Aus dem Magazin

Date in Salzburg: für (ziemlich) Gescheite

Love is in the air.

Wir fragen uns ja regelmäßig, was sich in Salzburg für Date-Locations eignet. Für die Romantischen unter euch haben wir ja schon eine Kleinigkeit zusammengeschrieben. Jetzt machen wir uns an die Gescheiten. Wobei das eine das andere nicht ausschließt. Festhalten, da kommen jetzt ein paar Klugscheißer-Fetzen daher.

1. Was tun gescheite Menschen? Sie gehen in eine Lesung.

Anfangen würden wir in der Trumerei, da sie sich mit ihren zahlreichen Craftbieren herrlich zum Klugscheißen eignet (BIT-Einheiten, Reszenz, opak oder opal, buttriger Geschmack oder Sauerbier). Wer Tipps zum Klugscheißen braucht, findet diese in unserem eigens dafür vorgesehenen Bierguide.

Wenn man dann das Eis mit einem Gerstensäftchen gebrochen hat, geht’s auf zu einer Lesung. Von der Trumerei aus ist das ein Leichtes: Gegenüber ist das Literaturhaus, ein paar Schritte weiter die Stadt:bibliothek. Das Programm ist sehr umfangreich. Nachschauen im Fräulein Flora Wochenplaner bzw. bei den Veranstaltungstipps zahlt sich aus und erleichtert die Recherche-Arbeit.

2. Klügeln am Weg in die Stadt.

Die Lesung war gut? Ausgezeichnet. Denn jetzt geht’s auf einen intelligenten Drink. Und am Weg dorthin kann man gleich etwas lernen. Solltet ihr es aus irgendeinem Grund schaffen, am Ritzerbogen vorbeizukommen, wäre es sinnvoll, den folgenden oder einen ähnlichen Satz fallen zu lassen:

„Wusstest du, dass hier bereits vor 200 Jahren Literatur gemacht wurde? Ja, genau: Johanna Maria Sedelmaier musste die Trafik ihrer Mutter übernehmen, die sie alsgleich zu einem Literatur-Treff transformierte. Auch der Grillparzer soll hier gewesen sein.“

Wenn das keine Bonuspunkte bringt, dann wissen wir auch nicht.

3. Vorzügliche Drinks einnehmen.

Im Little Grain gibt’s nicht nur ein sehr gemütliches Ambiente. Sondern auch kluge Barkeeper. Die können einem das Blaue vom Himmel über Gin & Co. erzählen. Aber ohne zu lügen. Aufpassen muss man hier nur, dass sich das Date nicht in das endlos scheinende Wissen der Barkeeper verliebt. Das wäre irgendwie blöd.

4. Im Licht der Stadt schmusen.

Jetzt bleibt eigentlich nicht mehr viel: Ihr habt einen wunderbaren Abend verbracht und geht im Mondschein und im Licht der Stadt Salzburg nach Hause. Mit der Salzach und dem Mönchsberg könnten wir noch zwei ausgezeichnete Orte zum Küssen verraten.

5. Die selbstlose Gabe

Als Salzburger trägt man ja gerne Regionalität. Unsere Körper sind momentan behangen mit Produkten von Schwarzwaldgold, kunstSTOFF und BRICK Beanies. Und obwohl man bei einem Date eigentlich nicht tricksen sollte, kann es schon mal passieren, dass man eines der Teile in der Tasche des anderen vergisst. Als kleine Aufforderung zu einem Wiedersehen sozusagen.

Wer bereits jetzt heiraten möchte, hat mit den zahlreichen Kirchen in der Stadt ein ziemliches Glück. Wir würden das St. Johannes-Kircherl am Imberg empfehlen. Weil es vormals die Kirche der Fischer und Huren war. Hat uns persönlich gut gefallen.

Eva Krallinger-Gruber

Eva ist eine richtige Ex-Exil-Salzburgerin. Frankreich, USA, Schweiz – aber nirgends ist es wie zuhause. Journalismus, Marketing (Kosmetik und dann Bier) und eigentlich redet sie auch ganz gern.