Was hat sie, was macht sie, wer ist sie?
Angefangen hat unsere Steffi-Liebe mit einem Video, in dem sie ihre impression of a girl from southwest of Salzburg who has a crush on a guy named Sebastian teilt. Aber nicht nur wir waren smitten, das Video hat irgendwie 123.000 Aufrufe. Auf Steffis Kanals geht’s um Dialekt, um Comedy, indirekt bissi um Heimat, darum, was diese irgendwie liebenswert, aber auch scheußlich macht. Ganz ohne Herabwürdigung, sehr liebevoll (meistens) und wir haben uns komplett abgeholt gefühlt.
Es war klar, diese Steffi müssen wir anfragen und anschließend ausfragen. Also Termin ausgemacht, Teams-Link geschickt und miteinander geredet. Hard Facts: Steffi aus dem Oberpinzgau (Bezirk Zell am See), 27 Jahre, echte Jetsetterin, die schon in Oberösterreich, im Lungau und eben im Pinzgau gelebt hat. Jetzt ist sie in Wien gelandet. Wie ist es dazu gekommen?
So sollte es immer sein
„Kurz bevor ich nach Wien bin, war ich schon so was von ready“, erzählt Steffi von der Pause vom Oberpinzgau: „Ich bin dann einfach nach Wien, ohne Matura, ohne Job, ohne Wohnung, ohne Idee, was ich machen will.“ Untergekommen bei einer ihrer Schwestern, ist sie beruflich nach einem Corona-Intermezzo in einer Teststraße („Ich war die, die allen das Staberl in die Nase geschoben hat.“) direkt im Prater gelandet. Dort jobbt sie in einem Nostalgie-Fotoladen. „Da hab ich in Wien gleich die Platzreife absolviert, bei den Leuten, die dir da unterkommen. Seit kurzem läuft’s aber auch voll gut auf Tiktok, gemeinsam mit ihrer Freundin hat sie einen Podcast, alles Sachen, sagt Steffi, die sie jetzt auch ernster nehmen will.
Dass Steffi die besten Videos auf Tiktok macht,
kommt aber nicht von ungefähr. Neben Corona-Staberl und Vintage-Fotos hat sie nämlich drei Jahre lang Schauspiel studiert. „Das war eine spontane Idee, ich hab mich für eine Schule beworben und es hat gepasst“, sagt Steffi. Die Oberpinzgauerin in Wien – da gab’s dann vor allem ein Problem: „Mein Dialekt ist intensiv, ich kann mich zwar anpassen, aber irgendwie kommt der Dialekt immer bisschen durch. Und ganz oft bin ich mir vorgekommen wie die Dümmste im Raum. Da steckt man sich selbst in die Schublade, wenn du Dialekt redest, dann bist du dumm, dann hast du weniger Intellekt.“
Eine ganz wichtige Sache hat Steffi in der Ausbildung gelernt:
Den eigenen Dialekt wertschätzen. „Uns wurde gesagt, dass man Sprechdialekte zelebrieren muss, dass man das nicht verlernen darf“, erinnert sie sich. Und plötzlich funktioniert’s auch mit der Reichweite auf Tiktok: „Da kommen jede Woche total viele Leute dazu, seit ich meine Comedy Videos mache. Das einzige, das ich jetzt anders mache? Ich spreche Dialekt.“
Nicht warten, sondern machen
Ihre Freundin Sophia hat Steffi im Schauspielstudium kennengelernt. Schauspielerei, das ist ein hartes Pflaster und irgendwann hatten die beiden genug von Fragen wie „Wo kann man dich denn sehen?“. Im Jänner haben sie beschlossen: Jetzt machen wir was gemeinsam und den Podcast „Ketchup with a friend“ gestartet. Zwei Salzburgerinnen in Wien, die so miteinander reden, wie es ihnen gerade richtig vorkommt. „Das ist jetzt unser Baby, da stecken wir ganz viel Liebe rein“, erzählt Steffi. Das Projekt ist quasi ein Family-Venture, ihre Partner kümmern sich um die Videos, Sophia und Steffi um den Inhalt und Bewerbung.
Und die Moral von der Geschicht? Verlernt euren Dialekt nicht!
Nein, natürlich: Bitte macht, was euch Spaß macht, fürchtet euch nicht zu viel vor den Meinungen anderer und schaut’s euch bitte tausend Mal Steffis impression of a girl from southwest salzburg who has a crush on a guy named Sebsatian.

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