Stehcafes Salzburg
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Salzburgs schönste Stehcafés

Wenn die Zeit knapp und die Lust auf Kaffee groß ist.

Small is beautiful! Wir haben Salzburgs charmanteste Stehcafés besucht und dabei festgestellt: Es kommt nicht auf die Größe an! Im Gegenteil, denn in diesen Salzburger Mini-Bars wird ganz große Kaffeekunst praktiziert.

Salzburgs kleinstes Kaffeehaus: We love Coffee

Die erste Station unseres Steh-Kaffee-Spaziergangs führt uns an den Mozartsteg: Der wurde um 1900 mit dem Geld eines Gastronomen gebaut, der mehr Gäste in sein Café Corso locken wollte. Wer rüber wollte, der musste beim Mauthäusl bezahlen. Heute ist der Übertritt gratis und aus dem einstigen Mauthäusl ist ein Kaffeehäusl geworden. Es gehört Janja und Ivi Zlatic, die in ihrem „kleinsten Kaffeehaus Salzburgs“ köstlichen Kaffee und Chai zubereiten – und zwar mit viel Liebe! Wenn es den beiden in ihrem Kaffeehäusl mal zu eng wird, dann schwingen sie sich auf ihren motorisierten Dreiradler – einen Piaggo Ape – und catern bei diversen Stadtfesten oder andern Veranstaltungen.

Rudolfskai 37
0664 226 46 42
Mo-Fr 07:30-17:00 Uhr / Sa-So 09:00-17:00 Uhr

Das Kaffee-Alchemie

Kaffee-Alchemie

Vom Mozartsteg kommend muss man genau einmal umfallen und schon liegt man im Kaffee-Alchemie. Das ist zwar von vornherein nicht unbedingt als Stehcafé konzipiert, allein die geringe Größe gepaart mit der hohen Beliebtheit sorgen aber dafür, dass man hier nur selten im Sitzen Kaffee trinkt. Was dem Charme des Kaffee-Alchemie allerdings keinen Abbruch tut. Im Gegenteil: Hier gibt es nicht nur großartigen Kaffee, sondern auch Muffins und gutes Süßes. Dem Team rund um Chef-Barista John Arild Stubberud merkt man die Liebe zum Kaffee an. Deshalb gibt es hier nicht nur köstliches Gebräu, sondern auch gute Tipps rund ums Kaffeekochen und fair gehandelten „Speciality Coffee“ zum Mit-nach-Hause nehmen. Außerdem sind Aeropress und andere neuartige Kaffeesiedegeräte hier erhältlich.

Rudolfskai 38
0681 201 731 43
Mo-Fr 7:30-18:00 Uhr / Sa-So 10:00-18:00 Uhr

Kaffee mit Tschick: Das Bellini’s

Molto bene finden wir auch das Bellini’s. Die Bar am Mirabellplatz kommt unserer Idee eines italienischen Stehcafés schon recht nahe – und das nicht nur des Namens wegen. Stehtische aus dunklem Holz, schummriges Licht und italienische 60er-Schlager sorgen für das entsprechende Ambiente. Der mutmaßlich italienische Kellner tut das Übrige. Eine Besonderheit im Bellini’s ist, dass man hier noch nach Herzenslust an der Bar rauchen kann, während der Nichtraucherbereich irgendwo im hinteren Drittel des Lokals versteckt ist. Wer seinen Espresso schwarz und mit Tschick trinkt, der wird das Bellini’s lieben. Nichtraucher … not so much (oder halt im rauchfreiend Hinterraum sitzend).

Mirabellplatz 4
0662 871 385
Täglich 08:00-01:00 Uhr

Auf an Ur-Kaffee: Das Röstzimmer 15

Rrrichtig guten Kaffee bekommt man auch im kleinen aber feinen Röstzimmer 15 im Andräviertel. Die Inhaberin Erna Reichinger ist nämlich selbst ausgebildete Kaffeerösterin und legt im eigenen Kaffee-Schrägstrich-Geschäft selbst Hand an. Geröstet wird direkt im Geschäft und so duftet es hier immer ganz wundervoll nach frischem Kaffee. Besonders wichtig sind Erna Reichinger Qualität und fairer Handel! Die Bohnen im Röstzimmer 15 stammen von Kleinbauern aus Äthiopien und zählen zum sogenannten Ur-Kaffee. Fair Trade und biologischer Anbau verstehen sich dabei von selbst, köstlich schmecken tut es auch!

Wolf-Dietrich-Straße 15
0699 113 073 84
Mo-Mi 08:00-18:00 Uhr / Do-Fr 09:00-18:00 Uhr 

Das Marktcafe in der Panzerhalle

Im Marktcafe in der Panzerhalle dreht sich alles um ganz besonders zubereitete Kaffeesorten und Röstungen. An der acht Meter langen Kaffeebar bekommt man zum Beispiel Kaffee aus der Thalgauer Röstmanufaktur oder von Mocafé, einer kleinen Rösterei in Lienz. Die geschmackvollen Muntermacher kann man dann entweder mit nach Hause nehmen oder gleich vor Ort genießen.

Siezenheimerstraße 39a-d 
0662 43 43 36 


Titelbild: Photo by Di Bella Coffee on Unsplash

Matthias Gruber

Matthias Gruber ist ein Ur-Salzburger, der auszog, um Italien und Wien zu erobern. Gern ist er wieder zurückgekommen und macht für das Fräulein Flora wunderschöne Fotos der “Nicht-Nur-Mozartstadt”, die von witzigen Texten begleitet werden.