#1 Was ist meine Arbeit, wenn ich Gesundheits- und Krankenpflege studiere?
Jetzt mal auf gut Deutsch: Früher hat man Krankenschwester gesagt. Dieser Begriff hat sich aber schon längst überholt, der Beruf wird ständig komplexer. Die noch fundiertere Ausbildung hilft, die steigenden Anforderungen gut in den Griff zu bekommen. Diplomierte Gesundheits- und Krankenpfleger*innen kümmern sich um Patient*innen in Krankenhäusern, Ambulanzen, Hospizen. mobile Pflege und Pflegeheime. Mit von der Partie: Verabreichen von Medikamenten, Injektionen, aber auch das Umpositionieren von Patient*innen oder die Unterstützung bei den Aktivitäten des täglichen Leben.
Schon gelesen: Tina war Spitzensportlerin, ist Meister-Konditorin und studiert jetzt "Gesundheits- und Krankenpflege". Wieso das super zusammenpasst?
Steht hier.
#2 Wer sind meine Kolleg*innen, wenn ich diesen Beruf angehe?
Haben wir gleich als zweite Frage gewählt, weil wir das immer besonders wichtig finden. Also, auf der einen Seite arbeitet ihr natürlich mir Ärzt*innen und anderen Gesundheits- und Krankenpfleger*innen. Weil aber das Wohlbefinden von Patient*innen nicht beim Anatomischen aufhört, habt ihr auch ganz viel Kontakt mit Physiotherapeuth*innen, Hebammen und Santitäter*innen. In eurem Team spielen außerdem die Patient*innen selbst und ihre Angehörigen (ganz wichtig).
#3 Warum muss ich das Fach jetzt studieren?
Moderne Gesundheits- und Krankenpflege ist viel mehr als Betreuung, obwohl die natürlich essentiell ist. Ihr seid eine wichtige Schnittstelle zwischen Patient*innen und Ärzt*innen und dafür braucht es jede Menge Skills. Moderne pflegerische Versorgung kann sehr viel, dafür braucht es eine solide Ausbildung. Das Ziel vom Studium ist an sich klar: Die Patient*innen gut zu betreuen und gleichzeitig die wissenschaftlichen Hintergünde verstehen. Übrigens sehr nett: Mit dem Abschluss habt ihr gleich zwei Titel in der Tasche: Bachelor auf Science in Health Studies und das Diplom zur*zum Gesundheits- und Krankenpfleger*in.
Ihr überlegt euch, das anzugehen?
Passt. Hier gibt es den ganzen Folder zum genauer Nachlesen. Hilfreich könnte auch Tinas Geschichte sein, die mit Mitte 40 die Ausbildung zur Pflegeperson absolviert. Bewerbungsfrist für einen Studienplatz ist der 1. Juli 2026.
Skills Lab: Wie sich angehende Pfleger*innen auf den Ernstfall vorbereiten
#4 Was lerne ich in dem Fach?
Gesundheits- und Krankenpflege ist spannend. Ihr geht im Studium durch jede Menge Themen und lernt zum Beispiel selbstständig zu diagnostizieren. Very Grey’s Anatomy, wenn ihr uns fragt. Dann geht es aber darum, zu verstehen, welche Ressourcen euch überhaupt zur Verfügung stehen, wie ihr eure Diagnose umsetzt, wen ihr dazu braucht. Ihr lernt, euer Wissen anzuwenden, bleibt am Ball, wenn es um neue Erkenntnisse geht. Und dann ändert sich das Feld natürlich dauernd. Darauf kann euch niemand vorbereiten, aber was ihr lernen könnt, ist offen und flexibel zu bleiben bzw. zu werden. Schadet übrigens in keinem Berufsfeld.
#5 Was sind die Vorteile des Berufs?
