Bleckwand
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Bleckwand: Loch im Berg trifft auf freilaufendes Alpaka

Wir waren zum Sonnenuntergang auf dem Strobler Hausberg.

Wem die Drachenwand zu zach ist und wer trotzdem ein Loch im Berg bewundern möchte, wandert am besten auf die Bleckwand in Strobl. Von dort aus hat man einen wunderschönen Blick auf das Salzkammergut – und mit etwas Glück wartet am Gipfel eine tierische Überraschung auf euch.

Anfahrt: So kommt ihr zum Startpunkt der Wanderung

Im Grunde gibt es zwei Möglichkeiten, die Wanderung anzugehen. Wer mit den Öffis nach Strobl fährt, nimmt den 150er Bus und steigt an der Haltestelle „Gschwendt Simonbauer” aus. Von dort aus zweigt ihr vor dem Steckerlfisch-Stand rechts ab und folgt der Beschilderung in Richtung Bleckwand. Hier geht man wirklich von der Straße weg zum Gipfel und erreicht nach etwa zwei Stunden den Parkplatz Bleckwandhütte.

Variante zwei ist die Anfahrt mit dem Auto. Dieses könnt ihr ebenfalls beim Steckerlfisch-Stand stehen lassen oder bis zum Parkplatz Bleckwandhütte rauffahren. Bei letzterer Option müsst ihr jedoch einen Schranken inkl. 7 Euro Maut passieren und etwa 15 Minuten Serpentinen den Berg hochfahren.

Offizieller Startpunkt: Parkplatz Bleckwandhütte

Vom Parkplatz aus geht es auf einem beschilderten Märchenweg durch den Wald in Richtung Bleckwandhütte. Die Route ist zum Großteil ganz gemütlich und nur an wenigen Stellen etwas steiler. In 25 Minuten erreichen wir die Bleckwandhütte, die von den Naturfreunden betrieben wird. Auf der Sonnenterrasse fällt der Blick direkt auf den Wolfgangsee. Schee! Tipp: Schaut euch vorher die Öffnungszeiten an – als wir dort sind, hat die Hütte leider geschlossen. Macht aber nix, wir gehen einfach weiter zum Gipfel. Das sind dann nochmal etwa 15-20 Minuten.

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Das letzte Stück ist der steilste Teil der Wanderung. Wir wechseln zwischen Forststraße und Waldweg und nehmen die letzten Meter zum Gipfel auf 1.541 Metern. Bald geht die Sonne unter und wir sind fast alleine am Berg. Jetzt suchen wir noch das berühmte Loch im Fels. Man kommt am Weg zum Gipfel ohnehin daran vorbei – kann es aber erst sehen, wenn man direkt davor steht. Es ist zwar etwas kleiner, als erwartet, aber der Blick auf den Wolfgangsee ist trotzdem ziemlich cool. Wir wandern die letzten Meter zum Gipfelkreuz und bewundern den Wolfgangsee und die umliegenden Gipfel. Da sehen wir unter anderem den markanten Sparber, den Schafberg und das Zwölferhorn. Alle sind eingebettet in die warmen Farben der untergehenden Sonne. Mei, des klingt wie aus einem Rosamunde Pilcher-Roman.

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Ja gibt’s denn des!

Hinunter wählen wir einen anderen Weg. Dieser führt vorbei am Gipfelkreuz und ist etwas steiler, als der Weg hinauf. Hier sind wir froh über unsere Wanderstöcke, die uns gut über Stock und Stein bringen. Währenddessen hören wir schon von weitem ein leises Glocken-Läuten und erwarten nach der nächsten Kurve eine Viehherde. Es sind jedoch keine Kühe, die uns empfangen, sondern eine gesellige Schafherde. Mitten darunter – ein frei laufendes Alpaka. Das Berg-Alpaka ist übrigens schon eine kleine Berühmtheit und manchmal sogar für ein Foto zu haben. Sie ist für einige Überraschungen gut, diese Bleckwand!

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Wanderung auf die Bleckwand

Startpunkt: Strobl, Ortsteil Gschwendt
Wahlweise Steckerlfisch-Stand (ca. 2 h. 45 min. Gehzeit zum Gipfel) oder Parkplatz Bleckwandhütte (ca. 45 min. Gehzeit zum Gipfel)

Höhenmeter: ca. 310 ab dem Parkplatz Bleckwandhütte
Tipps: In den Morgen- oder Abendstunden raufwandern, in der Bleckwandhütte einkehren

Miriam Kreiseder

Miriam hat ihre Zelte in Wien, Kufstein und Porto aufgeschlagen, bevor es sie wieder nach Salzburg gezogen hat. Am liebsten schreibt sie über Musik und Alltagsgeschichten.