Da kommt jetzt bestimmt ganz viel igittigitt,
im Vulva-Game sind wir ja nicht neu. Seit einigen Jahren kommt Viktoria bei ihren Vulva-Casting-Touren auch in Salzburg vorbei und wir informieren euch über die Termine. Da werden wir (vor allem auf Facebook) oft geschimpft, wie grausig und überhaupt. Claudia, Fotografin aus Kuchl, weiß, wie das ist. Sie hat beschlossen, das ImmernochTabu-Thema Vulva aufzumachen und plant auf lange Frist eine Ausstellung mit zwei Freundinnenl, die Vulven unterschiedlicher Frauen zeigen soll. Perspektive: Ja, eine Vulva ist ein Körperteil und so sieht es aus. Desexualisiert, natürlich fotografiert und gefeiert in allen Facetten.
Das Schöne am Vulva-Malbuch: Es räumt mit dem Mythos auf, dass Vulven gleich aussehen. Und zeigt einen Querschnitt unterschiedlicher Körperteile, die - dem Tabu zum Trotz - mehr als die Hälfte der Salzburger Bevölkerung an sich tragen.
Die Ausstellung ist noch Zukunftsmusik, aber: Dieses Jahr will sie gemeinsam mit einem Verlag ein Vulva-Malbuch herausgeben. Und dafür sucht sie Models.
„Einige Frauen, die ich bereits fotografiert habe, waren überrascht, wie schnell das geht“, sagt Claudia. Und fast ein bisschen enttäuscht, dass das so wenig Magie im Spiel ist. Ein Vulva-Shooting läuft so ab: Ihr kommt zu Claudia oder sie zu euch, natürliches Licht muss vorhanden sein. Claudia hat eine Art Liege mit, damit ihr höher liegt und dann geht’s an Shooten: Die Frauen legen sich auf die Liege und einige Minuten später ist es auch schon wieder vorbei. „Alles ist komplett anonym“, erzählt Claudia. Die einzige Aufgabe ist, ein Synonym für die eigene Vulva zu finden.
Die Pseudonyme sind auch wegen einer anderen Sache wichtig, meint Claudia.
Als Resultat jedes Shootings kriegen die Frauen ein Bild ihrer Vulva, eingerahmt. Und natürlich auch ein Malbuch, wenn es dann fertig ist. Damit jede Frau das richtige Bild kriegt, braucht es die Dokumentation. „Ich habe mit Frauen geredet, die waren 35 oder 40 Jahren alt und haben sich noch nie einen Handspiegel geschnappt und ihre Vulva angeschaut“, erzählt Claudia. Ganz viele Frauen wissen gar nicht, wie sie anatomisch aussehen, können ihre Vulvalippen nicht identifizieren und überhaupt herrscht ein riesiges Tabu, wenn es um „untenrum“ geht. Das wäre jetzt eure Chance, mitzuhelfen, dieses Mega-Tabu zu brechen:
Wir suchen ca. 20 Frauen, die beim Vulva-Malbuch mitmachen und ihre Vulva ablichten lassen
Die ganze Sause soll im September stattfinden, damit das Malbuch noch dieses Jahr fertig und vielleicht ein schönes Weihnachtsgeschenk für eure Liebsten wird. Deswegen hier der Aufruf: Wenn ihr Lust habt, anonym mitzumachen, dann: Meldet euch bei Claudia via Mail an photo@claudiaweaver.com.