Homestory: Ivett Macsuga – Food Stylistin & Farben-Freundin

Wenn ein kleiner Couchtisch den Ton für die komplette Einrichtung setzt

Gefunden hat Ivett ihr Lieblingsmöbelstück – den kleinen Glastisch mit den goldenen Beinchen – im Treppenhaus bei einer Freundin. Der wurde dort nämlich kurzerhand entsorgt. Also hat sie ihn sich unter den Arm geklemmt, mit nachhause genommen und damit ihren kompletten Wohnzimmer-Look verändert. Dinge schön in Szene zu setzen und aus vermeintlich Einfachem etwas sehr, sehr Besonderes entstehen zu lassen, ist Ivetts Beruf. Denn: sie ist Food Stylistin. Arrangiert Speisen und Getränke für Marketingzwecke so, dass sie nicht nur köstlich ausschauen, sondern auch Emotionen wecken. Und auch beim Thema Wohnen darf für die Wahl-Salzburgerin Gefühl nicht fehlen – etwas, das sie sich am liebsten mit Farbe holt.

Heimat & und Oma-Verbundenheit

Ivett ist in einfachen Verhältnissen in Ungarn aufgewachsen. Damals wurde mit einem simplen Holzofen geheizt und Wasser hat’s auch nur draußen gegeben. Aber ihre Augen funkeln, wenn sie über ihre Kindheit spricht. Eine Zeit, die sehr prägend für sie war – vor allem die Momente mit ihrer Oma. Auf ihrer Website schreibt sie „Mein sicherer Ort war die Küche meiner Großmutter. Am Holzofen lernte ich früh, was Essen wirklich bedeutet. Es ging nicht um Ästhetik für Instagram. Es ging um Wärme. Um Überleben. Um Fürsorge. Aus wenigen Zutaten entstand Würde. Und aus Geduld entstand Geschmack.“ Wir wollen von ihr wissen, was sie denn am meisten am Tun ihrer Oma fasziniert hat und bekommen als Antwort, dass diese für sie so wichtige Frau aus gefühlt nix etwas Großartiges und Besonderes entstehen hat lassen!

Bei der Frage nach etwas typisch Ungarischem in ihrem Zuhause, nimmt sie uns mit rüber in die Küche – und greift im Gewürzregal nach einer kleinen, wirklich sehr hübschen Porzellandose. Paprikagewürz. Das und gelbe Erbsen dürfen in ihrer Küche auf gar keinen Fall fehlen! Darum nimmt sie sich auch von jedem Heimatbesucht eine kleine Reserve mit nach Salzburg. Sie zeigt uns aber noch was – und kramt drüben bei ihrem Bett eine wunderschöne, handbestickte Kochschürze aus einer Kommode, die sie vor vielen Jahren mit ihrer Mama und ihrer Oma gemacht hat. Leider passt ihr die nur nicht so richtig ins Raumbild …

Farben mit Feel-Good-Garantie

Damit sich die Food Stylistin zuhause in ihrem Safe Space, wie sie ihn nennt, so richtig wohlfühlen und fallenlassen kann, braucht sie vor allem eines: Farbe. Und dass sie Farbe wirklich mag, ist unübersehbar! Bunte Bilder über der Couch, eine selbstbemalte Wand direkt gegenüber, dazu farbenfrohe Pölster und bunte Accessoires dort und da. „Ich bin ein absoluter Frühlingsmensch! Ich glaub, dass ich’s darum zuhause auch einfach gern so bunt hab“, sagt sie. Und auch wir finden: Wohnfarbe wirkt echt Wunder! Man kommt hier rein und hat instant gute Laune. Und es fühlt sich echt so an wie im Frühling – wenn die Sonne nach einem viiiiiiel zu langen Winter endlich durch die Wolken blitzt. Herrlich ist das!

Mitten unter all den kunterbunten Wohnfreuden steht Ivetts Lieblingsmöbelstück – der kleine Glastisch mit den Golddetails. Ein zufällig ergattertes Interior-Piece, das eine doch sehr große Wirkung auf ihr gesamtes Farbkonzept hatte. „Für mich hat die Glasplatte so ein bisschen was von einer Wasseroberfläche. Und weil ich Fische liebe, vor allem den, der jetzt auf dem Tisch steht, hat sich dann irgendwie diese Farbwelt ergeben – mit dem Teppich drunter und der selbstbemalten Wand.“ Tja, als ausgebildete Einrichtungsberaterin (die Ausbildung dazu hat sie zwischendurch mal in einer kurzen Gastropause gemacht) können eben aus Kleinigkeiten richtig coole und große Konzepte entstehen, wie man sieht! Was wir auch ganz, ganz toll finden: Wie Ivett selbst die unscheinbarsten Ecken mit etwas Farbe aufpeppt – wie zum Beispiel die Kommode in ihrem Schlafbereich, auf der ein hübsches Bild lehnt, dazu eine Sammlung an unterschiedlichsten Büchern.

Ordnung auf kleinem Raum

Weil Ivetts Wohnung nicht riesengroß ist, hat sie sich ein ganz schön cleveres Ordnungssystem geschaffen: Einen Teil ihrer Habseligkeiten bewahrt sie in Kisten auf, die sie auf dem großen Kasten in ihrem Vorhaus stehen hat. Die Gewürze in der Küche sind alle übersichtlich beschriftet und hübsch arrangiert. Und auch im Ikea-Expedit, der den Wohn- vom Schlafbereich trennt, herrscht Ordnung dank Kisterln und Beschriftungen. „Wenn man wenig Platz hat, muss man irgendwie versuchen, Ordnung zu halten. Das gelingt mir eh nicht immer“, sagt sie. „Manchmal ist das mit dem wenigen Platz schon auch echt eine Herausforderung für mich. Sobald ich nämlich irgendwas auspacke, ist gefühlt das ganze Wohnzimmer voll“.

Auf die Frage, ob’s auch irgendeine Ecke in der Wohnung gibt, mit der sie nicht ganz so happy ist, deutet sie auf ein paar herumstehende Gegenstände, die direkt vor der Küche liegen. „Manchmal hätt ich gern einen zweiten Raum, weil ich für die Arbeit viel Verpackungsmaterial sammle – das schaut aber leider immer aus, als würd ich Müll zusammensammeln, wenn dann alles hier so offen herumliegt“. Für die Zukunft wünscht sich Ivett aber vor allem eines: Ihr eigenes Büro bzw. Atelier! Weil sie dann nämlich Privates und Berufliches besser voneinander trennen kann.

Was die Magdi hier besonders mag …

Ich muss ehrlich sagen, dass es mich immer wieder beeindruckt und fasziniert, wenn’s jemandem gelingt, aus einer doch recht kleinen Wohnung so unglaublich viel rauszuholen! Bei der Ivett hat alles sein Plätzchen – und ich find’s ganz, ganz besonders, mit welcher Wertschätzung sie über ihr Zuhause spricht. 

Ich lieb das von ihr gestaltete Farbkonzept – weil’s tatsächlich was mit dem eigenen Wohlbefinden macht, wenn man hier ins Wohnzimmer kommt. 

Das hier, das ist echt eine kleine Wohlfühl-Oase. Ein bunter Happy Place, an dem man sich sehr willkommen fühlt. Ich glaub, das hat mich diesmal auch am meisten gecatched! Weil ich mich nicht nur willkommen, sondern auch fröhlich gefühlt hab. Danke, Ivett – schön war’s mit und bei dir!

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