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Unsere Highlights am Take the A-Train Festival 2019

Von 11. bis 14. September wird die Elisabeth-Vorstadt zur Bühne.

Mit viel Engagement und wenig Pathos ist das Team des Jazzit vor fünf Jahren angetreten, um die Elisabeth-Vorstadt im Rahmen eines Festivals musikalisch zu beleben. Genau dieser Bodenhaftung ist es vielleicht zu verdanken, dass das Take the A-Train ein halbes Jahrzehnt später das spannendste Mehrtagesfestival geworden ist, das Salzburg zu bieten hat. Warum? Sagen wir euch!

Das meiste ist gratis

Auch wenn wir der Meinung sind, dass ein dermaßen hochwertiges Festival ruhig etwas kosten dürfte, freut es uns, dass fast alle Veranstaltungen am Take the A-Train gratis zugänglich sind. Das gilt nicht nur für die Shows auf der Hauptbühne am Bahnhofsvorplatz (Freitag, 13.9. & Samstag, 14.9.), sondern auch für die meisten anderen Konzterte. Nur im Jazzit und in der Tanzschule Seifert ist Eintritt zu bezahlen.

Nicht verpassen: Das sind unsere persönlichen Pflichttermine

Red Baraat (Mittwoch, 11. September, Jazzit)
The Ghost and the Machine (Donnerstag, 12. September, Academy Bar)
Mono & Nikitaman (Freitag, 13. September, Hauptbühne Bahnhofsvorplatz)
Alicia Edelweiß (Freitag, 13. September, Jazzit)
The Hormones (Freitag, 13. September, Jazzit)

Magic Delphin (Samstag, 14. September, Hauptbühne Bahnhofsvorplatz)
Bonaparte (Samstag, 14. September, Hauptbühne Bahnhofsvorplatz)
My Ugly Clementine (Samstag, 14. September, Jazzit)
Kerosin 95 (Samstag, 14. September, Jazzit)

Hier geht es zum Programm des Take the A-Train Festivals 2019

Gleichberechtigung wird ernst genommen

Über Gender-Equality wird ja in der Kulturbranche viel geschwafelt. Wenn es aber um das Line-Up geht, ist dann meistens in den ersten drei Zeilen keine einzige Band mit weiblicher Beteiligung zu finden. Beim Take the A-Train ist das anders. Mit My Ugly Clementine, The Hormones und dem Frauenorchester stehen gleich drei rein weibliche Ensembles auf der Bühne, dazu Bands mit starker weiblicher Beteiligung wie Alicia Edelweiß und Kerosin 95. Finden wir cool. My Ugly Clementine sind unserer bescheidenen Meinung nach übrigens ein absolutes Muss im Programm des heurigen Jahres.

Echt coole Headliner

Auch ein durchgängig stark besetzes Festival braucht natürlich ein paar Namen, die ziehen. Beim TTAT19 sind das neben den oben genannten My Ugly Clementine die Herrschaften Bonaparte, Mono & Nikitaman, Magic Delphin und Red Baraat. Apropos: Bonaparte kennt ihr vermutlich zumindest von seinem Ohrwurm Melody X. Der Visual Trash Punk Musiker macht live richtig was her. Solltet ihr bitte nicht verpassen!

Die Stadt wird zur Bühne

Eine Besonderheit des Take the A-Train Festivals ist, dass es das Publikum und die Bands aus den gewohnten Bobo-Buden hinausholt und im öffentlichen Raum platziert. So wird zum Beispiel beim Frisör gespielt, im O-Bus, in der Arbeiterkammer oder in der Radlwerkstatt. Deshalb darf das TTAT von sich behaupten, ein echtes Stadtteilfestival zu sein. Vor allem freut uns aber, dass einer unserer Lieblingsplätze auch mit dabei ist. Nämlich ….

Vermehrt Schiaches

Wir behaupten: Die Fahrradgarage unter dem Bahnhofsvorplatz ist unangefochten der schiachste Ort Salzburgs. Das ist als Kompliment zu verstehen, denn in der barocken Schmuckkiste sucht man wohltuend Ranziges oft vergeblich. Umso schöner, dass dieses von uns sehr verehrte, stinkende Drecksloch beim Take the A-Train Festival wieder mit dabei ist. Letztes Jahr waren die famosen Hanuschpaltzflow dort zu Gast. Heuer spielen die Musiker*innen und DJs von Stereofreezed dort groß auf.

Kultur für alle

Festivals, die es musikalisch allen recht machen wollen, gefallen am Ende meist niemandem mehr. Beim TTAT ist das anders. Hier ist das Krönchen aus musikalischen Juwelen so sorgsam zusammengesteckt, dass für jeden was dabei ist. Von Brooklyn über die Ukraine bis nach Indien kommen die Künstler*innen am Bahnhofsfestival. Im Zusammenklang mit den unterschiedlichen Spielstätten ergibt sich ein Line-Up, das der Elisabeth-Vorstadt in all ihrer Vielfalt gerecht wird.

 

Matthias Gruber

Matthias Gruber ist ein Ur-Salzburger, der auszog, um Italien und Wien zu erobern. Gern ist er wieder zurückgekommen und macht für das Fräulein Flora wunderschöne Fotos der “Nicht-Nur-Mozartstadt”, die von witzigen Texten begleitet werden.