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Kleiner Reiseführer durch die Panzerhalle

Streetart, Shops und Schnabulieren.

Wo früher gelangweilte Rekruten Panzerketten geölt haben, entsteht heute das vielleicht spannendste Kreativzentrum Salzburgs. Wir haben die Panzerhalle in Maxglan besucht und uns angeschaut, was es dort zu entdecken gibt.

Coole Architektur

In der Panzerhalle atmet jeder Ziegelstein Geschichte. Gebaut wurde die Halle als Teil der Struberkaserne von der deutschen Wehrmacht. Nach dem Krieg brachten die Amerikaner jüdische Displaced Persons in der Kaserne unter und sogar der sagenumwobene Goldzug soll hier eine Zeit lang gestanden haben. Die Spuren dieser Vergangenheit sind immer noch sichtbar: In den Backsteinen haben sich Rekruten, Soldaten und Passanten verewigt. Wer die Halle umrundet, der kann die Stein-gewordenen Geschichtsdokumente bewundern.

Streetart

Nachdem die Struberkaserne zugesperrt wurde, stand auch die Panzerhalle mehrere Jahre leer. Eine willkommene Einladung für Salzburger Street Artists, die sich an den Wänden des Gebäudes künstlerisch verwirklichten. Im Zuge des Umbaus wurden viele der Kunstwerke erhalten. Eines der spannendsten Werke stammt vom Salzburger Fuzion Collective und trägt den Titel „Fukushima: Happend 4 Years Ago“.

Co-Working

Loftartige Gebäude ziehen Hipster an, wie Fliegen das Licht. Deshalb haben sich in der renovierten Panzerhalle gleich mehrere Kreative und Agenturen niedergelassen. Für alle, die selbst jeden Tag das Flair des neuen Alten atmen wollen, gibt es auch eine Coworking-Variante für ca. 300 Euro pro Monat. Die Miete beinhaltet einen Schreibtisch und alles, was ihr als Ein-Mann/Frau- Agentur oder Startup braucht. Nichts wie hin!

Markthalle

Kernstück der renovierten Panzerhalle ist die bunte Markthalle, in der sich in den letzten Monaten bereits mehrere Shops und Cafés niedergelassen haben. Wie die Stände einer echten Markthalle sind sie offen gestaltet und laden zum Flanieren ein. Einige unserer Lieblingsstandln findet ihr hier:

Vegan und nachhaltig essen in der Pure Box

Mit der Pure Box hat sich der Salzburger Food-Wizzard Fabio Winkelhofer einen Traum erfüllt. Der preisgekrönte Koch und leidenschaftliche Food-Stylist hat schon in mehreren Sterne-Restaurants den Löffel geschwungen. In seiner Pure-Box dreht sich jetzt alles um nachhaltiges Essen: Hier wird vegetarisch und vegan gekocht.  Nebenbei arbeitet Winkelhofer übrigens als Foodstylist und pimpt Essen für Fotoshootings auf. Das merkt man, wenn man die Gerichte anschaut, die hier serviert werden!

Frühstücken in der Frühstücksbar

Wer es liebt, auf weiß lackierten Holzmöbeln die vermeintlich wichtigste Mahlzeit des Tages einzunehmen, der ist in der Frühstücksbar goldrichtig. Von Avocado bis Müsli gibt es alles – ein bisschen nach dem Baukastenprinzip. Spezialität des Hauses sind einerseits die Omelette, die in unterschiedlichsten Varianten gezaubert werden und andererseits die gefüllten Beigel. Kurz gesagt: Evelin Schöndorfer und ihr Team haben nicht nur ihre Gäste, sondern auch den guten Geschmack im Griff. Zumindest von Montag bis Samstag von 7.00 bis 12.00 Uhr. Weil am Sonntag wird ausgeschlafen!

G’Sunds Eck

Hier ist der Name Programm. Beim g’sunden Eck serviert Harry Obst, Gemüse, Smoothies und Salate. Da freut sich der bewusste Genießer! Frisch und knackig ists sowieso und ein netter Plausch mit Harry ist inklusive!

Und sonst so?

Blumen Kainz: verwandelt Grünzeugs in Liebe. Eine Freude!

Naturboxx: Hier gibt es köstliche Chutneys, Gewürze, Senfe, Öle und allerlei Anderes, das sich in hübsche Holzkistchen verpacken lässt!

Soup First: Beste Suppen, leckere Quiche und andere Speisen – mit viel Liebe gekocht von Franz.

Matthias Gruber

Matthias Gruber ist ein Ur-Salzburger, der auszog, um Italien und Wien zu erobern. Gern ist er wieder zurückgekommen und macht für das Fräulein Flora wunderschöne Fotos der “Nicht-Nur-Mozartstadt”, die von witzigen Texten begleitet werden.