Magnolien
Essen & Trinken

Fräulein Floras Oster-Guide für Salzburg

Wir sagen euch, wie ihr die Feiertage mehr oder weniger gut übersteht.

Ostern ist heuer irgendwie a Schas? Nicht mit unseren Tipps! Wir sagen euch, wie die Osterfeiertage in Salzburg durchaus cool sein können.

Ostern für Kulturinteressierte

Empfohlen für: Alle, die Nesterl suchen und Eierfärben nichts abgewinnen können und die Feiertage nutzen wollen, um einfach in Ruhe ein bisschen Me-Time zu genießen.

Gesellschaft: Im Idealfall niemand, nicht einmal die eigene Hausgemeinschaft. Alternativ darf das Haustier, mit dem man zusammenlebt, dem Programm beiwohnen.

Vormittagsprogramm: Das Osterfrühstück lasst ihr trotzdem nicht aus. Wenn auch dieses nicht so üppig ausfällt, wie man es von Stockfotos kennt. Während ihr in euer Toastbrot beißt, checkt ihr nochmal das heutige Kulturprogramm, das online und im Fernsehen läuft, streichelt eurem Haustier über den Kopf und lasst ein paar Toastbrotreste für das Viecherl unter den Tisch fallen.

Nachmittagsprogramm: Ihr schaltet euer Handy auf lautlos und checkt nochmal, ob die Wohnungstür abgesperrt ist, um unangekündigten Besuch vorab abzuwehren. Ihr überlegt kurz, ob ihr eure Türglocke auf stumm schalten sollt, scheitert aber an der technischen Umsetzung. Danach schnappt ihr euch Laptop und Fernbedienung, lasst euch auf die Couch fallen und dann geht’s los: Zum Aufwärmen gönnt ihr euch das Streamingangebot vom Salzburger Landestheater und zieht euch eine moderne Inszenierung von “Faust” rein. Danach ist euch nach etwas Zeitgemäßerem und ihr schaut euch die Wiederholung vom Frühlingsfest des Literaturhauses auf YouTube an. Weil der Rücken vom vielen Sitzen langsam schmerzt, dreht ihr die Jazzit Online-Sessions auf und wagt kichernd ein paar Tanzschritte – in dem Wissen, dass euch eh keiner zuschaut.

Am Abend: Ihr habt das TV-Programm studiert und euch eine Liste mit allen Filmen gemacht, die ihr euch heute noch anschauen wollt. Darunter Ben Hur, Till Eulenspiegel oder Hurra, die Schule brennt. Irgendwann kommt ihr zufällig an einem Bud Spencer und Terence Hill-Film vorbei, bleibt dort hängen und amüsiert euch den restlichen Abend herrlich darüber.

Ostern für Traditionsbewusste

Ostereier färben
(c) Rosa Mayer

Empfohlen für: Menschen, die in den letzten Wochen ihren Garten und die Terrasse auf Vordermann gebracht haben, um das perfekte Osterfest zu schmeißen. Unserer Erfahrung nach sind das Menschen in stabilen Paarbeziehungen, oft mit Kindern.

Gesellschaft: Wenn ihr Eltern seid, sind es wahrscheinlich eure Kinder. Und wenn nicht, ist es euer/eure Partner*in. In den meisten Fällen ist irgendwer mit irgendwem verwandt.

Vormittagsprogramm: Ihr steht seit sechs Uhr morgens in der Küche, damit an diesem Tag alles perfekt läuft. Dazu gehört das Sichten der Einkäufe, das Backen eines Osterlammes und das Schreiben von Osterkarten. Danach macht ihr die letzten Osternesterl fertig und überlegt euch Verstecke im Garten, die einerseits nicht zu schwer zu finden sind (für die kleinen Kinder) und andere, die etwas kniffeliger sind (für Geschwister oder den/die Partner*in). Danach geht es ins Vorbereitungsfinale: Ihr dekoriert die Terrasse, breitet den Oster-Tischläufer aus, faltet die dazugehörigen Oster-Servietten und platziert fein säuberlich zu jedem Gedeck ein Osterei (natürlich selbstgefärbt) und einen kleinen Oster-Schokohasen.

Zur Prime-Time: Ihr serviert stolz euer mehrgängiges Ostermenü, das vom Erdbeer-Limetten-Aperitif bis zum Rhabarberkuchen selbstgemacht ist. Jemand erzählt euch von der Möglichkeit, dass man in Salzburg auch Ostermenüs zum Abholen bestellen kann, woraufhin ihr betont, dass es eh nicht viel Arbeit gewesen ist. Danach ärgert ihr euch über so viel Undankbarkeit und verlagert das Osternesterl von diversen Personen in ein weit schwereres Versteck.

Nachmittagsprogramm: Während die Familie nach den Osternesterln sucht, räumt ihr den Tisch ab und bekommt von der eigentlichen Ostergaudi nicht viel mit. Bis ihr im Küchenkasterl ein Nest findet, das jemand für euch in der Zwischenzeit dort platziert hat. Darin findet ihr ein liabes Ostergeschenk made in Salzburg und eure Stimmung wird schlagartig besser und bleibt auch den restlichen Tag so.

