In einem Möbelhaus, da gibt es Möbel. Und zu Weihnachten, sagt Diana, erwecken sie diese zum Leben.
In der Weihnachtsgeschichte „Der Nussknacker“ erwacht das Geschenk eines Kindes – ein Nussknacker – zum Leben. Naja, frei interpretiert zumindest, wir haben die Oper nie gesehen. Egal, auf das Möbelhaus Niedermayer in der Salzburger Fürbergstraße hat Weihnachten einen ähnlichen Effekt: Die Sofas, die Tische, die Küchen und die Sessel, die ganzjährig zur Schau stehen, bekommen zur „Nacht der Lichter“ Leben eingehaucht: In einer Küche wird Glüh-Gin gekocht, die Backöfen werden angeschlossen und backen Lebkuchen. Eine Couch-Landschaft wird zum Fotospot und ein Tisch dient zum Adventkranzbinden.
Weihnachtsmarkt im Möbelhaus
Als uns Diana von ihrer „Nacht der Lichter“ erzählt hat, fanden wir die Idee sehr schön. Ein großes Möbelhaus, mitten in der Stadt, lädt unterschiedliche lokale Anbieter*innen zur gemeinsamen Sache ein. Ein festlicher Nachmittag mit allem, was uns an Weihnachten gefällt: was Gutes zum Essen und Trinken, bissi basteln (für die Kinder), Weihnachtspost schicken, alles Mögliche aus Alpaka-Fell. Aber nicht an einem überfüllten Ort, wo es sich schnell so anfühlt, als wäre man nicht willkommen. Sondern gemütlich indoors, mit ausgewählten Angeboten aus der Region … und einem Glühweinstandl vor der Tür.
Das ist Diana.
Weihnachtsregel #1: Wenn alle einen gmiadlichen Christkindlmarkt wollen, wird genau so einer möglich.
Als wir Diana im Möbelhaus besuchen und uns zeigen lassen, wo welches Standl hinkommt, erzählt sie so nebenbei, wie die Aussteller*innen ausgewählt wurden: Das eine ist der Bekannte von dem, die hat der andere gekannt usw. Rund 60 Mitarbeiter*innen arbeiten im Möbelhaus und alle freuen sich darauf, die „Nacht der Lichter“ zum ersten Mal zu veranstalten. Vielleicht total naiv, aber wir finden es schön, dass nicht die Event-Firma mit Konzept beauftragt wurde, einen stimmungsvollen Adventmarkt umzusetzen, sondern eben die Mitarbeiter*innen überlegt haben: Was mag ich? Wen kenn ich? Wer passt zu uns?
Die 10 Aussteller*innen und das ganze Rahmenprogramm im Überblick:
#1 Salzburger Brezn
#2 Destillerie Fuxbau
#3 Nicola Fürle – backebackekuchen
#4 Blumen Gschaider
#5 Metallhandwerker Herbert W. Riegler
#6 Glüx Mix – Theresa Schönleitner
#7 Miele Cooking Station
#8 Schuhmacher Comake & Kinderbuchverkauf
#9 Pierre’s Holzwerk
#10 Scheffenacker´s Alpakas
Unsere drei Highlights in der „Nacht der Lichter“:
Wir mögen mittlerweile kein Klumpat mehr zu Weihnachten kriegen (und schenken) und sind scheinbar in der Lebensphase „Fresskorb“ angekommen. Da rein darf ohne Probleme ein Flascherl Glüh-Gin vom Eugendorfer Fuxbau, ebenfalls kein Problem hätten wir mit einem frisch gebundenen Adventskranz (idealerweise schlicht dekoriert, Farbcode: rot) und total liab finden wir die Idee eines Vogelhäuschen aus Holz. Unter anderem, weil uns kürzlich bewusst wurde: Birding ist das neue Hot Girl-Hobby 2025. Sieht man schon: Der Niedermayer ist top aktuell unterwegs.
Und dann noch ein kurzer Hinweis, auf eine Sache, die uns gar nicht so bewusst war:
Wir haben gerade keine Räume einzurichten und vielleicht deswegen nicht so oft darüber nachdenken müssen, wo wir denn Dinge für Räume herbekommen könnten. Beim Besuch vom Niedermayer wurde schlagartig klar: Wir haben kaum (oder gar keine?) hochwertigen Möbelhäuser mehr in der Stadt? Gibt’s das? Natürlich gibt’s Einrichtungshäuser mit Preisspannen, die unsere Möglichkeiten dezent übersteigen, aber so einen Ort, an dem man solides Geschirr kauft, oder einen Toaster? Und dazu eine Kerze und vielleicht noch eine Kuscheldecke? Was wir sagen wollten: Beim Niedermayer gibt’s das alles und bald sechs Gingläser weniger, die wir in Zukunft als Weingläser verwenden werden, weil sie so eine schöne Form haben. Das sollten alle wissen.