Jetzt sind wir immer noch an der FH Salzburg. Nach unseren Interviews mit Tina aus „Gesundheits- und Krankenpflege“ und Antonia, die im Studiengang „Code and Interactive System“ Games entwickeln lernt, müssen wir schon auch noch über „Unternehmensführung und Entrepreneurship*“ sprechen. Nicht das erste Mal, btw. Studiengangsleiter Stefan Märk stand uns bereits einmal Rede und Antwort – und wir lügen nicht, wenn wir sagen: Sie werden so schnell groß. Seit unserem letzten Gespräch hat sich viel getan und der Studiengang ist … richtig erwachsen geworden.
Wie das mit der eigenen Firma angefangen hat? Eigentlich war es „bloß ein Arbeitsauftrag“.
Viele, viele Jahre hat Daniela im selben Unternehmen gearbeitet, „immer irgendwas mit Assistenz“ und eines Tages war klar, „ich will jetzt etwas für mich machen, mich weiterbilden“. Zuerst die Studienberechtigungsprüfung, dann die Idee, an der FH Salzburg „Unternehmensführung & Entrepreneurship*“ zu probieren. Den Studienplatz erhalten, Semester für Semester vorgearbeitet und schließlich den Bachelor abgeschlossen. Daniela war ziemlich stolz auf ihre Leistung, alles trotz Beruf und Familie. Aber ein Titel war nicht das Einzige, das sie aus dem Studium mitgenommen hat.
Von der Study Group zu „2 Minuten 2 Millionen“
Im FH-Studium geht es darum, das richtige Mindset zu finden, um ein Unternehmen zu führen, erklärt Studiengangsleiter Stefan Märk. „Wer bei uns studiert, will etwas verändern – eine IST-Situation verbessern. Oder es sind Menschen, die sehr schnell lernen müssen, wie sie mit Problemen umgehen können. Im Studium gibt’s Werkzeuge für diese Prozesse. Dafür, ein regional verwurzeltes Unternehmen zu führen. Änderungen einzuarbeiten. Aber auch, um ein Unternehmen zu gründen, das bestimmte Probleme lösen kann.“
Daniela wollte beides. Zuerst ihre Job-IST-Situation verbessern, mehr Geld verdienen. Und im Laufe des Studiums dann auch eine Firma gründen.
Eine Übung im Studium ist es, sich drei Semester mit einer Business-Idee auseinanderzusetzen. Sie zu finden, zu entwickeln, sich über mögliche Finanzierungsthemen Gedanken zu machen, Marketingplan erstellen, alles von Anfang an. Daniela und ihre Studienkollegin Kathrin haben sich mit der Aufgabenstellung zum Frühstück getroffen. Und sich überlegt: Was nervt uns WIRKLICH? Die Antwort: Gelsen.
Übrigens: Das Studium ist berufsbegleitend und arbeitet mit dem Konzept von "blended learning". Dabei handelt es sich um eine Art Hausübung, die einen Teil der Präsenzzeiten ersetzen. Das Ziel: Auf die oft sehr vollen Leben der Studierenden Rücksicht zu nehmen.
Studiengangsleiter Stefan Märk
Also haben die beiden zu tüfteln begonnen.
Marktüblicher Gelsenschutz ist klebrig und riecht irgendwie zu intensiv. Was wäre, wenn Gelsenschutz in die tägliche Routine integriert werden könnte? Einfach duschen gehen und geschützt sein? Ohne Chemie? Langsam, aber sicher formte sich eine Idee, der die beiden nachgegangen sind. Die ersten Seifen haben Daniela und Kathrin in der eigenen Küche gesiedet, mit Kräutern aus dem Garten. Und von da an einfach herumprobiert. Herausgekommen ist ihre Firma Skeetoo, benannt nach dem Produkt, einer Mischung aus Skin und Mosquito.
Bei einer Idee bleiben, nicht nur ein Semester, sondern gleich drei.
