Aber ganz ehrlich? Mir geht das einfach noch nicht weit genug!
Daher hier ein paar Vorschläge, wie man auch andere großartige Persönlichkeiten und echte Macher nach Salzburg locken kann, damit sie hier richtig disruptiv ihre Visionen von normalem Leben umsetzen. Sehr karitativ und zum Mehrwert aller versteht sich.
Denn wie jede:r weiß, schafft bloße Proximität zum absurden Reichtum anderer auch für einen selbst irgendwann derlei Reichtum. Alle, die das jetzt immer noch nicht verstanden haben, sind einfach nur grob neidisch auf die große Beharrlichkeit und den Kampfgeist, den man fürs Erben oder die Ausschüttung großer Summen von Zinsen und Zinseszinsen braucht.
#1 Untersberg an Musk
Mit Bergbau kennt Elon Musk sich familienbedingt ganz gut aus. Immerhin entstammt er einer Smaragdhändlerdynastie. Dazu kommt sein Faible für allerhand Abgespaced-es, das er sicher gut für die Suche nach diversen Zeitlöchern und mystischen Gestalten am und um den Untersberg gebrauchen könnte. Bonus: Der Untersberg ist Salzburgs größte Trinkwasserquelle. Was also liegt näher, als ihm das Monopol über den Trinkwasservorrat für über 150.000 Leute anzubieten? Eben. Diese ewig durstigen, linkslinken Sozialneider*innen dürfen sich bei Bedarf per Abomodell gütigerweise einfach Wasser kaufen.
#2 Altstadt an Bezos
Venedig säuft ab, stinkt nach Kloake und hat ein noch größeres Taubenproblem als Salzburg. Es ist also komplett unverständlich, weshalb ein stilsicherer Ästhet vor dem Herrn wie Jeff-„Bruce Willis aus der Westentasche“-Bezos ausgerechnet dort die Weltraumtourismusamazone seines Herzens geehelicht hat. Die Salzburger Altstadt hätte da doch viel mehr zu bieten! Man denke etwa an die Getreidegasse: bis vor ein paar Jahren – bevor der ganze Leerstand und die Käseladen kamen – mit seinem bunten Branchenmix eine Art Freiluft-Amazon für Jedermann.
Es wäre nur logisch, wenn man Herrn Bezos die Okkasion auf den günstigen Erwerb der Altstadt offerieren würde. Inklusive Dom. Weil den braucht er – ich mutmaße – dann für die nächste (bestimmt ebenso frugal budgetierte) Hochzeit, bei der er die aktuelle Gattin gegen das neuere, jüngere Modell eintauschen wird.
#3 Festung an Mateschitz jr.
Was ihn von den anderen hier erwähnten Machern unterscheidet, liegt auf der Hand. Er ist aus Salzburg, hat also hyperlokalen Bezug. Daher wäre es sinnvoll, ihm, seinem bescheidenen Naturell entsprechend, das Wahrzeichen der Stadt zu schenken. Historisches Zuckerl on top: der markenobligate Stierbezug.
#4 Salzburg AG an Zuckerberg
Vom Silicon Valley in die Bayerhamerstraße: der einzig wahre Erfolgsweg für Männer, die eigentlich schon alles im Leben erreicht haben. Was wäre nun plausibler, als dem sympathischen Nerd und leutseligen Kommunikationstalent aus dem Golden State die Gesamtverantwortung für Salzburgs Infrastruktur und Informationstechnologie zu übertragen, damit er sein Business nochmal so richtig hochskalieren kann?
Salzburg-AG-Kundenchatbot LEA übernimmt dann die Fortführung des Medienwende-Welterfolges ‚Metaverse‘ und steht schon heute allen anderen Produkten aus dem Hause Zuckerberg in Sachen Funktionalität und UX eigentlich in nichts nach.
Spannende neue Herausforderungen für echte Teamplayer also! Frei nach dem Motto des nahenden 25-Jahre-Jubiläums der Salzburg AG: Zu(c)kunft ist nicht. Zu(c)kunft macht man.
Aber bleiben wir kurz realistisch und freuen uns jetzt erst mal auf den Privattunnel.
Quasi geschenkt, auf öffentlichem Grund, durch ein Landschaftsschutzgebiet. Für eine Einzelperson mit Milliardenvermögen.
Einfach zum Wohlfühlen!
Schiaches Salzburg” ist unser Außenposten fürs Unangenehme und bringt laufend neue Krach- und Sachgeschichten aus SBG.
Gefunden haben wir diesen Account auf Instagram, wo er als @schiaches.salzburg die halbschattigen Seiten der Stadt herzeigt. Was es dort gibt? Found objects, Kurioses aus dem öffentlichen Raum und andere schiache Sachen aus der schönsten Stadt Österreichs. Immer mit im Gepäck? Gesunder Grant, absurder Humor und Sinn für Unsinn.