Salzburg im Film: Die schönsten Drehorte

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Wenn man durch Salzburgs Gässchen schlendert, kann man sich schon mal wie in einem Film vorkommen. Straßenmusikanten liefern den Soundtrack, das barocke Stadtbild lädt zum Phantasieren ein. Das haben sich auch schon so einige Regisseure gedacht und ihre Settings hierher verlegt. Um das nächste Mal Bescheid zu wissen, wo Tom Cruise gesessen oder Tobias Moretti durchs Museum geschlendert ist, haben wir uns für euch schlau gemacht.

Text: Anna Fremuth, Fotos: Jasmin Walter

Knight and Day

Linzergasse

„Tom Cruise und Cameron Diaz-Schauen“ hieß es 2009 an den Drehtagen zu diesem Blockbuster. Doch leider waren die Absperrungen besser als gedacht und wir waren zu feig, uns daran vorbeizuschummeln. Und so lieferten Cruise und Diaz sich ohne uns Hetzjagden über den Dächern der Linzergasse. Falls die Handlung tatsächlich jemanden interessiert: Alles dreht sich im Film um eine geheimnisvolle Batterie, die unerschöpfliche Energiequellen verspricht und zwei schöne Menschen, die zufällig Feuer für einander fangen, wie es sich für einen Hollywood-Blockbuster ja bitte auch gehört. Neben der Linzergasse wurde auch auf den Dächern im Toscaninihofund und im Luxushotel Mönchstein gedreht. Das Haus für Mozart wurde für die Produktion übrigens in ein Hotel namens “Nouveau Rotschild“ umbenannt.

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Das finstere Tal

Freilichtmuseum

Tobias Moretti, Jedermann(s) Liebling, kann es auch in „Das finsteren Tal“ noch und verdreht wieder alle Köpfe. Erwähnenswert ist aber auch die zweite Schnitte in dem Film: Sam Riley. Für alle, die den Film nicht kennen: Das Finstere Tal ist ein Genremix aus Western und Heimatfilm. Er basiert auf dem gleichnamigen Roman von Thomas Willmann. Schauplatz ist im Gegensatz zum Roman aber nicht Nord-, sondern Südtirol. Und auch das Freilichtmuseum in Großgmain hat es in den Streifen geschafft. In und um den Lärchenhof und den Lärchenhofstall wurde gedreht. Die Stube im Lärchenhof wurde für den Film komplett umgebaut, bei einem Besuch des coolen aber viel zu selten erwähnten Museums lässt sich das Set aber immer noch erahnen.

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Thulasi

Europark

Indiens Filmindustrie produziert bis zu 800 Streifen im Jahr. Ein Dutzend dieser Filme wurden in den vergangenen sechs Jahren in Salzburg gedreht. Gründe dafür sind, dass Wasserfälle, Bergspitzen und Täler gut zur hinduistischen Mythologie passen. Früher wurden die Bollywoodfilme deshalb im Himalaya gedreht. Seit den Neunzigerjahren werden sie auch in Europa produziert. Es begann mit der Schweiz, später mit Tirol und nun eben auch zunehmend mit Salzburg. So wurde Thulasi 2007 unter anderem im Europark, in der Wüstenrotzentrale, aber auch in der Stadt Salzburg gedreht. Leider werden Bollywood-Filme selten übersetzt und wenn, dann sicher nicht auf Deutsch. Da hilft nur, sich die Originalversion reinziehen – am Besten mit einer Flasche Wein!

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Silentium

Festspielstadt & Mönchsberg

Jetzt ist schon wieder was passiert. Und dieses Mal in Salzburg. Was die Festspielverwaltung, das erzbischöflichen Bauamt und ein Mädchenhändlerring gemeinsam haben, versucht der Brenner im vierten Teil der Serie herauszufinden.

