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Warum es sich manchmal auszahlt, ein Studium abzubrechen

Vielleicht wollt ihr ja euer altes Studium schmeißen und in die Pflege gehen?

[Werbung] Und wenn heute der erste Tag vom Rest eures Lebens wäre?

Heute mal ein schwieriges Thema: Studienabbruch. Schwierig deshalb, weil wir immer gelernt haben: Was man anfängt, macht man auch fertig. Wer das nicht tut, ist schwach, hat versagt oder versteht nicht, dass Erfolge nur dann etwas zählen, wenn sie weh tun. 

Viele Jahre haben wir diesen Mythos geglaubt. Aber eines schönen Tages sind wir aufgewacht und haben gedacht: Vielleicht, also nur ganz vielleicht, kann Arbeit auch Spaß machen? Vielleicht gibt es einen Ort da draußen, an dem die meiste Zeit gut ist? Wir haben drei Leser*innen gefragt, die selbst das Studium geschmissen haben. Und dadurch glücklich wurden.

Magda, 27 Jahre alt: Hat Tourismusmanagement gegen Geografie eingetauscht

Foto (c) Magdalena selber

Vor einigen Jahren war Magda in Argentinien unterwegs. Das war kurz nach der Matura. Und als sie so durch die Gegend wanderte, hat sie sich gefragt: Warum bitte, sehen die Bäume und die Berge hier so anders aus? Am Ende ihres Gap-Years und am Anfang vom Ernst des Lebens, begann Magda zu grübeln: Welcher Job ist was für mich? Was soll ich denn studieren? Und ja, klar, hat sie auch den ein oder die andere Berater*in zu Rat gezogen.

Rausgekommen ist, dass es ein Job in der Hotellerie werden sollte, so etwas, das man dann wird, wenn man Internationales Tourismusmanagement studiert. Und weil der Kopf oft lauter schreit, als es sich das Herz jemals trauen würde, hat sich Magda für genau dieses Fach eingeschrieben. Bereits am ersten Tag war klar: Eigentlich interessiert sie sich ganz und gar nicht dafür, wieviel Daumenlänge weit entfernt das Silberbesteck von der Tischkante liegen muss. Vier Semester und eine Depression lang hat es gedauert, bis Magda den Laptop aufklappte und ihren Dozent*innen schrieb: Leute, ich komm nicht mehr.

„Vier Semester lang habe ich so ziemlich jeden Tag gelitten“, erzählt uns Magda heute. Warum eigentlich, fragen wir. Weil man Dinge einfach fertig macht, die man angefangen hat. Und auch, weil sie sich mit ihren Mitte 20 alt fühlte, viel zu alt, um nochmal ganz von vorne anzufangen. Eines Tages hat sie sich dann trotzdem vor den Spiegel gestellt und ihre Vorstellung geübt. „Hallo, ich bin Magda, Tourismusmanagerin“ oder „Hallo, ich bin Magda, Geografin“. An diesem Tag, irgendwann mitten in der Depression, beschloss Magda: Wenn ich das auskuriert habe, dann lebe ich jeden Tag, wie ich es will.

Die Angst, die älteste zu sein und irgendwie nicht dazuzugehören, bei den ganzen Studienanfänger*innen war zwar noch da, stellte sich aber schnell als irrelevant heraus.

Magda ging dann einige Schritte zurück. Zuerst hat sie das Studium abgebrochen. Dann hat sie sich fürs Geo-Studium angemeldet, in Salzburg – einer Stadt, die sie noch nie vorher besucht hat. Die Angst, die älteste zu sein und irgendwie nicht dazuzugehören, war zwar noch da, stellte sich aber schnell als irrelevant heraus. „Voll blöd, dass mich das so beschäftigt hat, aber das war wirklich ein ganz wichtiger Gedanke”, erzählt sie uns heute. Dass Magda gleich in den ersten Tagen tolle Menschen kennengelernt hat, löste ihre Zweifel im Nichts auf. Die Kommiliton*innen waren klug und spannend und es war überhaupt nicht komisch. Und am ersten Tag am Institut wusste sie: Hier bin ich richtig.

Warum sie sich bei uns gemeldet hat, um die Geschichte zu erzählen, fragen wir sie. Weil das Leben kein Wettbewerb ist. Man bekomme am Ende ja keine Punkte, weil man etwas besonders schnell gemacht habe. Magda sagt, dass es oft gut ist, aufs Herz zu hören. Und weniger auf die Ratschläge der Menschen aus dem Umfeld. Weil man müsse ja selbst im eigenen Leben leben. Ach ja, und: Die meisten Ängste, die man hat, sind sowieso unbegründet und blöd.

Ihr findet euch in einer dieser Erzählungen wider?

Wir finden: Ein Studienabbruch ist kein Scheitern. Sondern eine aktive Entscheidung für eine Zukunft, in der ihr euch wohlfühlt. Ihr findet euch in einer der Erzählungen wieder? Dann schaut euch doch die Kurspläne anderer Studiengänge fürs nächste Semester an. In der FH Salzburg gibt es 40 zusätzliche Plätze für das Fach Gesundheits-und Krankenpflege, angefangen wird dieses Mal nicht im Winter-, sondern im Sommersemester 2021. Die Bewerbungsfrist ist der 31. Jänner 2021.