Ostern für Verliebte

Sonnenuntergang Gaisberg

Empfohlen für: Paare, die ihre Zweisamkeit während der Feiertage genießen wollen und getrost auf andere Gesellschaft verzichten können. Auf keinen Fall braucht ihr an diesen Tagen nervige Eltern, Großeltern oder Geschwister, die mit Dingen wie Eierpecken eure Zeit verschwenden.

Gesellschaft: Im Idealfall der oder die Partner*in. Wir betonen es nochmal: Sonst niemand.

Vormittagsprogramm: Nachdem ihr das Oster Pur:Kisstl von Pur:Isst bestellt und verschlungen habt, wollt ihr euch ein bisschen die Füße vertreten. Euer romantischer Spaziergang startet am Makartsteg, wo ihr das Zahlenschloss sucht, das ihr vor einiger Zeit am Brückengeländer befestigt habt, um eure Beziehung symbolisch zu besiegeln. Danach flaniert ihr durch den Mirabellgarten, um im Anschluss zum heimlichen Highlight eures Spazierganges zu kommen: dem Makartplatz. Dort blühen nämlich seit ein paar Tagen die Magnolien und ihr wollt die Gelegenheit für Selfies mit den rosa Blüten auf keinen Fall verpassen.

Nachmittagsprogramm: Wenn ihr von eurem Spaziergang wieder zuhause seid, überlegt ihr, wie ihr den restlichen Tag verbringen sollt. Weil euch auf die Schnelle nichts einfällt, schaltet ihr den Fernseher ein und zappt euch durch Sissi, Disneyfilme oder Harry Potter. Schließlich fällt euer Blick auf die gefärbten Ostereier, die ihr um ein paar Cent aus dem Supermarkt ergattert habt. Ihr lasst euch auf eine Runde Eierpecken ein, an der ihr durchaus Spaß findet und glucksend feststellt, dass Ostern ja gar nicht so fad ist.

Abendprogramm: Ihr rafft euch nochmal auf, um dem Tag einen romantischen Abschluss zu geben und macht euch auf den Weg zu einer Sonnenuntergangsmission. Weil gefühlt 3679 andere Leute dieselbe Idee hatten, quetscht ihr euch mit einer Picknickdecke bewaffnet auf ein freies Platzerl Wiese am Gaisberg und wartet auf das Spektakel. Schön ist es trotzdem!

Ostern für Feinspitze

Rosencafe

Empfohlen für: Alle, denen es rund um Ostern eigentlich nur ums Essen geht und die jede einzelne Mahlzeit entsprechend zelebrieren.

Gesellschaft: Die eigene Hausgemeinschaft, die in den Tagen zuvor schon zusehen musste, wie diverse Einkaufslisten geschrieben und der Kühlschrank bis zum Platzen angefüllt wurde.

Vormittagsprogramm: Um den Osterfeiertagen einen gebührenden Auftakt zu geben, schnappt ihr euch nochmal Töpfe und Eier und startet eine neue Runde Ostereier färben. Ihr verwendet dafür natürlich nicht die billigen Farben aus dem Supermarkt, sondern arbeitet mit selbstgemachten Naturfarben aus Kurkuma, Roter Bete oder Zwiebeln. Eine Anleitung dazu habt ihr bei Fräulein Flora gefunden.

Prime-Time: Das Highlight des Tages ist die üppige Osterjause zur Mittagszeit. Hier kommt auch der Osterstriezel zum Einsatz, den ihr schon am Vortag nach einem Rezept von “Backen mit Christina” gemacht habt. Dazu gibt es Osterschinken, eure selbstgefärbten Eier und andere Speisen, die davor natürlich geweiht wurden. Dabei erklärt ihr eurer Hausgemeinschaft jeden einzelnen Rezept-Schritt und erwartet im Anschluss Lob von allen Seiten für die gelungene Jause.

Abendprogramm: Ihr seid noch immer voll vom Mittagessen, könnt aber euer geplantes Abendessen nicht einfach auslassen. Dafür habt ihr einfach zu lange Bärlauch gepflückt und Spargel geschält. Eure Hausgemeinschaft schlürft aus Höflichkeit ein paar Löffel eurer Bärlauchcremesuppe und stopft sich ein paar Bissen vom Spargelrisotto rein, um das Ganze im Anschluss heimlich unter den Tisch zu reichen, wo der Hund des Hauses am nächsten Tag an selber Stelle aufgebläht und mit starkem Bärlauch-Mundgeruch vor sich hindöst.

Miriam Kreiseder

Miriam hat schon in Wien, Porto und Kufstein gewohnt, bevor es sie wieder zurück nach Salzburg verschlagen hat. Dinge, die sie ganz gerne mag: Britpop, Katzen und den hohen Norden.

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