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10 Tipps für ein Wochenende im Gasteinertal

Unsere Tipps für den Lieblingsort der Belle Epoque.

Ihr wolltet immer schon ein Wochenende in einem Wes Anderson Film verbringen? Dann ab ins Gasteinertal, wo alles so aussieht, wie in einem feuchten Vintage-Traum. Wir waren auf Landpartie und begeistert, was sich in den letzten Jahren im Gasteinertal getan hat. Hier unsere Top 10 Tipps für einen Besuch im Lieblingsort der Belle Epoque und falls ihr noch was für uns habt: Immer her damit!

#1 Mit dem Zug hinfahren

Einer der großen Vorteile des Gasteinertals ist seine gute Anbindung an die Eisenbahn. Von Salzburg fährt sogar in regelmäßigen Abständen der Railjet hin – ihr braucht für ein Gastein Wochenende also nicht mal ein Auto. Der Bau der Tauernbahn war übrigens überhaupt erst der Grund, warum Gastein um die Jahrhundertwende zum beliebten Urlaubsort in der k.k. Monarchie wurde. Dem damaligen Sommerfrische-Boom verdankt Bad Gastein widerum sein heutiges Vintage-Aussehen.

#2 Im Ginger n’Gin essen gehen

Das Ginger n’Gin ist ganz ungelogen eines der coolsten Lokale, in denen wir im vergangenen Jahr waren. Es liegt im Keller des altehrwürdigen Grand Hotel de l‘ Europe und versprüht genau jenen Charme, der dem Haus gerecht wird: Mit Samttapeten und goldenen Spiegeln an den Wänden fühlt man sich hier wie in einer anderen Welt! Zu essen gibt es eine Art asiatisch-alpine Fusion Kitchen. Ins Glas kommen – wie der Name schon verrät – gefühlte tausend Sorten Gin.

#3 Das Gipfelfrühstück in Sportgastein buchen

Dieser Tipp gilt leider nur im Winter, hat es aber in sich! Am Gipfel der Kreuzkogelbahn in Sportgastein steht ein kugelförmiger Bau, der aussieht wie eine Weltraumstation. Dort war früher das Technikerkammerl der Bergbahn untergebracht. Heute kann man dort ab einer Gruppengröße von fünf Personen ein Gipfelfrühstück vor dem traumhaften Panorama der Hohen Tauern buchen. Bei Schönwetter gibt es nichts Cooleres. Der Spaß kostet pro Person um die 50 Euro. Nicht ganz billig, aber es zahlt sich wirklich aus – vor allem bei Schönwetter. Buchen könnt ihr das Gipfelfrühstück hier. Vor oder nach dem Frühstück solltet ihr außerdem unbedingt die paar Meter zum Gipfelkreuz raufspazieren. Einen schöneren Ausblick findet ihr nirgendwo!

#4 Auf der Kaiser Willhelm Promenade Eichhörnchen füttern

Die Kaiser-Willhelm-Promenade klingt genauso pompös und herrschaftlich, wie fast alle Straßen in Bad Gastein. Tatsächlich handelt es sich dabei um einen gemütlichen Wanderweg, der von der Kirche in Bad Gastein zum Hotel Grüner Baum führt. Das besondere an diesem Spazierweg ist, dass man hier alle möglichen zahmen Vögel und Eichhörnchen trifft, die man auf Wunsch füttern, fotografieren oder einfach nur mit naturfernen Städter-Augen bestaunen kann. Wenn der Grüne Baum wieder aufsperrt, winkt dort ein Apfelstrudel. Juhu!

#5 Einen Spaziergang am Gasteiner Wasserfall machen

Mit Wasserfällen ist es genauso, wie mit Sonnenuntergängen: Immer wenn man sie sieht, will man sie sofort fotografieren. Doch während die meisten Wasserfälle irgendwo in der freien Natur ins Tal rauschen, ist der Gasteiner Wasserfall eingebettet in die etwas verwitterte Belle Epoque-Skyline von Bad Gastein. „Aus der Zeit gefallen“ beschreibt die eigenartige Stimmung am Wasserfall wohl am Besten.

