Aus dem Magazin

Wir haben Exit the Room in Salzburg getestet

... und hatten eine Stunde Zeit, aus einem Raum zu entkommen.

Einen Raum zu verlassen ist ja an sich eine recht simple Sache. Man kann aus dem alltäglichen Vorgang aber auch ein nervenaufreibendes Echtzeit-Spiel machen. Das nennt sich dann Exit the Room und lädt in Salzburg ein, innerhalb einer Stunde aus einem Raum zu entkommen. Wir haben das Escape Game für euch getestet. Ein Erfahrungsbericht.

Was zur Hölle ist Exit the Room?

Für alle, die Exit the Room noch nicht kennen: Bei dem Real-Life-Game geht es darum, in möglichst kurzer Zeit einen Raum zu verlassen, in den man zuvor mit einem Team aus zwei bis sechs Teilnehmern eingesperrt wurde. Die maximale Zeit zum Verlassen des Raumes beträgt dabei eine Stunde. Bis dahin gilt es, alle möglichen nervenaufreibenden Rätsel zu lösen und Codes zu knacken.

Der psychische Druck und die Spannung, die dabei entsteht, kann je nach Raum und Spielgestaltung ziemlich hoch werden, was den weltweiten Erfolg des Spiels erklärt. Exit the Room ist somit eine Mischung aus Schnitzeljagd und Horrorfilmen à la SAW. Außer Gewaltanwendung ist in den Räumen so ziemlich alles erlaubt.

Spät aber doch: Exit the Room gibts mit drei Räumen in Salzburg

Wie so oft ist Salzburg auch beim Escape Room-Boom nicht unter den Allerersten: In Städten wie Prag, Zagreb oder Budapest hat der Run auf die Escape-Games längst seinen Zenit erreicht. Dort gibt es mittlerweile hunderte Räume und viele Gruppen verbringen ganze Urlaub damit, sich in Räume einsperren zu lassen.

In Österreich gibt es Exit the Room inzwischen in Wien, Klagenfurt, Linz, Graz und seit 2016 auch Salzburg. In der Mozartstadt werden derzeit drei Räume angeboten (anfangs waren es zwei), aus denen man sich unter Zeitdruck befreien kann. Alle drei befinden sich in der Gabelsbergerstraße 11, ganz in der Nähe des Hauptbahnhofs. Da sich das Spiel auch für größere Gruppen eignet, haben wir es selbst ausprobiert. Unser Fazit nach 60 Minuten Nervenkitzel: Das Spiel fesselt – definitiv. Und Menschen, die logisch denken können, sind bei Exit the Room klar im Vorteil … wir gehören leider nicht dazu.

Unsere Erfahrungen

Beim Testen haben wir uns für den Raum Madness entschieden. Zur Auswahl stand bei unserem Erstversuch im April 2016 außerdem der Raum Mind Boggling, den es inzwischen nicht mehr gibt. Stattdessen hat man sich zwei neue Escape Rooms überlegt. Da gäbe es zum Einen den Raum “Zombie”, bei dem ein verrückter Professor einen Virus entwickelt hat, der die ganze Menschheit in Zombies verwandelt. Die Spieler müssen innerhalb einer Stunde das Rezept für das Antiserum finden. Im dritten Raum “Prison” muss die Gruppe – wie der Name verrät – aus einem Gefängnis ausbrechen. Hier sind Grips und Ausdauer gefragt – und er ist aktuell der schwierigste Raum bei Exit the Room.

Frauenarzt-Stuhl und Madness pur

Über den Inhat des Raumes Madness wollen wir nicht zu viel verlieren, um euch nicht den Spaß am Spiel zu verderben. Nur soviel: Die Beschreibung trifft es ganz gut und ein alter Stuhl aus einer Frauenarzt-Ordination kommt auch darin vor.

Wir haben beim Spielen übrigens ziemlich abgeloost und wurden nicht in der geforderten Zeit fertig. Insgesamt ist Exit the Room aber trotz einiger Herausforderungen für jeden schaffbar – die Frage ist nicht, ob ihr es schafft, sondern nur, wie lange ihr braucht. Außerdem gibt es die Möglichkeit, Tipps vom Spielleiter anzufordern, der euch via Überwachungskamera beim Rätseln zuschaut. Nach dem Spiel gibt es dann übrigens ein Facebook-Foto vom abgekämpften Team und man darf sich auf der Wand verewigen, was wir am Ende ganz kleinlaut taten.

Unser Fazit

Definitiv positiv. Wer sich mit ein paar Freunden einen regnerischen Nachmittag verkürzen will, der kommt bei Exit the Room Salzburg sicher auf seine Kosten. Hier kann man sich mit viel Spaß auf die größeren Herausforderungen aka. Escape Rooms auf der ganzen Welt vorbereiten. Die Art des Rätsellösens ist nämlich überall recht ähnlich und wer einmal einen Raum gespielt hat, tut sich beim nächsten Mal leichter.

Kontakt
Gabelsbergerstraße 11
salzburg@exittheroom.com

Matthias Gruber

Matthias Gruber ist ein Ur-Salzburger, der auszog, um Italien und Wien zu erobern. Gern ist er wieder zurückgekommen und macht für das Fräulein Flora wunderschöne Fotos der “Nicht-Nur-Mozartstadt”, die von witzigen Texten begleitet werden.