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Kairoz: Eine junge Salzburgerin baut wunderschöne Lampen aus Holz

Wie aus purer Neugierde ein Salzburger Designlabel entstand.

Vor zwei Jahren hatte Julia Fischer zum ersten Mal die Idee, mit einem Laser-Cutter zu experimentieren. Heute baut sie unter dem Label Kairoz wunderschöne Lampen, die nicht nur in ihrem Freundeskreis weggehen, wie die warmen Semmeln.

Am Anfang war es reine Neugierde, die Julia ins Happylab führte. Die Werkstatt in Itzling ist offen für alle und ermöglicht es Interessierten, die Arbeit am 3d-Drucker und am Laser-Cutter zu erlernen. Nach ihrer Einschulung begann Julia, mit Holz herumzubasteln. „Angefangen hat es mit Schmuck und einem Weinregal. Dann bin ich draufgekommen, dass ich mich auf etwas fokussieren muss“, erzählt sie von ihren ersten Gehversuchen am Laser Cutter. Nach einigen Versuchen landete sie schließlich bei ihrer ersten Lampe aus Holz. Es sollten viele folgen.

Design trifft Handwerk 2.0

Einen handwerklichen oder technischen Hintergrund hat Julia nicht, dafür ist sie in Sachen Design gut ausgebildet: Vor einigen Jahren hat sie an der FH Salzburg Multimedia-Art studiert. Heute arbeitet Julia als Kellnerin und nebenbei am Aufbau von Kairoz. Denn mittlerweile sind die Lampen so beliebt, dass sie mit dem Produzieren kaum hinterherkommt. Geplant war dieser Erfolg nicht: „Es war nie meine Absicht, da beruflich etwas daraus zu machen, das hat sich einfach so ergeben“, erzählt die Lampenbauerin. Mittlerweile gibt es fünf Modelle, die Namen wie “The Cone”, “The Leaf” oder “The Moon” tragen und wunderschön aussehen.

Hinter jedem der stabilen und zugleich federleichten Kunstwerke stecken viele Stunden Arbeit. Und viel Erfahrung: “Das schwierige ist, dass man alles genau mitbedenken muss, wenn man die Lampe plant. Das braucht viel Übung und Vorstellungsvermögen”, erzählt Julia von ihren zahlreichen Fehlversuchen. Das Tüfteln liegt ihr aber: “Ich könnte ewig weitermachen, die Lampen zu verbessern und zu verändern”, erzählt sie.

Produziert wird immer noch im Happylab und im eigenen WG-Zimmer. „Meine Wohnung ist eine ziemliche Baustelle“ erzählt Julia. Eine eigene Werkstatt wäre da natürlich ein Traum, der bisher aber noch etwas warten muss. Auf der Webseite www.kairoz.at kann man die Lampen bewundern und auf Wunsch bestellen. Außerdem sind die Designerstücke im Restaurant Flavour ausgestellt, damit man sich selbst ein Bild machen kann. Wenn Zeit bleibt, verkauft Julia ihre Lampen auf Messen, Märkten und Ausstellungen.

Kickstarter-Kampagne als nächster Schritt

Um der gesteigerten Nachfrage gerecht zu werden, möchte Julia jetzt den nächsten Schritt machen und eine größere Menge Holz kaufen. Das benötigte Material will sie über eine Kickstarter-Kampagne auftreiben, die aktuell läuft. Dort kann man sich eines der wunderschönen Modelle vorbestellen und Julia unterstützten. Das Ziel von 4.000 Euro gilt es in den nächsten Wochen zu knacken, damit der Traum vom Lampenlabel auf die nächste Stufe kommt. „Es ist für mich schon spannend, ob ich Leute erreiche, die ich nicht kenne“, sagt Julia und erzählt von der Freude bei der ersten ganz “fremden” Bestellung aus Kanada. Wir vermuten mal, es werden in nächster Zeit noch ganz viele dazukommen!

Matthias Gruber

Matthias Gruber ist ein Ur-Salzburger, der auszog, um Italien und Wien zu erobern. Gern ist er wieder zurückgekommen und macht für das Fräulein Flora wunderschöne Fotos der “Nicht-Nur-Mozartstadt”, die von witzigen Texten begleitet werden.