Ausflugstipps Rausgehen

Zu Besuch im Andräviertel

Auf der Suche nach dem charmanten Andräviertel.

Das Andräviertel ist das Paris von Salzburg. Das hat uns neugierig gemacht und wir haben uns gleich aufgemacht: Die Suche nach dem charmanten Andräviertel.

Wir staunen: die Faberhäuser

Die imposanten Bürgerhäuser in der Franz-Josef-Straße kennt jeder. Entworfen wurden sie von einem gewissen Valentin Ceconi (ACHTUNG: Nicht mit Tante Ceccarelli von Wanda aus Bologna verwechseln). Sie sind auch ein bisschen der Grund, warum es im Andräviertel aussieht wie in Wien oder Paris.

Wir essen: Italien und Istrien – aber wo ist Paris?

Wir haben uns durch die Wolf-Dietrich-Straße geschlemmt – beste Idee ever. Im Pasta e Vino gibt’s italienischen Flair. Ein paar Häuser weiter sitzt man dann mitten in Istrien. In der Konoba ISTRA geht’s weiter mit Fisch und istrischen Trüffeln. Auch nicht schlecht.Extragut für Fischliebhaber, die nach der Knoboba ISTRA noch mehr wollen: dei Pescheria Backi. Unbedingt reservieren.

Wir kaufen Essen ein – weil wir wollen daheim kochen:

Jeden Donnerstag verwandelt sich das Viertel rund um die Andräkirche in einen pulsierenden Markt, den man in ganz Salzbug als „Schranne“ kennt. Auf der „Schrona“ trifft sich bis heute Jung und Alt, Marktschreier buhlen um Kunden und die regionalen Bauern des SalzburgerLandes bieten ihre frischen Waren an. Ein Erlebnis, das man nicht verpassen sollte! Wer unter der Woche frisches Obst und Gemüse kaufen möchte, der geht auf den kleinen Markt aus grün lackierten Holzbuden, der in der Franz-Josef-Straße steht. Ein Geheimtipp ist das Marktbeisl, das mittags gute Hausmannskost zu vernünftigen Preisen serviert – Marktcharme inklusive!

Wir kultivieren uns: und können unsere Kinder/Geschwister mitnehmen

Das Toihaus Theater liegt inmitten vom Andräviertel und ist ein bisschen das kulturelle Herz davon. Expertimentierfreundlich und mutig. Bekannt ist das Theater auf fürs Kinder- und Jugendprogramm: Das Bim Bam Festival bringt alle zwei Jahre internationale Größen aus dem Genre in die Stadt. Wer also noch keine Kinder hat, aber hingehen möchte, hat noch Zeit, das Manko auszugleichen.

In der Academy Bar gibt es immer wieder tolle Ausstellungen, gute Musik und Schönramer Bier.

Ausgehen: Wir wollen ein Date der Extraklasse

Wer mit seinem Date hoch hinaus will, der sollte das unbedingt im der IMLAUER SKY Bar machen. Wunderschöne Aussicht, elegantes Ambiente und man muss sich nicht vorwerfen lassen, dass man billig ist. Eingang ist im PitterKeller, da kann man – wenn man nicht in den Himmel will – auch die umgekehrte Richtung einschlagen und im urigen Ambiente Bier schlürfen. Ladie’s choice!

Und zum Schluss die kleine Stadtteil-Geschichte:

Wie viele wichtige Städte war auch Salzburg lange Zeit von einer Stadtmauer umgeben. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde diese jedoch wegen der moderneren Kriegsführung überflüssig und deshalb abgetragen. Die Steine wurden zur Regulierung der Salzach genutzt und an der ehemaligen Stadtmauer entstand neuer Raum, der angesichts steigender Bevölkerungszahlen städtebaulich genutzt wurde. Seit dem Neubau der Andräkirche nannte man diesen Teil der Salzburger Neustadt schließlich Andräviertel.

Matthias Gruber

Matthias Gruber ist ein Ur-Salzburger, der auszog, um Italien und Wien zu erobern. Gern ist er wieder zurückgekommen und macht für das Fräulein Flora wunderschöne Fotos der “Nicht-Nur-Mozartstadt”, die von witzigen Texten begleitet werden.