Jonathan, 31, hat das Geo-Studium geschmissen und macht jetzt Filme

Foto (c) Peak Motion Films

Die Uni-Karriere ganz an den Nagel gehängt hat Jonathan. Nach der Matura hat er sich für Spanisch und Geografie auf Lehramt eingeschrieben. “Am Anfang habe ich geglaubt, dass man Spanisch überhaupt nur auf Lehramt studieren kann, deswegen habe ich das getan”, erzählt er uns. Gleichzeitig mit dem Studienbeginn hat sich Jonathan als Filmer selbstständig gemacht, um sich etwas dazuzuverdienen. Lange hat es nicht gedauert, wurden seine Filme immer gefragter und schlussendlich stand Jonathan vor der Frage, wofür er seine Zeit verwenden sollte: Filme machen oder Uni?

Aus dem ersten Frei-Semester wurden zwei und spätestens jetzt war klar, dass er nicht mehr in die Uni zurückkommen wird.

Die Entscheidung war keine leichte und zuerst wurde ein Kompromiss erstellt: Ein Semester Uni-Pause und schauen, was passiert. Aus dem ersten Frei-Semester wurden zwei und spätestens jetzt war klar, dass er nicht mehr in die Uni zurückkommen wird. Ob es Menschen in seinem Umfeld gab, die seine Entscheidung kritisiert haben? “Klar ist so ein Studienabbruch nichts einfaches, man macht sich viele Gedanken”, aber zum Glück hat ihn seine Familie auf dem Weg unterstützt und bis heute blickt Jonathan nicht mehr zurück. Seine Filmfirma ist ständig am Wachsen, er selbst hat mittlerweile zwei Mitarbeiter*innen und macht, was er gern tut.

Johanna, 25, hat nach dem BWL-Studium Medizin angefangen

Foto (c) Johanna selber

Dass Johanna Medizin studieren wollte, wusste sie schon früh. Trotzdem hat sie sich erstmal für BWL eingeschrieben. “Ich habe es mir als Maturantin irgendwie nicht zugetraut” und einige Berater*innen haben dann auch begonnen, die Schaffbarkeit des Studiums zu hinterfragen.

BWL, das war dann ein Kompromiss und als Johanna den Bakk. in der Tasche hatte, kam die “große Leere” und die Frage, wie es weitergehen soll. In dem Prozess ging auch die innere “Medizin-Schublade” wieder auf. Und wieder zu. Und wieder auf. Bis Johanna sicher war, dass sie nochmal die Unibank drücken wollte, dauerte es ein bissi. Zuerst hat sie ihre Wünsche mit einer Freundin besprochen, quasi als Mini-Test, was die Leute sagen werden.

Mit 24 Jahren fand sich Johanna schon zu alt, um nochmal ein solches intensives Studium zu starten. “Spinnst, habe ich mir gedacht, jetzt hast du schon drei Jahre studiert, bist nicht mehr die Jüngste und dann noch einmal ein fünf- oder sechsjähriges Studium anfangen”, erzählt uns Johanna. Dann die Gedanken: Wie soll sich das mit Geld verdienen ausgehen oder mit der Familiengründung?

Als sie ihren Eltern von ihrer Entscheidung, Medizin zu studieren, erzählt hat, war sie überrascht von deren Reaktion. “Als sie verstanden haben, dass es mir ernst ist, haben sie mich total unterstützt und voll mitgefiebert.” Eigentlich hätte sie sich eine andere Reaktion erwartet, eine, die ihre Zweifel am “normalen, sozial akzeptierten” Weg bestärken. Wie immer, denken wir uns, sind wie unsere größten Zweifler*innen.

Was sie anderen mitgeben will, die sich irgendwie unwohl mit ihrer Studienwahl fühlen: Versucht alles, um die Unzufriedenheit zu ändern.

Johanna hat es auf jeden Fall geschafft und studiert, was sie schon immer wollte: Medizin. Was sie anderen mitgeben will, die sich irgendwie unwohl mit ihrer Studienwahl fühlen: Versucht alles, um die Unzufriedenheit zu ändern. In ihrer Entscheidungsphase hat sie sich immer über Erfolgsgeschichten von Studienabbrecher*innen gefreut, deswegen erzählt sie uns auch ihre Erfahrung. Im Endeffekt, meint Johanna, arbeiten wir sehr lang und viel im Leben, da sollte es zumindest etwas sein, das man mag.

Euer Neuanfang 2021?

Euch zieht es auch in den medizinischen Sektor? Eventuell wäre die Ausbildung im Bereich Gesundheits-und Krankenpflege an der FH Salzburg etwas für euch? Aufgrund von erhöhtem Bedarf wurden übrigens gerade 40 neue Studienplätze für das Sommersemester freigeschaltet, die Bewerbungsfrist endet am 31. Jänner 2021.


Schleichwerbung, nein Danke!

Wir schämen uns nicht dafür, ab und zu Werbung zu machen, denn auch wir müssen von etwas leben. Wir finden aber, ihr solltet es wissen. Also: Bei diesem Artikel handelt es sich um eine tolle Zusammenarbeit mit der FH Salzburg.