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Wir sind Lokaljournalist*innen.
Oh Herr im Himmel oder Frau oder Katze, was war das für eine lange Reise? Nach zehn Jahren (und mehr?) in dieser Branche sind wir mitten im lokaljournalistischen Branchenevent re:think media Anfang Mai draufgekommen: Wir sind Lokaljournalist*innen. Keine Creator, keine Influencer, keine Blogger. Und jetzt tun wir eben das, was der Lokaljournalismus von uns fordert: gemeinsam mit Katja Ilnizki von kokolores.media einen lokaljournalistischen Newspodcast für Salzburg machen.
Der dieswöchige SWG-Preis geht (wie immer an dieser Stelle) an die Bürokollegin Michi Hessenberger, die einsprengt, wenn Frau gebraucht wird. Danke, du bist cool.
TALK OF TOWN: Wer checkt die ganze Entwicklung zu den Protesten in der Pflege noch?
Seit Mitte Oktober hängen wir den Eskalationen rund um die Pflege regelrecht an den Lippen. Ganz checken tun wir es trotzdem nicht immer, aber man sagt ja: Hast du es eilig, dann gehe langsam. Und das tun wir jetzt. Wir schauen uns ganz genau an, was bis jetzt passiert ist – von Mitte Oktober („Pflegebonus wird gestrichen“, „Ich bin nicht da, dass man mich mag“) bis hin zu den neuesten Entwicklungen: Bonus wird nun doch ausbezahlt (zumindest bis 2026). Ein bisschen was damit zu tun hat wahrscheinlich der Druck seitens … eigentlich aller. Und dann zeigen wir in unterschiedlichen Szenarien, was denn noch Gründe sein könnte, dass hier die Goldmedaille im Zurückrudern nach Salzburg gegangen ist.
WHAT HAPPENED IN SALZI? Aus Gmeiner wird Krafft, wir benennen eine Straße um.
Salzburg ist normalerweise ja … recht träge, was Veränderung betrifft. Aber nicht heute, nicht jetzt. Kürzlich haben wir von Missbrauchsvorwürfen gegen den SOS-Kinderdorf-Gründer Hermann Gmeiner erfahren, insgesamt eine extrem grausige Geschichte (danke Investigativ-Journalismus). Schnell war also klar, dass die Straße, die wir in Salzburg nach ihm benannt haben, einen anderen Namen bekommen wird. Beauftragt wurde Historikerin Sabine Veits-Falk vom Salzburger Stadtarchiv. Sie hat die Schublade aufgemacht, einen Zettel rausgezogen und ganz oben war der Name der sehr verdienten Porträtmalerin Barbara Krafft, die – wie wir nach der Folge alle wissen werden, ein famoses und überall bekanntes Porträt von Wolfgang Amadeus Mozart gemalt hat.
WHAT HAPPENED BESIDES? Im Halleiner Gym vibrieren die Handys wieder.
Drei Wochen lang haben die Oberstufen-Schüler*innen am Halleiner Gym ihr Handy abgegeben. Der Grund war ein Experiment, einfach, um zu schauen, ob sie es schaffen und was die Probleme sein werden. Freiwillig mitgemacht haben 80 Schüler*innen, durchgehalten haben 73. Aber ganz einfach war es nicht: In die handyfreie gestartet sind einige Kinder gleich mit Kopfweh, Schlafschwierigkeiten und Gefühlen der Aggression. Nach sonstigen Reaktionen der Schüler*innen und Eltern haben wir Josef Kreuzberger gefragt, er hat das Experiment in Hallein initiiert und uns ganz offen und ehrlich davon erzählt.
Foto von Katja aus London: Probleme dort wie hier die gleichen.
GEMMA GEMMA: Vorweihnachtliches Punsch-Potpourri und eine germanische Göttin am Wallersee
Vorweihnachtszeit ist die beste Zeit, aber mit den übervollen Christkindlmärkten kannst uns jagen. Deswegen haben wir zwei schöne Alternativen zum Punscheln und Ratschen gefunden, einmal „Gemeinsam Gutes tun“. Hier wird zuerst Geld zu Glühwein und der Glühwein zu Spenden – an den Verein Rolling Home. Kunst und Punsch gibt’s in der Bergstraße, da stellt Künstlern Julia von Studio JFK ihre schönen Leinwänden mit Quotes aus und hat auch Drucke und Schlüsselanhänger mit. Finden wir sehr liab. UND: Dann, kurz vor Weihnachten, feiern wir am Wallersee die Wintersonnwende mit einem ordentlichen Spektakel. Wir sagen nur: Feuerschow, germanische Göttin, Seeteifin, die ums Feuer tanzen. Die besinnliche Zeit halt, wir sehen uns dort.
WAS IST EIGENTLICH … mit dem Radlständer in der Auerspergstraße?
Seit Anbeginn dieses Podcasts fragen wir uns, ob es denn möglich wäre, einen Radständer (nur einen) in die Auerspergstraße zu stellen. Und siehe da, es wird passieren. Auch, weil unabhängige Recherche ergeben haben, dass sich die Auerspergstraße für einen Radständer sowieso gut eignen würde. Wir nehmen es an und müssen bald nicht mehr wildparken. Den ebenfalls gewünschten Mistkübel kriegt die Auersperg nicht, das wäre zu kompliziert (mit Ausleer-Routen, etc), da muss man weiterhin 350 Meter in die Stelzhamerstraße gehen und Müll in den Mistkübel von der Bushaltestelle schmeißen.