Vorteile definiert ja jede*r für sich anders. Wir würden sagen (in der Reihenfolge): sinnvoll, spannend und sicher. Wer jahrelang in einer Werbeagentur schöne Texte schreibt, um dem Turbokapitalismus beim Wachsen zuzuschauen, wird verstehen, was wir meinen. Wie in jedem Job wird es auch hier Anlass zum Sudern geben (auch berechtigt), aber alle Gesundheits-und Krankenpfleger*innen die wir kennen, sind sich bei einer Sache einig: dass es eine lohnende Arbeit ist.
#6 Wir schaut es mit Praxisstunden aus?
Berufe in der Pflege lernen sich nicht auf Papier. Praxis ist essentiell. Für den Bachelor sind insgesamt 2.300 Stunden vorgesehen. Die Praxisstunden starten im zweiten Semester und ziehen sich bis ans Ende durch. 2.300 Stunden hören sich viel an. Und sind es auch. Umgerechnet in 40-Stunden-Arbeitswochen sind wir hier bei 57 Wochen, die ihr durcharbeitet, ergo ein bisschen über ein Jahr. Der Vorteil ist aber: In 2.300 Stunden sieht man richtigrichtig viel. Und vor allem in diesem Beruf kann das nicht schaden.
Ihr interessiert euch für dieses Studium? Auf der Webseite von der FH Salzburg gibt's ganz viele Infos.
#7 Krieg ich eigentlich Geld für das Ganze?
Gute Frage, schließlich macht ihr ja jede Menge Praxisstunden, in denen ihr nicht nur viel lernt, sondern auch helft. Deswegen gibt’s auch Geldprämien. Pflege-Studierende im ersten Bildungsweg erhalten eine finanzielle Unterstützung in Höhe von derzeit 658,40 Euro netto monatlich.
#8 Gibt es die Möglichkeit eines Auslandsaufenthaltes?
Auch eine Frage, die sich jede*r Studierende stellen sollte (solang es noch so easy cheesy geht, Stichwort: Brexit). An der FH Salzburg sind Auslandsaufenthalte selbstverständlich möglich und gewünscht. Im fünften Semester habt ihr so viel gesehen und gelernt, dass ihr euer Praktikum auch im Ausland weitermachen könnt. Schon interessant, wie woanders gearbeitet wird, oder?
#9 Wo studiere ich überhaupt?
Die FH Salzburg, das wisst ihr, habt viele Standorte. Die Gesundheits- und Krankenpflegeausbildung findet an der FH Salzburg im Wissenspark (10 Minuten mit dem Zug aus Salzburg, Haltestelle vor der FH). Außerdem habt ihr die Möglichkeit in Schwarzach zu studieren. Beginn ist hier nur im Wintersemester möglich.
#10 Muss ich die Matura haben, um Gesundheits- und Krankenpflege zu studieren?
Nein. Viele Wege führen in die Pflege. Matura macht das Ganze natürlich leichter, da legt ihr einfach den Zettel hin und danke. Ihr habt aber auch die folgenden Möglichkeiten:
.) Ihr könnt eine Studienberechtigngsprüfung machen
.) Ihr habt schon eine einschlägige berufliche Qualifikation, dann geht der Weg über Zusatzprüfungen.
.) Ihr habt nicht die Matura, sondern das Abitur (ghupft wie ghatscht)
Bei den letzten beiden wird dann noch entschieden, ob Prüfungen nachgeholt/aufgefrischt werden müssen.
Na dumm, jetzt haben wir euch mit Infos erschlagen. Deswegen ist jetzt auch Ruhe. Eine Sache schreien wir noch nach: Ihr müsst euch bitte bis 1. Juli 2026 anmelden, wenn ihr darüber nachdenkt, Gesundheits- und Krankenpflege zu studieren.
Schleichwerbung, nein danke!
Wir nehmen für unsere redaktionelle Berichterstattung niemals Geld an. Werbung gibt es beim Fräulein, aber selten. Wenn wir Werbung machen, steht das außerdem ganz klar im Titel und nicht irgendwo versteckt – deswegen ist es uns wichtig, dass ihr wisst: Dieser Artikel ist in schöner Zusammenarbeit mit der FH Salzburg entstanden.