#6 Im Kraftwerk vorbeischauen

Gehört zu Tipp #4 einfach dazu! Das Kraftwerk am Gasteiner Wasserfall ist eine Legende. Es wurde schon 1914 eröffnet und zählt damit zu den ältesten Kraftwerken Salzburgs. Damals war Bad Gastein übrigens der erste elektrisch beleuchtete Kurort in Europa. Neu ist, dass hier seit 2015 ein nettes Café betrieben wird. Das kulinarische Angebot des Cafés ist an sich nichts Besonderes, ihr solltet es aber alleine schon wegen der coolen Location unbedingt besuchen und euch die Innenräumlichkeiten anschauen.

#7 Bei den The Blonde Beans eine Zimtschnecke essen

The Blonde Beans sind das netteste Café im ganzen Gasteinertal – daran gibt es keinen Zweifel. Die Schwedin Anna-Malin hat es vor über einem Jahr gegründet, nachdem sie sich beim Snowboarden in Gastein verliebt hat und führt das Lokal gemeinsam mit ihrem Mann. Direkt am Bahnhofsplatz servieren sie seitdem Kaffee und gesunde Köstlichkeiten. Zu Mittag gibt es immer ein warmes Gericht. Ein Coffeeshop, wie man ihn auch in größeren Orten selten findet!

#8 Die Hängebrücke am Stubnerkogel besuchen

Das ist zwar schon ein bisschen touristisch, aber wenn man im Gasteinertal ist, darf es ruhig ein wenig Gipfelfeeling sein. Dazu kann man entweder selbst auf den Stubnerkogel wandern bzw. mit Tourenskiern raufgehen oder mit der Gondel rauffahren. Oben erwartet euch die erste Hängebrücke auf 2.300 Metern. Sie ist 140 Meter lang und hängt freischwingend fast 30 Meter über dem Abgrund. Man sollte also schwindelfrei sein. Der ganze Spaß dauert allerdings nicht allzu lange, wir empfehlen euch also auf jeden Fall, zumindest auch die naheliegende Aussichtsplattform zu besuchen. Oder besser: einfach eine richtige Wanderung machen!

#9 Ein Bauernbadl im Schmaranz-Gut essen

Bei aller Liebe zu Vintage und Jahrhundertwende-Bauten: Wenn wir schon mal in den Bergen sind, soll es sich auch ein bisschen danach anfühlen. Deshalb solltet ihr unbedingt das Schmaranz-Gut in Bad Hofgastein besuchen. Dort wird nicht nur Salzurgs erstes Bio-Weißbier gebraut, sondern auch auf offenem Feuer in schweren, gusseisernen Pfannen gekocht. Am Tisch sitzt man meistens gemeinsam mit irgendwelchen Fremden, wie es der Platz in der Stube eben zulässt. Sehr gmiadlich!

# 10 Das Red Bull Play Streets besuchen

Wer Red Bull kennt, der weiß, dass die Herrschaften vom Kracherl-Clan eines ganz besonders gut können: coole Veranstaltungen organisieren. Bestes Beispiel dafür ist das Red Bull Playstreets – ein Wintersport-Event, das auch Menschen begeistert, die sich so wie wir an sich nicht für Wintersport interessiert. Waghalsige Sprünge und Abfahrten durch Bad Gastein, die aus jedem Playstation-Snowboard-Game entnommen sein könnten. Definitiv einen Besuch wert, halt das nächste Mal erst wieder im Februar 2019.

 

Matthias Gruber

Matthias Gruber ist ein Ur-Salzburger, der auszog, um Italien und Wien zu erobern. Gern ist er wieder zurückgekommen und macht für das Fräulein Flora wunderschöne Fotos der “Nicht-Nur-Mozartstadt”, die von witzigen Texten begleitet werden.