„Was verdient man denn bei euch so?“
Nina vertritt die Salzburg AG ganz oft auf Jobmessen und diese Frage bekommt sie regelmäßig gestellt. „Die Frage nach den Verdienstmöglichkeiten ist natürlich absolut in Ordnung. Allerdings ist eine Antwort unmöglich, solange wir nicht wissen, welche Stelle überhaupt von Interesse ist“, erklärt die Spezialistin im Employer Branding. Wie es auf dem Karriereforum besser läuft, haben wir mit Nina gemeinsam herausgefunden:
1. Wissen, was einen selbst interessiert bzw. welche Stelle interessant ist
Klingt logisch, ist aber gar nicht so einfach. Was interessiert mich und warum? Kann ich meine Interessen so formulieren, dass mein Gegenüber sie versteht und einordnen kann? Genau dieses Einordnen, verrät Nina, hilft dabei, die offenen und offen werdenden Stellen zu screenen und dann gemeinsam zu überlegen, was passen könnte. Aber: Das bedeutet nicht, dass man schon die konkrete Stelle im Kopf haben muss. Bei einem Unternehmen wie z. B. der Salzburg AG gibt es so viele unterschiedliche Tätigkeitsfelder, dass sich manche Bewerber*innen gleich mehrere Stellen finden würden. Gemeinsam mit den Interessent*innen arbeitet sich Nina vor und im Idealfall passt es dann.
2. Sich nicht irritieren lassen, dazustellen, mitreden
Auf Messen ist es busy. Viele Menschen im Allgmeinen, viele Menschen, die am selben Stand stehen. Ninas Tipp: Sich nicht von Menschentrauben einschüchtern lassen, sondern einfach dazustellen, eigene Fragen stellen, mitreden. „Manche habe Sorge, dass sie dann zu viel sind, aber wir sind gewöhnt, dass viel los sein kann und finden das auch sehr gut“, erklärt Nina.
3. Lebenslauf erzählen können, aber nicht abgeben
Auf unsere Frage, ob der Lebenslauf aus der Hosentasche gezaubert werden soll, kommt von Nina ein klares Nein. Beworben wird sich am besten nach der Messe über die eigens dafür erstellte Plattform. Besser: Erzählen, was bisher beruflich anstand, welche Qualifikationen erworben wurden, welche Interessen vorhanden sind. Aus diesen Informationen lasse sich wieder eine Richtung ableiten, so Nina.
Nina, Hand aufs Herz: Erinnerst du dich an die Interessent*innen von den Messen? Oder soll man das ganz genau irgendwo draufschreiben?
„Ich bin auf ganz vielen Messen vertreten und möchte schon von mir behaupten, dass ich mich an die allermeisten ernstgemeinten Gespräche gut erinnern kann“, lacht Nina. In die Bewerbung kann man dann natürlich reinschreiben, dass man sich auf der Messe kennengelernt hat. Ein gutes Gespräch auf der Messe sei natürlich keine Garantie, sich an alle zu erinnern, aber „meistens tut man es eigentlich schon, wenn man auf einer persönlichen Ebene miteinander geredet hat.“
4. Elegante Kleidung – Muss oder Mythos?
Sich in den Hosenanzug zwängen, wenn er so gar nicht gefallen will oder authentisch auftreten? Irgendwo in der Mitte, meint Nina. Für sie ist es wichtig, dass mögliche Bewerber*innen gepflegt auftreten. „Als ich begonnen habe, mich zu bewerben, bin ich losgefahren und habe Hosenanzüge gekauft und geschaut, dass alles ganz hochgeschlossen ist“, erinnert sich Nina, „wohl habe ich mich aber nicht gefühlt.“ Anziehen, was gefällt, auch als Ausdruck des eigenen Geschmacks und dabei auf ein gepflegtes Auftreten achten.
5. Die Frage nach einer Teilzeit-Stelle: Nogo oder Go for it?
Teilzeitstellen sind überhaupt kein Nogo, sagt Nina. „Die Frage nach Teilzeit-Möglichkeiten kriegen wir öfter, wir schreiben natürlich auf unsere Ausschreibungen auch, ob es sich um Teilzeit oder Vollzeit handelt.“ Klar ist aber: Teilzeitstellen seien heiß begehrt. Wichtig für den Besuch beim Karriereforum Salzburg ist folgende Info: Miteinander reden ist alles. Ist eine Stelle als Vollzeit ausgeschrieben, es geht aber nur Teilzeit, bitte einfach sagen. Vielleicht ergibt sich eine Lösung, Aufgaben lassen sich eventuell neu aufteilen.
Das Karriereforum Salzburg im Überblick
Was für uns eine gute Karriere ist? Gern in die Arbeit gehen (oder halt die meiste Zeit), in einem Team, das gemeinsam gut vorankommt. So viel verdienen, damit man nicht dauernd ans Geld denken muss. Eine gute Balance zwischen Neues lernen und Altes können. Eigentlich ganz schön viel, was wir uns von Arbeit wünschen. Ob es denn passt, erfahren viele erst laaange nach Vertragsunterzeichnung. Das Karriereforum Salzburg hilft dabei, dem eigenen Bauchgefühl eine Chance zu geben. Im Gespräch mit den Menschen, die Unternehmen repräsentieren, wird schnell klar: Passt zu mir oder eher anderer Vibe. Neben diesen Gesprächen gibt’s Workshops, Moodbooster und viele andere Punkte, die helfen, das eigene Berufsleben neu einzuordnen. Oder besser zu ordnen.