Pralinen
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Street Kitchen: Blühende Muttertagspralinen

Das Muttertagsgeschenk frisch von der Wiese!

In der heutigen Fräulein Flora Street Kitchen zeigen wir euch verschiedene essbare Wiesenblumen und wie ihr daraus „blühende Pralinen“ zaubert. Das Rezept bietet sich übrigens perfekt für den bevorstehenden Muttertag an. Just sayin.

Alle Fotos: (c) Rosa Mayer

Die Wiese im Mai ist voll von Schlüsselblumen, Veilchen, Vergissmeinnicht, Gänseblümchen, Kriechendem Günsel, Lichtnelken und vielen anderen essbaren Blüten. Hier sind unsere Favourites:

Schüsselblume

Schlüsselblume

Die Schlüsselblume zeichnet sich durch ihre leuchtend gelben, duftenden Blüten aus. In Österreich steht sie unter Naturschutz, weshalb die Wurzeln nicht ausgegraben werden dürfen! Sie wirkt stimmungsaufhellend und nervenentspannend. Die Blüten sollten sparsam verwendet und nur einzeln ausgezupft werden, da so die anderen Knospen der Schlüsselblume noch aufblühen können. Sie wächst in Gärten, Wäldern und ungedüngten Wiesen.

Veilchen

Das Veilchen gilt als eine der ältesten Heilpflanzen überhaupt. Sein ätherisches Öl kommt auch heute noch in der Parfumherstellung zum Einsatz. Schon Kaiserin Sissi liebte kandierte Veilchen und ließ diese extra aus Frankreich importieren. Sie wachsen an sonnigen, geschützten und trockenen Standorten.

Vergissmeinnicht

Vergissmeinnicht

Wer hätte das gedacht? Auch die Blüten des Vergissmeinnicht sind essbar! Kaum eine andere Blüte passt so gut zum Muttertag, wie diese. Die leuchtend blauen Blüten findet ihr im Garten, im Wald oder an Teichrändern.

Gänseblümchen

Gänseblümchen

Gänseblümchen blühen sogar im stark gemähten Rasen und sind sehr genügsam. Der korrekte lateinische Name bedeutet übrigens übersetzt „schöne Ausdauernde“ und passt somit perfekt! Jede*r kennt es und es ist fast das ganze Jahr über blühend zu finden.

Kriechender Günsel

Wer im Rasen nach kleinen blauen Tannenbäumen Ausschau hält, ist glückliche*r Finder*in des Kriechenden Günsels. Seine Blütezeit ist von April bis Juli und er ist auf Wiesen und in Laubwäldern zuhause.

Lichtnelke

Lichtnelke

Auch rotes Leimkraut oder Kuckuckslichtnelke genannt, wächst die Lichtnelke auf feuchtem Untergrund. Ihre Blütezeit ist von Mai bis Juni und sie ist nicht schwer zu finden: Ihre pinken Blüten springen sofort ins Auge und müssen einzeln ausgezupft werden.

Sammeltipp

Sammelt die Blüten und Kräuter immer nur von sauberen Standorten und nehmt nur so viel, wie ihr wirklich braucht. Dadurch haben Bienen und Insekten auch noch was von den schönen Blüten!

So macht ihr eure eigenen verzuckerten Blüten

Dafür braucht ihr:

1 Eiklar
Weißen Kristallzucker
Pinsel

So funktioniert’s:

Eiklar mit einer Gabel etwas schaumig schlagen. Die Blüten vorsichtig mit einem Pinsel mit dem Eiklarschaum bestreichen und mit Zucker bestreuen.

Die Blüten vorsichtig auf ein Backpapier legen und bei 50 Grad im Backrohr (Achtung – einen Spalt offen lassen!) trocknen lassen. Sobald eine harte Zuckerhülle entstanden ist, können die verzuckerten Blüten herausgenommen werden.

Die Blüten halten sich trocken und dunkel gelagert ein paar Wochen. Übrigens: Die verzuckerten Blüten sind auch eine tolle Dekoration für Torten, Kuchen und andere Süßspeisen.

Muttertagspralinen

Hier findet ihr das Rezept für die dazugehörigen Pralinen

Dafür braucht ihr:

250 g Himbeermarmelade
100 g Rohmarzipan
1 ungespritzte Zitrone
Verschiedene Schokoladen zum Tunken und Verzieren

So funktioniert’s:

Die Marmelade dünn auf ein Backpapier streichen und am Backblech so lange trocknen lassen, bis die Konsistenz schnittfest ist und sich formen lässt.

Im Anschluss das Marzipan und die Zitronenschale daraufgeben und alles verkneten. Jetzt macht ihr aus der Masse kleine Kugeln, Rechtecke oder andere Pralinenformen. Die Schokolade in einem Wasserbad schmelzen, die Pralinen darin eintauchen und trocknen lassen.

Mit weißer oder bunter Schokolade könnt ihr die selbstgemachten Pralinen nach Lust und Laune verzieren. Sobald die Schokolade vollständig ausgehärtet ist, klebt ihr die verzuckerten Blüten mit einem kleinen Tupfen Schokolade vorsichtig darauf.

Tipp: In einer Pralinenschachtel oder auf einem Tellerchen hübsch verpackt, machen die Pralinen einiges her! Wer seiner Frau Mama gleich ein ganzes blühendes Menü zaubern will, kann alle hier vorgestellten Blüten auch als essbare Dekoration für Hauptspeisen oder Salate verwenden.

Viel Spaß beim Ausprobieren wünscht Rosa von der Fräulein Flora Street Kitchen!

Rosa kennt sich mit Kräutern und Pflanzen aus.

Rosa Mayer
Foto: Privat

Rosa studiert und lebt in Salzburg. Sie liebt die Natur mit all ihren bunten Blüten, Pflanzen und Kräutern. Die Kräuterkunde wurde ihr praktisch in die Wiege gelegt. Schon im Tragetuch begleitete sie ihre Mutter, die „Kräuterfee“, auf deren Wanderungen und zu Kräuterkursen.