„Der Blick einfach gewaltig, (…) mitten in der Stadt die zwei Berge, du stehst am Mönchsberg, von drüben schaut der Kapuzinerberg herüber, und im Tal dazwischen tausend Kirchen und Klöster aufgefädelt am grün blitzenden Salzachfluss, das musst du dir vorstellen wie ein funkelndes Edelsteinkollier zwischen den prächtigen Brüsten einer Oktoberfest-Kellnerin, praktisch Vollendung der Natur.”

Alles beginnt mit einem Toten am Fuße des Selbstmordbergs, Nicht-Einheimischen wohl besser als Mönchsberg bekannt. Für das Knabenkonvikt „Marianum“, bei dem Eingeweihte natürlich sofort ans Borromäum denken, fand man in Salzburg zum Dreh kein Setting und drehte die Szenen kurzerhand in einem alten Kloster in Wien. Der Kindergarten Marianum am Mönchsberg in Salzburg hat abgesehen davon, dass er zur Erzdiözese Salzburgs gehört, keinen Bezug zum Konvikt. Das erzbischöfliche Privat-Gymnasium“Borromäum” kam nicht infrage, weil es zu weit außerhalb liegt. Außerdem auf der Liste der Drehorte: der Festspielbezirk und die Steinterrasse.

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Schön, dass es dich gibt

Schloss Mirabell

Du bist Niavarani-Geek und kennst diesen Film nicht? Dann nimm dir den Abend frei und stell dich auf eine Romantikkomödie ein, die zugegebenermaßen am besten auf ORF 2 im Hauptabendprogramm laufen sollte, wenn es einmal kein Rosamunde-Pilcher-Film sein soll. Aber wenn du mit Salzburg vertraut bist, kannst du dich zumindest darüber freuen, die Festung, Schloss Hellbrunn oder das Schloss Mirabell im Fernsehen zu sehen.
Tipp von der Redaktion: Unbedingt mit Schnaps und Freunden und noch mehr Schnaps ansehen, wenn du in den 78 Minuten nicht ergrauen und 40 Jahre altern magst.

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The Devil Makes Three

Walserberg

Gene Kelly hat 1952 nicht nur in seiner Paraderolle als Don Lockwood im Regen gesungen. Im selben Jahr kehrt er in „The Devil Makes Three“, zu Deutsch „Des Teufels Erbe“ als G.I. nach Deutschland zurück und mischt dort einen Nazi-Geheimbund auf. Wer würde da besser an seine Seite passen, als die wunderschöne Pier Angeli? Gedreht wurde nicht nur in München und Berchtesgarden, sondern auch in der Stadt Salzburg und am Walserberg. Die Schlusseinstellungen entstanden auf Hitlers Berghof am Obersalzberg.

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The Man in the High Castle

Hohenwerfen

Die Burg Hohenwerfen war in ihrer jüngeren Geschichte nicht nur Schauplatz von Where Eagles dare, Voll verheiratet oder der US-TV-Serie Drei Engel für Charlie. Erst im vergangenen Jahr haben die Produzenten von The Man in the High Castle diesen Ort für Szenen der ersten Staffel (Episode 10) gewählt. Der Film basiert auf dem Roman von Philip K. Dick namens Das Orakel vom Berge. Die Handlung: Das Dritte Reich besiegt gemeinsam mit Japan die USA, die dann unter beiden Mächten aufgeteilt wird. Auch im echten Leben hat Hohenwerfen Bezug zur NS-Zeit. Die Festung war nämlich während des Zweiten Weltkriegs ein NSDAP-Gauschulungszentrum.

Für die Dreharbeiten von The Man in the High Castle wurde auf der Burg im vergangenen Jahr eine Hakenkreuzfahne gehisst, was zu einigen Irritationen und Verwunderung unter den Werfenern führte. Derartige gab es um die Bewerbung der Amazon Serie auch an anderen Orten. So wurden für die Bewerbung in New York unter anderem Plakate angebracht, die die Freiheitsstatue mit Nazischärpe und Hitlergruß zeigen, was der Bevölkerung nur wenig gefiel.

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