Der Arbeitsauftrag im Studium ist klar: Überleg dir eine Business-Idee, entwickle sie und … bleib dabei. Nicht nur ein Semester, sondern drei. Dazwischen wird ganz viel darüber geredet, sagt Stefan Märk, Studiengangsleiter von „Unternehmensführung und Entrepreneurship*“. Die Studierenden kriegen die Zeit, sich mit den Herausforderungen auseinanderzusetzen, außerdem Feedback von externen und internen Lehrpersonen, in einer Umgebung, die „unternehmerischem Mindset“ passendes Rüstzeug mitgibt. Dabei ist ganz klar: „Unser Studium unterscheidet sich zu einem klassischen Betriebswirtschaftlichen Studium in einer zentralen Sache: Wir sind regional verankert, verhaftet.“ Die Studierenden arbeiten nicht in Unternehmen mit 300 bis 500 Mitarbeiter*innen, sondern in solchen, die in der Region verwurzelt sind.“ Das ist ein wichtiger Unterschied, der auch darin besteht, wer den Kopf für Entscheidungen hinhalten muss, sagt Stefan Märk.

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Daniel beim Segeln. Danke, dass wir das Foto verwenden dürfen.
Daniela hat neu gegründet. Einen anderen Weg gegangen ist Daniel. Er heißt fast gleich, hat das Gleiche studiert, aber …
schlussendlich die bestehende Firma CharterShip an der Ostsee übernommen, die klassische Segelyachten vermietet. „Für mich war sehr früh klar, dass ich selbstständig arbeiten möchte“, erzählt der 24-Jährige. Als er von dem Studium erfuhr, war klar: Berufsbegleitend, perfekt. Studieren und arbeiten, um zu schauen, was ihm gefällt. Mittels Praktika hat er während des Studiums ausprobiert, was ging: Startups, Sales, Prozessmanagement. Und dabei herausgefunden, was ihm nicht gefällt.
Daniel hatte viele Idee für die Gründung eines Startups. Und irgendwann ist das passiert:
Daniel segelt, seit er ein Kind ist und hat irgendwann zufällig eine Anzeige in einem Yacht-Magazin gesehen: „Firma an der Ostsee sucht Nachfolge“. Aus einer kurzen Email mit einem Dreizeiler, „Yo, ich bin der und der, ich fänd‘s echt spannend, zu telefonieren“ wurde nach einem dreiviertel Jahr die Unterzeichnung eines Bankvertrag und die Übernahme der Firma Anfang 2026.
Spannende, aber schwierige Entscheidung. Was hat dir geholfen, Daniel?
Das letzte Semester vom Studium hat er im Ausland verbracht, dort, weit weg von seinem eigentlichen Alltag wurde ihm bewusst: „Ich war vereinnahmt von dieser Idee, etwas GROSSES erreichen zu müssen, etwas Neues, das noch nie da war. Im Ausland bin ich draufgekommen, dass ich bei all meinen Gründungsideen immer auf eine Sache vergessen habe: die Leidenschaft für das Thema. Ich habe immer ein Problem gesehen und sofort nachgedacht, wie ich aus der Problemlösung Geld machen kann. Aber nie gefragt, womit ich eigentlich meine Zeit gerne verbringe.“
Ihr wollt das auch? Bewerbt euch bis zum 15. Juni 2026 um einen berufsbegleitenden Studienplatz für "Unternehmensführung & Entrepreneurship*" an der FH Salzburg.
Die Dualität des Studiengangs: Unternehmen führen und neue Unternehmen gründen
Das Studium „Unternehmensführung & Entrepreneurship*“ ist vielseitig. Bestehende Unternehmen aus einer neuen Perspektive betrachten, neue Technologien (wie z. B. KI) hineindenken, alte Strukturen durchdenken und vielleicht sogar durchbrechen. Aber auch anders: neue Unternehmen gründen und verstehen, was dabei zu tun ist. Was nicht vergessen werden darf. Und sich dazu bereits während des Studiums ein hochwertiges Netzwerk aufbauen, das auch nach Abschuss mit Rat und Tat zur Seite steht. Das wollt ihr auch?
Ihr interessiert euch für den Studiengang "Unternehmensführung & Entrepreneurship*"? Dann bewerbt euch um einen berufsbegleitenden Studienplatz bis 15. Juni 2026.
* vorbehaltlich der Genehmigung der zuständigen Gremien