Da waren wir baff:
Für eine Veranstaltung wollten wir aus einer 2D-Zeichnung eine 3D-Statue machen, haben uns an den Makerspace in Itzling erinnert und einfach mal nachgefragt: Könnte man bei euch 3D drucken? Wie schwierig ist das? Kam direkt zurück: Das kriegen wir hin.
Das nette andere Ende dieser Konversation war Georg, Leiter der Pioniergarage Salzburg. Einem Ort, an dem man … so gut wie alles selber machen kann. Und was wir nicht können, lernen wir von anderen Bastler*innen oder beim regelmäßigen Stammtisch zu wechselnen Themen. Unser Projekt haben wir jedenfalls hingeschickt und Georg hat Wort gehalten.
Das Ergebnis: von 2D nach 3D
Wie hat er das gemacht, der Georg?
Ganz leicht, sagt zumindest er: Zuerst kommt die Datei in eine Software, dann tut man da bisschen bearbeiten und dann ab in den 3D-Drucker. Klingt echt leicht, aber wie anfangen? Idealerweise in der Pioniergarage selbst. Wer sich fürs Basteln, Selbermachen, Holzarbeiten, irgendwo was reinlasern, Siebdrucken und so Sachen interessiert, schaut z. B. bei einer Führung durch die Räumlichkeiten um. Für alle Maschinen werden regelmäßig Einschulung angeboten. Ist das erledigt, stehen die Maschinen 24 Stunden/sieben Tage die Woche zur Verfügung. Damit das funktioniert, dafür sorgen kleine schwarze Kästchen neben den Geräten, die ihr mit eurer Mitgliedskarte freischalten könnt. Kleine Arbeit auf der Stickmaschine um Mitternacht? Kein Problem. Bisschen Holz lasern kurz vor Sonnenaufgang? Natürlich.
Die Pioniergaragen-Community hat das Potenzial für die besten Geschenke aller Zeiten
In den gut zwei Stunden unseres Besuchs sind wir draufgekommen: Wer sich mit diesen Geräten hier auskennt, braucht nie wieder „gute Geschenke für den Papa“ recherchieren. Hier kommt ein Best-of-Beste Geschenk-Ideen, die ihr in der Pioniergarage Salzburg umsetzen könnt:
Best of-Beste Geschenke aus der Pioniergarage
#1 Schachset mit Köpfen aus dem Freundeskreis/der Verwandtschaft/Firma
Wie liab ist die Idee? Schach-Duell unter Freund*innen. In der Pioniergarage könnt ihr einen Scanner nehmen (schaut ein bisschen so aus, wie der Scanner beim Self-Checkout, nur größer), euch und eure Lieben einscannen, in der Software alles herrichten (lernt ihr bei der Einschulung) und dann als Figuren ausdrucken. Aus Holz oder einem anderen Material noch eine Platte zurechtschneiden, quasi fertig.
#2 Symbole auf selbstgesammelte Steine lasern
Eltern wissen, was läuft: Die Kinder schleppen TAUSENDE Steine nachhause. Wieso nicht ein paar von denen nehmen, ein Bild reinlasern (Herz oder was) und zum Beispiel den Großeltern schenken, die sind oft dankbare Abnehmer*innen solcher und ähnlicher Produkte. Eignet sich bestimmt auch für diese Goodie-Bags vom Kindergeburtstag.
#3 Ein Bild sticken lassen
Die Stickmaschine stickt, was die Software ihr sagt. Eure Aufgabe: Software bedienen, Rahmen einspannen und Faden wechseln. Wir haben ein Bild von einem Papagei gesehen, wirklich schön geworden. Geht wahrscheinlich auch mit dem Urlaubsbild, etc. Wie man die Datei so vorbereitet, dass die Maschine sich auskennt, lernt ihr in der Einschulung.
#4 Individualisierte Action Figur aus dem 3D-Drucker
Auch eine super Idee: Sich selbst oder jemanden anderen als kleine Action-Figur ausdrucken lassen. Funktioniert von einem 2D-Bild ausgehend – oder ihr probiert auch den Bodyscan-Ansatz.
#5 Cake Topper, Schilder, etc in Holz/Metall gelasert
In alles, was existiert … kann man auch etwas reinlasern. In Holzplatten könnt ihr Namen lasern, in Metallplatten auch. Und in die meisten anderen Materialien auch. Maschinen, die das können, stehen in der Pioniergarage und jetzt kommt es bisschen auf euch an, wie groß/klein/dick/dünn das Werkstück sein soll.
Georg. Und viele Maschinen.
Selber mitmachen – so geht das:
Die Pioniergarage Salzburg ist nicht elitär – sie ist für alle offen, die Lust haben, mit den Geräten zu arbeiten. Immer dienstags und donnerstags ist der Makerspace offen – und es gibt Führungen durch die Einrichtung. Wenn euch das taugt, werdet ihr Mitglied. Ihr bindet euch drei Monate und könnt dann monatlich kündigen. In der Pioniergarage läuft alles bargeldlos. Übrigens: Für unterschiedliche Materialien gibt’s einen hauseigenen Shop.
Die große Regel von Makerspaces: Kannst du was, zeigst du es.
Die Pioniergarage, sagt Georg, ist ein Ort, der Community als solche hochhält. Hier hilft man einander – beantwortet Fragen und arbeitet auch gemeinsam, wenn es gerade passt. Natürlich steht auch das Team der Pioniergarage zu Öffnungszeiten mit Rat und Tat zur Seite. Schöne, schöne Art, zu leben. Finden halt wir.