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to.derive: Nachhaltige Bienenwachsprodukte aus Salzburg

Mit Wachsbeuteln gegen Alufolie und Co.

Tamara produziert in ihrem Dachboden-Atelier in Salzburg unter dem Label “to.derive” wiederverwendbare und biologisch abbaubare Bienenwachsprodukte. Uns hat sie erzählt, wie so eine Produktion abläuft und wofür Wachstücher und -beutel überhaupt gut sind.

Tamara Mersich ist vor etwa einem Jahr von Wien nach Salzburg gezogen. Nach vielversprechenden Jobs in internationalen Unternehmen und sechs Jahren in der Hauptstadt hatte sie irgendwann genug vom ständigen U-Bahn fahren, der Betonlandschaft und dem Wiener Grant. Hauptgrund für den Umzug war aber die Liebe. Gemeinsam mit ihrem Freund Lucas hat sie ein Häuschen mitten in Salzburg bezogen und im Dachboden ein Atelier eingerichtet. Dort produziert sie in Handarbeit wiederverwertbare und biologisch abbaubare Produkte aus Bienenwachs.

Das Herzstück des Ateliers ist die über 20 Jahre alte Nähmaschine der Mutter, auf der in akribischer Handarbeit liabe Design-Stücke entstehen. Durch das Nähen auf dem nostaligischen Gerät hat Tamara damals auch ihre Liebe zum Stoff entdeckt. Weil ihr auch Nachhaltigkeit am Herzen liegt, war die Idee zu den wiederverwendbaren Wachstüchern nur eine Frage der Zeit. Nachdem ein bisschen am Design gefeilt und die Produkte laufend weiterentwickelt wurden, hat sie sich Mitte letzten Jahres selbstständig gemacht und das Label “to.derive” gegründet.

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Bienenwachstücher und -beutel schauen nicht nur schön aus, sondern sind auch ziemlich praktisch: Sie ersetzen nämlich den Tupper-Friedhof und verbannen Alu- und Frischhaltefolien aus der Küchenschublade. Obst, Gemüse oder Brot werden durch die Bienenwachsprodukte nicht gleich ranzig und hart und auch durch Einfrieren geht das Wachsmaterial nicht kaputt. Tamara bezieht alle Materialien zur Herstellung in Österreich – die meisten aus Salzburg oder der direkten Nachbarschaft. Das Bio-Bienenwachs kommt zum Beispiel von Bienenlieb und die recycelte Verpackung wird von Hand geschnitten, beklebt und befüllt.

Vom Stoffeinkauf bis zum Versand stehen für Tamara über 20 einzelne Produktionsschritte an – alleine die Vorbereitung der Wachs-Harz-Mischung dauert bei größeren Mengen mehrere Stunden. Weil sie das gesamte Volumen des Beutels ausschöpfen will, ist auch der Nähaufwand ziemlich hoch. Geschummelt wird nicht einmal beim Draht – auch der ist biologisch abbaubar und ermöglicht ein luftdichtes Verschließen. Aktuell stellt Tamara Sandwich- und Brot-Beutel sowie kleine und große Wachstücher her. Die Produkte gibt es über Goodity, www.toderive.com oder über Instagram.

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Fotos: (c) Tamara Mersich / Lucas Gerstgrasser 


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Miriam Kreiseder

Miriam hat ihre Zelte in Wien, Kufstein und Porto aufgeschlagen, bevor es sie wieder nach Salzburg gezogen hat. Am liebsten schreibt sie über Musik und Alltagsgeschichten.