern.