Sebastian Sessler
Aus dem Magazin Werbung

[Werbung] Er räumt mit euren Schulden auf

Wie Sebastian Streit unter Freund*innen verhindert

Wer kennt sie nicht? Die eine Person aus dem Freundeskreis, die sich um die Organisation aller Geschenke kümmert. Nach dem großen Fest läuft sie dann den anderen nach, um die ausgelegten Summe einzutreiben – und verzweifelt fast daran.  

Sebastian Sessler hat vor zwei Jahren begonnen, an einer Lösung für genau diese Person zu arbeiten. Mit SplitMode liefern er und sein Team ein Zahlungssystem, das die Organisation, Abwicklung und Begleichung von Gruppengeschenken erleichtert. Wir haben gemeinsam mit dem Berchtesgadener Land gefragt, was er den ganzen Tag so macht und wie es war, Mitte 30 eine eigene Firma zu gründen.

Deine „Firmenbaby“ heißt SplitMode. Was ist das genau und wer sollte sich das anschauen?

Wir entwickeln eine innovative online Zahlungsart für Gruppen. Mit SplitMode können Online-Bestellungen unter Freund*innen sofort aufgeteilt werden, z. B. wenn es sich um Gruppengeschenke handelt. Wir helfen den Organisator*innen, ihre Freundeskreise zu kontaktieren und kümmern uns darum, dass diese bezahlen. Somit muss der Organisator nicht mehr selbst das Geld eintreiben und spart sich viel Zeit.

Wann hast du gewusst, dass du gründen willst?

Ich habe es schon lange gewusst, aber wirklich umgesetzt habe ich den Wunsch 2015, als ich mit den konkreten Vorbereitungen angefangen habe. Da war ich 36.

Gab es am Weg zur eigenen Firma irgendwelche Hoppalas, aus denen du gelernt hast?

Es gibt vor allem Learnings, zum Beispiel, dass viel Recherche notwendig ist. Man kann sehr viel Zeit investieren, um herauszufinden, wie man eine Firma gründen soll, wo man was anmelden muss und welche Vor- und Nachteile unterschiedliche Gründungsformen haben. Wenn man einen erfahrenen Unternehmer oder Business Angel kennt, sollte man diesen unbedingt um Rat bitten, somit spart man sich nicht nur viel Zeit, sondern einige Anfängerfehler.

Man muss nicht in jedes Fettnäppchen treten. Das Startup Camp startuplive an den alpen hilft vom 14.-16. November 2018 Neugründer*innen in unterschiedlichsten Projektphasen oder einfach Interessent*innen mit Expert*innen, Feedback und Ideen.

Klingt nach viel Arbeit. Was waren Meilensteine für dich?

Erstens der Aufbau eines kleinen multidisziplinären Teams. Dann die Partnerschaft mit einer deutschen Bank, um alle regulatorischen Anforderungen zu erfüllen. Drittens der Launch des Prototyps und danach die Akquise der ersten Online Shops, die unser Zahlungssystem integriert haben.

Gibt es gute Gründe, jung zu gründen?

Ich denke, zum Teil hängt es davon ab, was man gründet. Wenn es sich um risikoreiche Startups handelt, dann macht jung gründen auf jeden Fall Sinn. Je älter man wird, desto teurer werden die Lebenserhaltungskosten, vor allem in Hinblick auf Familie und Kinder. Da braucht man dann eine gewisse Sicherheit.

Was würdest du jungen Gründer*innen raten?

Offen mit möglichst vielen Menschen über eure Vorhaben zu reden und dabei keine Angst zu haben, dass man euch eure Idee stiehlt oder diese belächelt. Über euer Projekt zu reden hat definitiv mehr Vor- als Nachteile. Ihr erkennt schneller die Qualität und wisst auch früher, worauf ihr euch da einlasst.

Foto (c) SplitMode


Schleichwerbung, nein danke!

Wir nehmen für unsere redaktionelle Berichterstattung niemals Geld an. Werbung gibt es beim Fräulein, aber selten. Wenn wir Werbung machen, steht das außerdem ganz klar im Titel und nicht irgendwo versteckt. Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit dem Berchtesgadener Land entstanden – wir freuen uns wie ein Schnitzi, beim Startup Camp dabei zu sein. Veranstalter ist übrigens das Digitale Gründerzentrum Stellwerk 18.

Eva Krallinger-Gruber

Eva ist eine richtige Ex-Exil-Salzburgerin. Frankreich, USA, Schweiz - aber nirgends ist es wie zuhause. Journalismus, Marketing (Kosmetik und dann Bier) und eigentlich redet sie auch ganz gern.